Rostocker Pararuderer meldet sich mit Platz 3 in Vaires-sur-Marne in der Weltspitze zurück
Ein echtes Mammutprogramm hatte Marcus Klemp (ORC Rostock) am ersten Maiwochenende im Männer-Einer der paralympischen Klasse PR1 zu absolvieren. Als Teil der Deutschen Nationalmannschaft war der in Ribnitz-Damgarten wohnhafte Ruderer nach Paris gereist, um an der Internationalen Para-Regatta teilzunehmen. Direkt vor den Toren der französischen Hauptstadt, im Ruder- und Kanuzentrum Vaires-sur-Marne, sollte es für ihn ein Saisonstart mit enormer physischer Belastung werden. Aber auch einer, der eine lange Durststrecke beendete.
An beiden Regattatagen musste Klemp jeweils im Halbfinale und im Finale ran. In einem hochkarätigen A-Finale am ersten Wettkampftag hielt Klemp stark dagegen. In 10:58,28 Minuten belegte er den sechsten Rang. Den Sieg sicherte sich der britische Benjamin Pritchard. Der Sonntag sollte für den RRC-Athleten dann ein ganz besonderer werden – das besagte Ende der Durststrecke und ein großer Meilenstein. Denn seit dem Frühjahr 2024 konnte der Paralympicsteilnehmer keinen Podestplatz bei internationalen Großevents mehr einnehmen.
Ob es an der bekannten Regattastrecke „Stade nautique“ lag. Vielleicht. Der Mecklenburger mobilisierte am letzten Wettkampftag jedenfalls noch einmal alle Kraftreserven. Im A-Finale zeigte er ein hervorragendes Rennen und belohnte sich in 10:38,85 Minuten mit dem dritten Platz und der Bronzemedaille. Vor ihm nur der Brite Benjamin Pritchard sowie auf Platz eins der französischen Lokalmatador Alexis Sanchez.

Damit meldet sich Klemp in der Weltspitze zurück. „Es tut unglaublich gut, wieder auf dem Podium zu stehen. Die harte Arbeit der letzten Monate hat sich ausgezahlt“, freute sich der 43-Jährige nach dem Rennen. Auch Heimtrainer Lutz Bühnert lobte die Energieleistung seines Schützlings nach dem harten Doppelstart: „Marcus hat alles gegeben, es war ein gutes Rennen von ihm.“
red
