Wismars Handballer feiern zweiten Saisonerfolg und wahren damit Chance zum Ligaverbleib
Abpfiff und Jubel bei Mannschaft und Fans in der gut gefüllten Mehrzweckhalle Dorf Mecklenburg. In einem Spiel, in dem sich beide Teams nichts schenkten, war am Ende Oberligist TSG Wismar der Glücklichere. Mit 30:27 konnte die Mannschaft von Coach Sven Hünerbein am vergangenen Samstag den SV Warnemünde 2 besiegen und damit den zweiten Saisonsieg einfahren.
„Der Start in die Partie konnten wir als gelungen bezeichnen. Zwei Ballgewinne in der Abwehr, zwei erfolgreiche Abschlüsse, schnell führten wir 2:0. Doch dann schien unser Pulver auch verschossen“, konstatiert Hünerbein. Doch die Gäste kamen ab da an immer besser ins Spiel, übernahmen ihrerseits die Führung und bestimmten schließlich die Partie. „Wir haderten vor allem mit unseren Abschlüssen und liefen auch in der Abwehr zu oft nur hinterher“, so Wismars Cheftrainer. Die Warnemünder Führung (13:14) zur Pause wertet er als verdient.
Auf Augenhöhe ging es mit Beginn der zweiten Halbzeit weiter. Das bis zu diesem Zeitpunkt noch am Tabellenende der Oberliga MV stehende TSG-Aufgebot kam im Angriff jetzt wieder besser ins Spiel. Auch in der Abwehr konnte es mehr Zugriff erzielen. Ganz zur Freude von Hünerbein: „In der 45. Minute hatten wir uns dann erstmalig mit drei Toren zum 24:21 absetzen können“. Auch lobte er den in dieser Phase wichtigen Rückhalt durch Torwart Andreas „Linki“ Link. Dennoch ließ sich die Warnemünder Reserve nicht abschütteln und Wismar musste bis in die Schlussphase zittern. Das letzte Tor des Tages durch Hannes Langpap blieb aber auf Wismarer Seite. So jubelten er und die TSG ausgelassen über den Sieg, über zwei Punkte und den Sprung auf Tabellenplatz 10.

Neues Tabellenschlusslicht ist damit der Plauer SV, der nun punktgleich mit Wismar (6:26 Pkt.) aber mit schlechterer Torbilanz hinter den Hanseaten steht. Knapp davor mit 9:25 Punkten aber einem Spiel mehr steht Warnemünde II. Bis zum Saisonende im Mai kann sich die TSG noch viermal behaupten. Die Chance auf den Ligaverbleib ist also gewahrt. Als nächstes stehen Langpap, Buckow, Link und Co. am 11. April dem Schwaaner SV gegenüber. Auch wenn man das Hinspiel deutlich verloren hatte. Im heimischen Hexenkessel gelten bekanntlich andere Regeln. Und wenn Spielqualität und Konstanz stimmen, dann kann man auch Schwaan schlagen.
red
