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Sprinterin stößt sich vom Startblock ab. Nur die Beine und die Tartanbahn sind zu sehen.

Nachwuchstalente, Goldmedaillen und starke Normen – Neubrandenburg im Leichtathletik-Fieber

Rund 350 Athletinnen und Athleten prägen hochklassige Landeshallenmeisterschaften im Jahnsportforum

Mit zahlreichen Bestleistungen, spannenden Entscheidungen und bei hervorragender Stimmung ist das zweite Meisterschaftswochenende der Hallensaison im Neubrandenburger Jahnsportforum zu Ende gegangen. Bei den Offenen Landeshallenmeisterschaften der Frauen und Männer sowie den Titelkämpfen der U18 und U14 gingen mehr als 350 Athlet:innen aus ganz Mecklenburg-Vorpommern an den Start – so viele wie lange nicht mehr.

Bei den Erwachsenen setzte vor allem Paula Springstein (OSL Rostock) erneut sportliche Maßstäbe. Wie schon eine Woche zuvor dominierte die Sprinterin die Frauenkonkurrenz über 60 und 200 Meter und sicherte sich mit 7,47 sowie 23,80 Sekunden beide Landestitel. Bei den Männern überzeugte Linus Kern (SC Neubrandenburg) mit einem Doppelsieg über 60 Meter (7,13 Sekunden) und 200 Meter (22,71 Sekunden). Die DM-Norm über die halbe Hallenrunde verpasste der Nachwuchssprinter dabei nur hauchdünn. „Dann hole ich mir das letzte Zehntel eben in zwei Wochen bei den Norddeutschen Meisterschaften“, kündigte der Sportgymnasiast nach dem Rennen an.

Auch in den technischen Disziplinen und auf den Mittelstrecken gab es starke Akzente. Mehrkämpferin Anna Neubert (1. LAV Rostock) glänzte mit Siegen im Hochsprung und Kugelstoßen, während Friedrich Michel (TC Fiko Rostock) über 1500 Meter erstmals unter vier Minuten blieb (3:59,77 Minuten). Für den SC Neubrandenburg sorgten zudem Ole Stein mit Siegen über 60 Meter Hürden und 400 Meter sowie Leoniel Ahiandjipe mit 6,97 Metern im Weitsprung für sportliche Ausrufezeichen. Im Kugelstoßen der Männer stellte Malte Tilmann (SC Neubrandenburg) mit 15,13 Metern eine neue persönliche Bestleistung auf.

In der U18 rückte insbesondere Greta Rentzow (SV Medizin Schwerin) ins Rampenlicht. Die Deutsche U18-Vizemeisterin von 2025 gewann gleich drei Landestitel über 60 Meter, 200 Meter sowie mit der 4×200-Meter-Staffel der Startgemeinschaft Schwerin. Ebenfalls stark präsentierte sich Kim Hoffmann (SC Neubrandenburg), die über 60 Meter Hürden in 8,98 Sekunden erstmals unter der Neun-Sekunden-Marke blieb und insgesamt drei Medaillen sammelte. Über 400 Meter erfüllte Jack Gordon Blackburn (SC Neubrandenburg) in 50,44 Sekunden die Norm für die Deutschen Meisterschaften, während Bennet Fischer über 800 Meter in 1:58,85 Minuten den nächsten Landestitel für den Gastgeberverein sicherte.

Dass die Zukunft der Leichtathletik in Mecklenburg-Vorpommern vielversprechend ist, bewiesen die Wettbewerbe der U14. In der M13 feierten Edgar Sarakewitz und Yanis Burmeister (beide Schweriner SC) jeweils drei Goldmedaillen, während Marah Jahn (Schweriner SC) mit vier Titeln erfolgreichste Athletin der Nachwuchsklasse wurde. Auch Frida Kramer (LAV Ribnitz-Damgarten/Sanitz) und Emil Barth (1. LAV Rostock) unterstrichen mit ihren Siegen das hohe Leistungsniveau der jüngsten Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Am Ende standen nicht nur Medaillen und Normerfüllungen im Fokus, sondern auch ein positives Gesamtfazit. Die bestens organisierten Meisterschaften präsentierten sich als sportliches Schaufenster der Leichtathletik im Land – getragen von engagierten Vereinen, starken Nachwuchstalenten und einer Atmosphäre, die Lust auf die kommende Freiluftsaison macht. Ralf Ploen, Vizepräsident Leistungssport im LVMV, bedankte sich speziell dabei allen Kampfrichtern, Helfern und dem ausrichtenden SC Neubrandenburg. Ohne deren Einsatz wäre eine Veranstaltung dieser Größenordnung nicht möglich gewesen.