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Packendes Spiel ohne Happy-End

TSG Wismar verpasst Punktgewinn knapp – Güstrower HV ’94 entscheidet Krimi für sich

Mit einem echten Handballkrimi ist die TSG Wismar am Sonntag in die Rückrunde der Oberliga gestartet. Zwischen den Spielen der Europameisterschaft strömten zahlreiche Zuschauer in die Mehrzweckhalle Dorf Mecklenburg und sorgten für einen stimmungsvollen Rahmen. „Volle Ränge bildeten einen tollen Rahmen für 60 spannende Minuten und die Zuschauer sollten ihr Kommen nicht bereuen“, bilanzierte Cheftrainer Sven Hünerbein nach der Partie gegen den Güstrower HV ’94.

Von Beginn an entwickelte sich ein intensives Duell auf Augenhöhe. Tore mussten hart erarbeitet werden. „Vom Start weg schenkten sich beide Teams nichts. Tore mussten sich auf beiden Seiten hart erkämpft werden“, so Hünerbein. Entsprechend eng verlief auch der erste Durchgang, in dem sich kein Team entscheidend absetzen konnte. Mit einer knappen 13:12-Führung ging die TSG schließlich in die Kabine – und durfte weiter hoffen.

Dieser Glaube trug die Gastgeber durch die Anfangsphase der zweiten Halbzeit. Mit viel Energie und Entschlossenheit erspielte sich Wismar einen Fünf-Tore-Vorsprung (18:13). Doch in der Euphorie unterliefen der TSG einige Ballverluste, zudem blieben gute Chancen ungenutzt. „Doch in der Euphorie hatten wir leichte Ballverluste und ließen einige Chancen ungenutzt. Und das Geschenk nahmen unsere Gäste dankbar an“, erklärte der Wismarer Coach. Güstrow nutzte diese Phase konsequent und drehte die Partie.

Jedes Tor und jeder gehaltene Ball wurde vom Spielfeldrand aus frenetisch gefeiert. (Foto: Maria Kraus)

Trotz des zwischenzeitlichen Rückstands von 21:24 gab Wismar nicht auf. In den Schlussminuten warf die TSG noch einmal alles in die Waagschale, um zumindest einen Punkt zu sichern. „Leider erfolglos“, sagt Hünerbein. Am Ende stand eine denkbar knappe 25:26-Niederlage. „In einem Spiel auf Augenhöhe siegten die Erfahrung und Abgeklärtheit der Gäste“, resümierte der Trainer – verbunden mit einem Dank an die Fans für die „grandiose Unterstützung“.

Mit der neuerlichen Niederlage bleibt Wismar Tabellenschlusslicht. Nach 11 absolvierten Partien steht die TSG mit 3:19 Punkten und einem Torverhältnis von 260:303 auf dem 11. Platz hinter dem Plauer SV. Aber man gibt sich weiterhin kämpferisch und will vor allem die weiteren Heimspiele nutzen, um den drohenden Ligaabstieg doch noch zu verhindern.

Bereits am Sonntag, dem 25. Januar 2026, steht für die TSG die nächste Partie an: Um 15:00 Uhr trifft Wismar auswärts auf die Mecklenburger Stiere Schwerin II.