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Revanche nicht gelungen

Wildcats ziehen gegen Waldgirmes auch im Rückspiel den Kürzeren

Am Ende eines ausgeglichenen Spiels müssen sich die Sparkassen Wildcats Stralsund die Frage stellen, ob sie einen Punkt gewonnen oder Punkte verloren haben. Mit 2:3 trennten sich die Norddeutschen am Samstagabend von Gastgeber TV Waldgirmes.

Eigentlich wollte man es nach der glatten Hinrundenniederlage gegen die Mittelhessen diesmal besser machen. Eine satte 0:3-Schlappe hatte das Team von Chefcoach Kim Buchwald noch im November eingefahren – nach eigenem Bekunden aufgrund eine wenig überzeugenden Leistung. Am 14. Februar war es dann soweit, die Revanche stand an. Den Sieg wollte man mit einer deutlich stabileren Annahme, guten Lösungen im Angriff und druckvollen Aufschlägen umsetzen. Die Teammoral der Wildcats stimmte jedenfalls. Leider nur waren die Voraussetzungen dafür nicht optimal. Nur 10 Spielerinnen hatten die lange Auswärtsfahrt antreten können. „Somit waren die Alternativen auf dem Feld sehr begrenzt“, betont Teammanager Steffen Täubrich.

Das Spiel entwickelte sich dann sehr Zuschauer freundlich. Viele Interessante Spielzüge, kämpferische Momente auf beiden Seiten und ein ausgeglichener Verlauf prägten das Geschehen. In den ersten Sätzen gelang es keinem Team, sich einen entscheidenden Vorsprung zu erspielen. Immerhin gingen die Sparkassen Wildcats etwas besser in den Auftaktsatz und holten sich diesen am Ende knapp mit 25:23.

Im zweiten Durchgang konnten zwei kritische Schiedsrichterentscheidungen den Rhythmus der Gäste nur kurzzeitig stören. Der entstandene Rückstand konnte zwar schnell egalisiert werden. Leider war es dann Waldgirmes, die sich in der Schlussphase souveräner zeigten. Nach einem 22:22 gelang den Stralsunderinnen kein Punkt mehr. Somit Satzausgleich.

Im Gleichklang verlief auch der dritte Satz, allerdings wieder mit dem besseren Ende für die Stralsunder Gäste (25:22). Damit war auch der erste Punkt gewonnen. Natürlich wollten die Wildcats mehr. Das demonstrierten sie dann auch im vierten Durchgang, in dem sie anfangs immer führten, teils recht deutlich. Doch die Gastgeberinnen und Tabellennachbarn gaben nicht auf, kamen immer wieder mit ihren eigenen Aktionen durch. Mit 20:19 und nur noch einem Zähler Vorsprung gingen die Wildcats in die Crunchtime. Ab hier sollte es aber das Spiel der Hessinnen sein. Während Stralsund keine guten Lösungen mehr fand und nur noch einen einzigen Ballwechsel für sich entscheiden konnte, holte sich das Team von Trainer Daniel Bock alle anderen und damit erneut den Satzausgleich.

Im Tiebreak erwischten die Gastgeberinnen einen richtig guten Start, führten schnell mit 3:0. Dann kam Stralsund wieder mit vielen starken Phasen ins Spiel. Besonders auch durch Zuspielerin und MVP Gesa Brandstrup. Zwischenstand 8:8. Doch wieder war es die Schlussphase, in der mal Abstimmungsschwierigkeiten, mal ungefährliche Angriffe das Spiel der Wildcats bestimmten. So wurden der Satz mit 12:15 und damit die Partie leider aus der Hand gegeben. Die Enttäuschung im Team war entsprechend groß. „Zwar konnte eine deutlich bessere Leistung als im Hinspiel gezeigt werden, die Belohnung dafür blieb aber aus“, resümiert Täubrich.

Damit rutschen die Sparkassen Wildcats Stralsund vorläufig auf den 9. Tabellenplatz ab. Doch jetzt heißt es Fokus auf das anstehende Doppelauswärts-Wochenende. Am Samstag treffen die Wildkatzen auf den 5. der Tabelle, VCO Dresden, am Sonntag auf den Titelaspiranten NawaRo Straubing.