Seit mehr als 45 Jahren engagiert sich Eckhardt Wallmuth kontinuierlich für den Ringsport in Stralsund und Mecklenburg-Vorpommern. Für seine prägende Arbeit ist er nun mit der Ehrennadel des Landes Mecklenburg-Vorpommern ausgezeichnet worden. Am Sonnabend, dem 6. Dezember, überreichten dem 65-Jährigen Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und Sportministerin Stefanie Drese in Schwerin Nadel und Urkunde. Die Ehrung fand im Rahmen des landesweiten Tags des Ehrenamtes statt, bei dem insgesamt 37 Persönlichkeiten aus ganz MV gewürdigt wurden.
Wallmuth zählt zu den tragenden Figuren des Ringkampfsports im Land. Als Vizepräsident für Leistungssport sowie Aus- und Fortbildung im Ringerverband MV und als 1. Vorsitzender des Hanseatischen Athletikclubs Stralsund (HAC) hat er über Jahrzehnte Strukturen aufgebaut, Talente gefördert und sportliche Entwicklungen maßgeblich mitgestaltet. Unter seiner Regie gelang es dem Stralsunder Verein immer wieder, Nachwuchsringer zu nationalen und internationalen Meisterschaften zu entsenden – verbunden mit zahlreichen Erfolgen auf der Matte.
Doch der gebürtige Stralsunder steht nicht nur für sportliche Fachkompetenz, sondern auch für gesellschaftliches Engagement. Wallmuth ist seit vielen Jahren als Integrationscoach aktiv. 2022, unmittelbar nach Beginn des Ukrainekriegs, öffnete er ohne zu zögern die Türen des HAC für geflüchtete Kinder und Jugendliche und bot ihnen im Verein eine sportliche Heimat. Bereits 2019 zählte er beim 1. Stralsunder Sportlerball zu den Nominierten des Integrationspreises. Seine Verdienste wurden zuvor schon mit der Ehrennadel des Landessportbundes in Silber (2019) sowie der Ehrennadel des Stralsunder Sportbundes und der Hansestadt Stralsund (2018) gewürdigt. Ein weiterer Höhepunkt seiner ehrenamtlichen Laufbahn war die Organisation der Deutschen U17-Meisterschaften im griechisch-römischen Stil im Jahr 2024 in Stralsund.
Mit der Ehrennadel des Landes findet dieses jahrzehntelange Wirken nun eine besondere Anerkennung. Die Landesregierung würdigte an diesem Tag Menschen, die – wie Schwesig betonte – „Zeit aufbringen für andere“ und damit den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Mecklenburg-Vorpommern stärken. In diesem Kreis steht Eckhardt Wallmuth stellvertretend für die vielen Ehrenamtlichen, die den Sport im Land am Laufen halten – und zugleich für ein außergewöhnliches persönliches Lebenswerk.
red
