Durch den höchsten BBL-Sieg der Vereinsgeschichte haben die ROSTOCK SEAWOLVES ihre Saison verlängert. Am 34. Spieltag fuhren sie einen souveränen 103:71-Erfolg gegen die Veolia Towers Hamburg vor 4.478 begeisterten Zuschauern in der StadtHalle Rostock ein. Owen Klassen war mit 18 Punkten Topscorer der Wölfe. Aufgrund der Niederlagen von Oldenburg (in München) und Chemnitz (in Braunschweig) kletterten die SEAWOLVES nach ihrem dritten Sieg in Folge auf den neunten Tabellenplatz, der für die Play-In-Teilnahme berechtigt. Sie treffen am Dienstag um 18:30 Uhr zuhause auf die MHP RIESEN Ludwigsburg.
ROSTOCK SEAWOLVES gegen Veolia Towers Hamburg 103:71 (55:33)
Mit Volldampf und Fokus kamen die Rostocker aus der Kabine. Erneut mussten sie auf TJ Crockett Jr. (muskuläre Probleme) verzichten, erneut dauerte es einige Minuten, bis die Offensive der Ostseestädter ins Rollen kam. Nach fünf Minuten in der energiegeladenen Wolfshöhle stand es 9:2 für die SEAWOLVES. Kurz darauf traf D’Shawn Schwartz einen Dreier zur ersten zweistelligen Führung (12:2, 6. Min). Das temporeiche und abwechslungsreiche Angriffsspiel der Rostocker nahm infolgedessen weiter Fahrt auf. In Schwartz‘ Statistiken standen nach zehn Minuten bereits elf Zähler – sein Team führte mit 27:13.

Die Schlagzahl der SEAWOLVES ließ auch im zweiten Durchgang nicht nach. Owen Klassen rockte unter den Körben, Sid-Marlon Theis traf aus der Distanz (32:18, 12. Min). Die Rostocker rollten regelrecht über die Hamburger Abwehrreihen hinweg, spielten sie phasenweise schwindelig und schraubten ihren Vorsprung nach einem Korbleger von Elias Baggette auf 20 Zähler (44:24, 15. Min). Bis zur Pause blieb der Abstand konstant.
Nach dem Seitenwechsel ging das SEAWOLVES-Schützenfest weiter. Phillip Greene IV und DeAndre Lansdowne netzten von außen ein, die Offensivlawine rollte weiter. 31 Zähler erbeutete das Rostocker Rudel, das hungrig weiter jagte. Vor dem Start ins Schlussviertel führten die Wölfe mit 86:50.
Zu Beginn der letzten zehn Minuten flog Jalen Page per Alley-Oop ein und ließ es spektakulär zum 88:52 (31. Min) krachen. Das Spiel war zu diesem Zeitpunkt längst entschieden. Letztlich sorgte Lukas Kolenda mit zwei erfolgreichen Dreipunktewürfen dafür, dass die SEAWOLVES zum vierten Mal in dieser Spielzeit die 100-Punkte-Marke durchbrachen.
Stimmen zum Spiel
Przemyslaw Frasunkiewicz (Head Coach Rostock): „Vor 48 Stunden haben wir in Vechta gespielt. Das hat uns viel Energie gekostet. Wir waren müde und ausgelaugt, aber mental waren wir superstark. Wir haben es geschafft, unter hohem Druck zu performen. Insofern gratuliere ich meinem Team und den Fans. Alles hat heute gepasst.“
Benka Barloschky (Head Coach Hamburg): „Für eine Mannschaft ging es um alles. Für uns ging es darum, uns anständig aus der Saison zu verabschieden. Das ist uns leider nicht gelungen. Wir hatten uns mehr vorgenommen. Ich habe großen Respekt vor der Energieleistung von Rostock; vor der Qualität, die sie heute aufs Parkett gebracht haben, der Trefferquote und auch der Konsequenz, mit der sie gespielt haben. Ich hätte mir von meiner Mannschaft einen größeren Fight gewünscht, vor allem wegen des Supports von den Rängen. Das hat mich beeindruckt. So viele Fans sind mitgereist und haben uns unterstützt. Diese Fans hätten es heute verdient gehabt, dass wir mehr dagegen halten und einen besseren Fight abliefern. Wir hatten es heute nicht im Tank. Das müssen wir so anerkennen. Ich hoffe, dass die Mannschaft mit einem gewissen Abstand nicht an dieser Performance gemessen wird, sondern an den Leistungen, die wir in der Saison gezeigt haben – insbesondere an der großen Leistung, den Klassenerhalt gesichert zu haben.“
So geht’s weiter
Am Dienstag um 18:30 Uhr empfangen die ROSTOCK SEAWOLVES in eigener Halle die MHP RIESEN Ludwigsburg im Play-In-Spiel. Der Gewinner dieser Partie trifft auf den Verlierer der Partie Vechta gegen Trier (Di, 20:30 Uhr) und kämpft am Donnerstag um den letzten Playoff-Platz, für den Verlierer ist die Saison beendet. Tickets für diesen Showdown in der StadtHalle Rostock gibt es ab sofort online auf tickets.seawolves.de oder an den bekannten Vorverkaufsstellen.
Statistiken zum Spiel
Der 32-Punkte-Sieg gegen die Veolia Towers Hamburg war der höchste Sieg der SEAWOLVES in ihrer BBL-Geschichte. Dieser Erfolg brachte den 17. Saisonsieg und zugleich 9. Tabellenplatz ein. Somit markiert 2025/2026 die erfolgreichste BBL-Saison überhaupt für die Wölfe.
Viertelstände (HRO-HH): 27:13, 28:20, 31:17, 17:21
Punkteverteilung:
Rostock: Baggette (10), Greene IV (7), Klassen (18), Kolenda (16), Lansdowne (9), Leuchten (7), Lockhart (5), Nicholson (2), Page (6), Schwartz (14), Theis (9), Wulff (0).
Hamburg: Breunig (9), Daniels IV (4), Gamble (3), Grey (0), Maronka (7), Martin (1), Müller (2), Ogbe (8), Thorpe Jr. (13), Turudic (3), Williams (12), Wimberg (9).
PM Rostock Seawolves
