Rostocker Wintertriathlon beweist: sportliche Höchstleistungen und außergewöhnlicher Spaßfaktor passen bestens zusammenpassen
Am 24. Januar fand im Barnstorfer Wald die mittlerweile 8. Auflage des Rostocker Wintertriathlons statt. Die vom Team um Johannes Wurm von der Triathlongemeinschaft triZak Rostock e.V. organisierte Veranstaltung bewies erneut, dass sportliche Höchstleistungen und außergewöhnlicher Spaßfaktor bestens zusammenpassen.
Der Rostocker Wintertriathlon ist in seiner Form einzigartig: Die drei Disziplinen bestehen aus Laufen, Essen und Trinken. Insgesamt waren die begehrten Startplätze auf 35 Athletinnen und Athleten begrenzt. Absolviert wurden fünf Laufrunden à 800 Meter. Nach jeder Runde mussten eine Bratwurst mit Toastscheibe sowie ein Bier (0,33 Liter) verzehrt werden. Nahrungsverlust führte zur sofortigen Disqualifikation, das vollständige Finish stellte jedoch die sportliche Ehre wieder her. Frauen absolvierten eine verkürzte Distanz von vier Runden.

Auch die Landeshauptstadt Schwerin war wieder stark vertreten. Für die Laufgruppe Schwerin gingen Fanny Riese, Fred Kiesendahl und Lothar Gajek an den Start. Dazu kamen die Sportler vom Keulingers FC. Während Kiesendahl und Gajek dieses sportliche Highlight noch nie ausgelassen haben, setzte Fanny Riese ein besonderes Ausrufezeichen: Sie beendete den Wettkampf nach vier Runden als schnellste Frau und verteidigte erfolgreich ihren Titel aus dem Vorjahr. Als Siegertrophäe erhielt sie erneut den Pokal mit der „goldenen Bratwurst“.
Den Gesamtsieg sicherte sich Lokalmatador Christian Nitschke von der TG trizak Rostock, der den Wintertriathlon in 21:12 Minuten zum wiederholten Mal gewann. Den zweiten Platz belegte wie im Vorjahr Nick Wieschendorf vom Keulingers FC in 22:19 Minuten. In der Altersklasse M65 stellten Lothar Gajek (44:25 Minuten) und Fred Kiesendahl (48:54 Minuten) als älteste Teilnehmer des Feldes ihre Erfahrung eindrucksvoll unter Beweis. Sie belegten die Plätze eins und zwei ihrer Altersklasse sowie Rang 14 und 20 in der Gesamtwertung. Beide Athleten nahmen bislang an allen acht Austragungen des Wintertriathlons teil. Seit der Premiere gehört auch eine Veggie-Wertung fest zum Programm. Hier werden vegane Bratwürste verzehrt – ein Angebot, das sich wachsender Beliebtheit erfreut. Lothar Gajek konnte diese Sonderwertung in diesem Jahr bereits zum sechsten Mal für sich entscheiden.
Im Barnstorfer Wald gibt es am Ende nur Siegerinnen und Sieger: Der letzte Finisher wird traditionell mit einer La-Ola-Welle empfangen und erhält einen Sonderpreis. Die familiäre Atmosphäre, das Wiedersehen mit bekannten Gesichtern und der gemeinsame Spaß standen auch in diesem Jahr im Mittelpunkt.
Fazit: Der Rostocker Wintertriathlon bleibt ein außergewöhnlicher und beliebter Saisonauftakt – sportlich, herzlich und mit viel Humor. Die Vorfreude auf die nächste Auflage ist bereits jetzt groß.
Text: Lothar Gajek (Laufgruppe Schwerin)

