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Rot weißer, mit Harz beklebter Handball auf blauem Sporthallenboden

Starker Beginn, schwaches Ende: Empor verliert vor heimischem Publikum

Die Handballer des HC Empor Rostock hatten sich viel vorgenommen für ihre Heimpremiere in der 3. Liga Nord-Ost. Nach der Niederlage in Plauen wollte das Team von Trainer Michael Jacobsen gegen die Reserve der Füchse Berlin zurück in die Erfolgsspur finden. Vor fast ausverkauftem Haus in der Arena Tschaikowskistraße und mit der Rückkehr von Spielmacher Matheus Costa Dias standen die Vorzeichen eigentlich gut. Auch Julian Pratschner und Elias Gansau waren rechtzeitig wieder einsatzfähig, sodass Jacobsen fast aus dem Vollen schöpfen konnte.

Vor 701 Zuschauern erwischte Empor einen vielversprechenden Start. Die Rostocker nutzten ihre körperliche Überlegenheit und führten nach 18 Minuten mit 10:7. Doch ein plötzlicher Bruch im Spiel brachte die Gäste zurück: Mit einem 4:0-Lauf drehten die Jungfüchse die Partie und gingen mit einer 18:15-Führung in die Pause. In dieser Phase verlor Empor sowohl in der Abwehr die Stabilität als auch in der Offensive die Präzision.

Im zweiten Durchgang keimte kurz Hoffnung auf. Pratschner brachte die Hausherren sogar mit 21:20 in Front, doch die Freude währte nicht lange. Nach dem 23:23 setzte sich Berlin auf 27:23 ab. In der Schlussphase erarbeitete sich Empor zwar noch zahlreiche gute Möglichkeiten, scheiterte jedoch mehrfach am starken Gäste-Keeper Pius Joppich. Am Ende stand eine ernüchternde 27:31-Heimniederlage zu Buche.

„Wir haben zu lange Phasen, in denen es nicht läuft“, analysierte Jacobsen nach der Partie. „Wir zeigen teilweise, was in uns steckt, aber nicht über sechzig Minuten.“ Durch die zweite Niederlage im dritten Spiel rutschte Empor auf Rang 13 der Tabelle ab – und steht nun früh in der Saison vor der Aufgabe, Konstanz in die eigenen Leistungen zu bringen.