Rostocker Sportgymnastinnen verglichen sich beim Landescup in Bentwisch mit der lokalen Konkurrenz
Wenn Musik, Bewegung und Ausdruck zu einer Einheit verschmelzen, entsteht die besondere Faszination der Rhythmischen Sportgymnastik. Beim Landescup 2026 in Bentwisch wurde genau diese Verbindung eindrucksvoll sichtbar: Zahlreiche Gymnastinnen präsentierten Choreografien, in denen technische Präzision und künstlerische Anmut untrennbar miteinander verwoben waren. Bewertet wurden nicht nur Schwierigkeit und Körpertechnik, sondern vor allem auch jene feinen Nuancen der Artistik und Ausführung, die einer Übung ihre ganz eigene Handschrift verleihen. Der Wettkampf diente zugleich als Qualifikation für den überregionalen Regio-Cup Nord in Bremen – entsprechend hoch war das Niveau. In den verschiedenen Altersklassen und Geräten mit dabei: die jungen Athletinnen des HTV Rostock.
Besonders im stark besetzten Feld der Altersklasse der 13- bis 15-Jährigen zeigte sich, wie eng sportliche Leistung und ästhetischer Ausdruck beieinanderliegen. Jede Übung war dabei mehr als eine Aneinanderreihung von Elementen – sie erzählte eine Geschichte, getragen von Rhythmusgefühl, Körperspannung und fließenden Übergängen. HTV-Starterin Alexandra Shevchenko überzeugte mit ihrer ausdrucksstarken Darbietung das Kampfgericht und sicherte sich die Bronzemedaille. Während Yewa Stolbert (Schweriner Sportgymnastik Verein) und Fiby Ziehmens (FSV Bentwisch) die vorderen Plätze belegten, rundete Irina Shevchenko mit Rang sechs das solide Abschneiden der Rostockerinnen ab.
Ein besonderes Ausrufezeichen setzte der HTV Rostock in der ältesten Altersklasse: Mit technisch anspruchsvollen Choreografien gelang ein kompletter Podest-Erfolg. Siri Suppliet turnte sich mit sicherer Ausführung zu Gold, gefolgt von Sarah von der Osten-Sacken und Anna-Katharina Lewin auf den weiteren Medaillenrängen. Auch Sophie Davydova (Platz fünf) und Isabel Freyhof (Platz sechs) unterstrichen die geschlossene Teamleistung.
In der jüngsten Altersklasse der 11- bis 12-Jährigen dominierten hingegen die Gymnastinnen aus der Landeshauptstadt: Vira Kishenko und Evelina Suvorova (beide Schweriner Sportgymnastik Verein) belegten die Plätze eins und zwei, während Fine Rosenberg (PSV Schwerin) Dritte wurde.
Dass in der Rhythmischen Sportgymnastik neben körperlicher Athletik vor allem Ausdruckskraft, Musikalität und die Harmonie zwischen Gerät und Bewegung zählen, wurde in Bentwisch einmal mehr deutlich. Für den HTV Rostock endete der Wettkampf mit einem rundum erfreulichen Ergebnis: Alle sieben gestarteten Gymnastinnen qualifizierten sich für den Regio-Cup Nord Ende April. HTV-Trainerin Anke Radke zog entsprechend zufrieden Bilanz und betonte: „Einen herzlichen Dank gilt allen Gymnastinnen, dem ausrichtenden FSV Bentwisch, allen Kampfrichterinnen, Trainierinnen sowie den zahlreichen Helferinnen, die einen reibungslosen Ablauf ermöglicht haben. Allen qualifizierten Gymnastinnen wünschen wir viel Erfolg bei den anstehenden Wettkämpfen auf regionaler Ebene.“
Text: Anke Radke/red
