SSC Palmberg Schwerin unterliegt Developres Rzeszow mit 3:2

Im spannenden Topspiel der CEV Champions League traf der deutsche Meister SSC Palmberg Schwerin auf den polnischen TiteltrĂ€ger Developres RzeszĂłw. Vor heimischer Kulisse in der PALMBERG ARENA boten beide Teams den 1.620 Zuschauern ein hochklassiges Duell voller spektakulĂ€rer Ballwechsel. Nach hart umkĂ€mpften SĂ€tzen konnten die Gastgeberinnen den Tiebreak erzwingen, mussten sich in diesem jedoch knapp mit 12:15 geschlagen geben. Schwerin zeigte dabei großen Kampfgeist, starke Abwehr- und Blockaktionen und sammelte wertvolle Erfahrungen gegen den favorisierten polnischen Meister.

Im Topduell der Gruppe E der CEV Champions League traf der SSC Palmberg Schwerin als deutscher Meister auf den polnischen TiteltrĂ€ger Developres RzeszĂłw – und die Favoritenrolle lag aufgrund des erfahrenen Kaders klar bei den GĂ€sten. Diese untermauerten ihre Ambitionen im ersten Satz von Beginn an. RzeszĂłw setzte die Vorgabe ihres Trainers aus dem offiziellen Interview konsequent um: mit stabiler Abwehrarbeit, viel Geduld und guten Angriffen hielten die Polinnen die Ballwechsel lang und setzten sich frĂŒh ab. Nach einem ausgeglichenen Start erspielten sie sich beim 3:6 erstmals einen Vorsprung und bauten diesen wenig spĂ€ter auf 4:8 aus. Vor allem mit druckvollen AufschlĂ€gen stellten sie die Schweriner Annahme vor große Probleme, auch im Block fand der SSC zu Satzbeginn noch keinen Zugriff. Trotzdem ließen sich die Gastgeberinnen nicht abschĂŒtteln. Angetrieben von einer lautstarken Kulisse – die Fans hatten sich trotz angekĂŒndigtem Schneechaos zahlreich auf den Weg in die Halle gemacht – kĂ€mpfte sich Schwerin immer wieder heran. Beim 6:13 aus SSC-Sicht reagierte Trainer Felix Koslowski mit der ersten Auszeit. In der Folge prĂ€sentierten sich die Mecklenburgerinnen deutlich stabiler in der Abwehr und verkĂŒrzten auf 9:15. Doch der polnische Meister blieb ruhig und antwortete mit zwei Punkten in Serie, was Koslowski beim 9:17 bereits zur zweiten Auszeit zwang. Die rund 20 mitgereisten Fans aus Polen sahen eine weiterhin konstante Vorstellung ihres Teams, doch Schwerin gab sich nicht geschlagen. Gegen Satzende öffneten die GĂ€ste noch einmal die TĂŒr: Grozer punktete im Angriff, ten Brinke setzte starke Akzente im Block, und der SSC verkĂŒrzte auf 16:21. FĂŒr eine echte Wende reichte es jedoch nicht mehr. RzeszĂłw spielte den Vorsprung souverĂ€n herunter und sicherte sich mit 25:19 den ersten Satzgewinn – ein Satz, der Schwerins Kampfgeist zeigte, aber auch die Klasse und AbgeklĂ€rtheit des Favoriten offenbarte.

Mit Anne Hölzig fĂŒr Leana Grozer startete der SSC Palmberg Schwerin in den zweiten Durchgang – und setzte von Beginn an ein klares Zeichen. Eine starke Aufschlagserie von Marije ten Brinke brachte die Gastgeberinnen schnell mit 4:1 in FĂŒhrung. Genau diese AggressivitĂ€t und dieser Druck seien nötig, um die erfahrene Mannschaft aus Polen ins Wanken zu bringen, hatte Felix Koslowski vor der Partie betont – und sein Team setzte den Matchplan nun konsequent um. Als Jet Kok wenig spĂ€ter ein Ass gegen die polnische Annahme gelang und Schwerin auf 8:3 erhöhte, sah sich RzeszĂłw-Trainer CĂ©sar HernĂĄndez zu einer frĂŒhen Auszeit gezwungen. Die GĂ€ste fanden anschließend besser ins Spiel und verkĂŒrzten auf 10:8, leisteten sich jedoch immer wieder Fehler im Angriff und beim Aufschlag. Schwerin nutzte diese Phase eiskalt und zog mit drei Punkten in Folge auf 13:8 davon. WĂ€hrend im ersten Satz vor allem Bannister und Piasecka fĂŒr den polnischen Meister zuverlĂ€ssig gepunktet hatten, kippte das Momentum nun spĂŒrbar auf die Seite der Gastgeberinnen. Schwerin war voll im Spiel, die Abwehr arbeitete aufmerksam und Zuspielerin Jaksetic setzte ihre Angreiferinnen variabel in Szene. Gegen Satzende schmolz der Vorsprung allerdings dahin. RzeszĂłw glich beim 19:19 erstmals aus und sicherte sich nach einer erfolgreichen Challenge sogar den 20. Punkt. Doch Schwerin blieb ruhig: Die stark aufgelegte Marije ten Brinke sorgte mit einem entschlossenen Angriff fĂŒr den Ausgleich und brachte den SSC mit ihrem Service direkt wieder in Position. Anna Artyshuk stellte anschließend auf 23:21, kurz darauf erspielten sich die Gastgeberinnen ihre ersten SatzbĂ€lle. Mit 25:22 ging der zweite Durchgang schließlich an mutig und entschlossen auftretende Schwerinerinnen, die sich mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung belohnten und im Topduell zum 1:1-Satzausgleich kamen.

Der dritte Satz entwickelte sich von Beginn an zu einem offenen Schlagabtausch. Vor 1.620 Zuschauern in der PALMBERG ARENA lieferten sich beide Teams ein intensives Duell auf Augenhöhe, geprĂ€gt von langen, spektakulĂ€ren Ballwechseln und hoher QualitĂ€t auf beiden Seiten des Netzes. FĂŒr den SSC Palmberg Schwerin punkteten vor allem Anna Artyshuk und Jet Kok, wĂ€hrend auf Seiten der polnischen GĂ€ste Bannister sowie die Mittelblockerinnen immer wieder erfolgreich waren. Zur Satzmitte kippte das Momentum leicht zugunsten von Developres RzeszĂłw. Mehrere strittige Schiedsrichterentscheidungen und nur schwer auflösbare Challenges fielen zugunsten der Polinnen aus, die sich dadurch einen Vorsprung erspielten und beim 16:19 erstmals etwas Luft verschafften. In dieser Phase agierte Schwerin kurzzeitig zu hektisch und verlor etwas die Geduld im Angriff. Angetrieben von der lautstarken UnterstĂŒtzung der Fans fanden die Gastgeberinnen jedoch schnell wieder zu ihrem Spiel zurĂŒck und kĂ€mpften sich auf 18:19 heran. Die Hoffnung auf den erneuten Satzausgleich wĂ€hrte jedoch nur kurz: Mit druckvollen AufschlĂ€gen von Marrit Jasper und starken Rettungstaten in der Abwehr sicherte sich RzeszĂłw die nĂ€chsten Punkte und zog auf 18:22 davon. Trotz aller Gegenwehr musste sich der SSC Palmberg Schwerin am Ende mit 20:25 geschlagen geben. Der dritte Durchgang zeigte jedoch eindrucksvoll, dass die Schwerinerinnen ĂŒber weite Strecken auf Augenhöhe mit dem polnischen Top-Team agieren konnten – auch wenn die GĂ€ste in den entscheidenden Momenten die grĂ¶ĂŸere AbgeklĂ€rtheit bewiesen.

Schwerin startete nach dem verlorenen dritten Satz wie verwandelt in den vierten Durchgang und erwischte einen regelrechten Traumstart. Schnell setzte sich der SSC mit 6:1 ab, was RzeszĂłw-Trainer CĂ©sar HernĂĄndez zu einer frĂŒhen Auszeit zwang. Vor allem Anna Artyshuk und Jet Kok punkteten immer wieder, wĂ€hrend die Gastgeberinnen in der Abwehr glĂ€nzten und zwischenzeitlich sogar auf 8:2 davonzogen. Die GĂ€ste reagierten mit einem Wechsel auf der Mittelposition, doch es waren zunĂ€chst die Schweriner Angriffsfehler, die den Vorsprung schmelzen ließen. RzeszĂłw drehte nun die Partie: Piasecka punktete ĂŒber Außen zum 10:7-Anschluss, und auch Laura Heyrman setzte Akzente, sodass es beim 10:10 wieder ausgeglichen war. Nach einer langen Aufschlagserie von Marit Jaspers erkĂ€mpfte sich Schwerin endlich den Sideout – der Satz war nun völlig offen. Mit einem Ass von Wenerska ĂŒbernahmen die GĂ€ste erstmals die FĂŒhrung, doch die Gastgeberinnen ließen nicht locker. In intensiven, hart umkĂ€mpften Ballwechseln zog Schwerin auf 18:15 davon. Starke Blocks von Stuut zwangen Polens Diagonale zu Fehlern, wĂ€hrend Jet Kok mit kraftvollen Angriffen fĂŒr Luft sorgte. Letztlich war es der Block, der den Durchgang entschied: Marije ten Brinke blockte zum Satzball und brachte Schwerin in Position. Mit 25:22 sicherte sich der SSC Palmberg Schwerin den vierten Satz, feierte einen wichtigen Siegpunkt und erzwang den Tiebreak gegen den favorisierten polnischen Meister.

Im entscheidenden Tiebreak erwischten die GĂ€ste aus Polen zunĂ€chst den besseren Start und setzten sich mit 1:3 ab. FĂŒr das junge Team aus Schwerin hieß es nun, Ruhe zu bewahren und an die BlockstĂ€rke aus dem vierten Satz anzuknĂŒpfen, mit der man den Favoriten zuvor unter Druck gesetzt hatte. Genau das gelang Britte Stuut: Ihr Block gegen Laura Heyrman brachte den Ausgleich zum 4:4. Jet Kok zeigte danach ihre Cleverness im Angriff und tippte den Ball an die Außenhand von Bannister – Punkt fĂŒnf fĂŒr Schwerin. Die Polinnen antworteten jedoch prompt: Mit druckvollen AufschlĂ€gen von Bannister erhöhten sie auf 5:7. Beim 6:8 wechselten die Teams ein letztes Mal die Seiten, und Schwerin spielte nun mit der UnterstĂŒtzung der „gelben Wand“ im RĂŒcken. Durch einen starken Aufschlag von Stuut und einen cleveren Abstauber von ten Brinke gelang den Gastgeberinnen der erneute Ausgleich. Im weiteren Verlauf ging es Punkt fĂŒr Punkt hin und her, bis Rzeszows Angreiferinnen mehrere Eigenfehler unterliefen, die Schwerin in FĂŒhrung brachten – 11:9. Doch am Ende bewahrten die erfahrenen GĂ€ste ihre Nerven. Durch zwei starke Asse von Piasecka entschieden sie den Tiebreak mit 15:12 fĂŒr sich und sicherten sich damit den Sieg. Auch wenn es kurz nach dem Abpfiff noch schwerfĂ€llt, das Ergebnis als positiv zu sehen: Der Punktgewinn gegen den Favoriten aus Polen ist fĂŒr das junge Schweriner Team ein wichtiger Erfolg und ein Signal, dass man auch auf internationalem Top-Level mithalten kann.

Starting Six

Developres Rzeszow: Jasper – Heyrman – PIERZCHAƁA – PIASECKA – WENERSKA – Kudas – Bannister

SSC Palmberg Schwerin: Reesink – Jaksetic – Kok – Grozer – Artyshuk – ten Brinke – Stuut

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