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Zweimal Silber für MV-Ruderinnen Finna Kobel und Mylène Ruf

Eingestellt von MV-Sport.de
Finna Kobel (2.v.l.) und Mylène Ruf (3.v.l.) sichern sich im Vierer ohne ihre erste internationale Medaille. (Foto: ZVG)

Beim internationalen Baltic Cup am 26. und 27. September in Aidu/Estland sicherten sich die beiden Ruderinnen Finna Sophie Kobel (Olympischer Ruder-Club Rostock von 1956) und Mylène Ruf (Schweriner Rudergesellschaft von 1874/75) im Trikot der deutschen Nationalmannschaft Silber – und das gleich doppelt. Im Vierer ohne überzeugten die 16-Jährigen gemeinsam mit den beiden Stuttgarterinnen Phyllis Kassai und Ella Mahr sowohl über die 500m (1:51:40 min) als auch über die 2.000 Meter (7:23.60 min). Damit steuerte das Quartett einen wichtigen Teil für die Nationenwertung bei. Insgesamt erruderte sich der 26-köpfige DRV-Kader 10 Medaillen.

Für Kobel und Ruf ist es gleichzeitig die erste internationale Medaille. Bereits im Juni überzeugten die Mecklenburgerinnen, als sie im reinen MV-Boot – mit ihren Trainingspartnerinnen Greta Volgmann (ORC) und Ylvi Hochleutner (SRG) – zu Silber bei den Deutschen Junioren-Meisterschaften ruderten. Mit dem Erfolg in Aidu setzten sie nun ein weiteres Ausrufezeichen. "Ein starker Auftritt, der für Teamgeist, Leidenschaft und eine vielversprechende Zukunft steht", kommentiert ORC-Juniorentrainer Dirk Guddat zufrieden.

Dass man auch als Quereinsteigerin eine erfolgreiche Ruderkarriere hinlegen kann, zeigt Sportschülerin Mylène Ruf. "Ich bin dankbar, dass ich nach eineinhalb Jahren im Rudern schon bei einem internationalen Wettkampf dabei sein darf“, sagte die ehemalige Volleyballerin kurz nach ihrer Nominierung für die Nationalmannschaft. Zwei Monate später hat sie bereits eine Silbermedaille in der Tasche. Der Weg scheint geebnet für das Schweriner Rudertalent. Teamkollegin Finna Kobel, die sich im Boot direkt hinter Ruf in die Riemen legte, ist ihrerseits schon länger auf dem Wasser aktiv. Erste nationale Wettkampfluft schnupperte die ORC-Athletin 2022 bei der Deutschen Schüler-Ergometer Challenge. Seither geht es für Kobel steil bergauf. Und mit dem Baltic Cup ist garantiert noch lange nicht das Ende der Fahnenstange erreicht.

Silber über die 500 und 2.000 Meter beim Baltic Cup in Aidu/Estland (Foto: ZVG)

10 Mal sicherten sich die deutschen Ruderer und Ruderinnen einen Podestplatz (2x Gold-, 6x Silber und 2x Bronze). Dort, wo einst Bergbaubagger arbeiteten. Doch das konnte das DRV-Team allenfalls erahnen. Der 2025 für den internationalen Wettkampfsport frei gegebene und 2,350 Meter lange Kanal samt Gelände drumherum ist heute nationales Sportdenkmal. Entsprechend beeindruckt zeigten sich die deutsche Gäste. "Wir bedanken uns beim Gastgeber, der den Mannschaften sehr gute Rahmenbedingungen geboten hat“, so Johannes Karg aus der Sportlichen Leitung.

Für die beiden deutschen Siege auf der Regattastrecke des Aidu Wasserersportzentrums sorgten Maxim Shelenin und Kilian Egger (beide RG München 1972) im Junioren-Zweier ohne. In der Nationenwertung – acht Länderauswahlen nahmen am Baltic Cup teil – triumphierte mit einigem Vorsprung das polnische Nationalteam. Neben 3x Silber und 3x Bronze kamen unsere Nachbarn auf beachtliche 10 Goldmedaillen.

Laut Johannes Karg stellte das Abschneiden des jungen DRV-Teams eine wertvolle internationale Rennerfahrung dar. Mit der Teilnahme habe die Sportliche Leitung rund um U19-Bundestrainer Paul Zander anstehenden Herausforderungen identifizieren wollen. Platzierungen hätten demnach nicht allein im Vordergrund gestanden, so Karg, schließlich sei man mit einer sehr jungen Mannschaft angereist und das habe sich das in den Ergebnissen bemerkbar gemacht. Anders als die Konkurrenz. "Fast 30 Sportlerinnen und Sportler aus den anderen Nationen sind bereits bei Junioren-Europa- oder Junioren-Weltmeisterschaften gestartet", fügt der Bundesstützpunkttrainer hinzu.

red

Jubel im Deutschen Boot (Foto: ZVG)

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