MVs Rudernachwuchs mit beeindruckender Ausbeute bei U23 Jahrgangsmeisterschaften
Die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften U23 im Rudern sind am vergangenen Wochenende mit hochklassigen und dramatischen Rennen auf dem Elfrather See in Krefeld zu Ende gegangen. Vom 25. bis 28. Juni 2026 kämpfte Deutschlands Rudernachwuchs unter extremen Bedingungen nicht nur um die nationalen Titel, sondern auch um die begehrten Tickets für die anstehende U23 Weltmeisterschaft in Duisburg.
Wittenburg und Häusler dominieren im Zweier
Zu den absoluten Überfliegerinnen des Wochenendes gehörten Tabea Wittenburg und Tia Häusler vom Olympischen Ruderclub Rostock (ORC). Im Frauen-Zweier ohne Steuerfrau (2-) ließen sie der Konkurrenz keine Chance und fuhren krönend zur Goldmedaille. Beide Athletinnen bewiesen zudem ihre Ausdauer und Teamfähigkeit in den Großbooten: Tabea Wittenburg ruderte im Achter (8-) zu einer hervorragenden Bronzemedaille. Tia Häusler verpasste im Achter (8+) mit einem starken 4. Platz nur haarscharf das Podest.
Einen phänomenalen Wettkampf lieferte Emma Sander von der Schweriner Rudergesellschaft (SRG). Im Vierer mit Steuerfrau (4+) zeigte ihr Boot ein perfektes Rennen und belohnte sich mit dem deutschen Meistertitel (Gold). Damit nicht genug: Im prestigeträchtigen Achter (8+) legte Sander nach und erkämpfte sich mit ihrer Crew die Silbermedaille. Ihr Vereinskollege Birk Lübbert (SRG) schrammte in zwei engen Finals nur knapp am Podium vorbei, zeigte aber mit Platz 4 im Zweier ohne (2-) und Platz 5 im Achter (8+), dass er zur absoluten deutschen Spitze gehört.
Schewe glänzt mit Doppel-Medaille, Patorra und Reiter auf dem Podium
Auch in den Skull-Bootsklassen und Renngemeinschaften gab es reichlich Grund zum Jubeln. Paavo Schewe (ORC) erlebte ein absolutes Traum-Wochenende. Im Doppelvierer (4x) dominierte er das Feld und holte Gold. Im Doppelzweier (2x) machte er den Medaillensatz mit einer hart erkämpften Bronzemedaille perfekt. Zudem zeigte Frederike Patorra (Ruderverein Wolgast) im Doppelzweier (2x) ein technisch sauberes und kämpferisches Rennen, das im Ziel mit Bronze belohnt wurde.
Clara Reiter (Karlsruhe), die am Bundesstützpunkt in Rostock trainiert, biss sich im Zweier ohne (2-) durch die Hitzeschlacht und sicherte sich nach einem packenden Endspurt ebenfalls die Bronzemedaille. Ihre Trainingskollegin Sara Grauer (Münster) lieferte derweil die perfekte Show im Frauen Achter (8-). In einem hervorragend eingeteilten Rennen distanzierte ihre Crew die Gegnerinnen und feierte den Meistertitel (Gold).
Mit dieser beeindruckenden Ausbeute an Gold-, Silber- und Bronzemedaillen haben die Athleten ein dickes Ausrufezeichen hinter ihre Formkurve gesetzt und blicken nun hochverdient auf die nächsten internationalen Aufgaben.
Text: René Burmeister (LRV) / red