Eine Goldmedaille, drei Silbermedaillen, eine Bronzemedaille und weitere gute Platzierungen: Die Schweriner Ruderjugend hat bei den Deutschen Junioren- und Jahrgangsmeisterschaften (U17/U19/U23) in Krefeld eindrucksvoll ihre Leistungsstärke unter Beweis gestellt. Trotz extremer Hitze überzeugten die Nachwuchssportlerinnen und Nachwuchssportler mit starken Rennen und erzielten gegen die Konkurrenz aus mehr als 160 Vereinen hervorragende Ergebnisse.
Eigentlich sollten die nationalen Titelkämpfe auf dem Baldeneysee in Essen stattfinden. Wegen der starken Ausbreitung von Laichkraut wurde die Regatta kurzfristig an den Elfrather See in Krefeld verlegt. Dort entwickelte sich das Meisterschaftswochenende bei Temperaturen von bis zu 38 Grad zu einer echten Hitzeschlacht, die den Athletinnen und Athleten einiges abverlangte.
Emma Sander verteidigte ihren Meistertitel
Für den größten Erfolg aus Schweriner Sicht sorgte erneut Emma Sander. Gemeinsam mit ihrer Renngemeinschaft aus Berlin, Potsdam und Dresden gewann sie den Frauen-Vierer mit Steuerfrau und verteidigte damit bereits zum dritten Mal in Folge ihren Deutschen Meistertitel. Im Frauen-Achter der U23 erreichte sie mit ihrer Mannschaft außerdem eine Silbermedaille.
Ebenfalls Vizemeisterinnen wurden Ylvi Hochleutner und Mylène Ruf im Juniorinnen-Vierer des Landesruderverbandes Mecklenburg-Vorpommern. Cedrik Simonn komplettierte die Silberbilanz mit einem starken zweiten Platz im B-Junioren-Einer. Bronze sicherte sich Pepe Jonuscheit im A-Junioren-Vierer mit Steuermann. Im Achter erreichte er mit seiner Mannschaft zusätzlich einen fünften Platz im A-Finale.
Mehrere Boote rudern knapp an einer Medaille vorbei
Nur hauchdünn verpassten mehrere Schweriner Crews Edelmetall. Birk Lübbert ruderte im U23-Zweier ohne Steuermann gemeinsam mit Ben Stanelle (WSV Königs Wusterhausen) auf Rang vier. Im U23-Achter kam Birk mit seiner Renngemeinschaft auf Rang fünf. Auch Max Goede erreichte mit seiner Renngemeinschaft im Vierer ohne Steuermann mit einem vierten Platz ein gutes Ergebnis.
Besonders spannend verlief das Finale des B-Junioren-Doppelvierers. Kamil Bekirov, Fynn Raben, Max Baumann, Finn Hohensee aus Stralsund und Steuerfrau Kassandra Sullivan belegten in einem hochklassigen Rennen den vierten Platz und verpassten eine Medaille nur knapp. Matti Hodea und Lion Große steuerten mit Rang fünf im B-Junioren-Vierer ohne Steuermann eine weitere starke Finalplatzierung bei.
Breite Leistungsstärke des Schweriner Nachwuchses
Auch darüber hinaus präsentierte sich der Schweriner Rudernachwuchs auf hohem Niveau. Ole Hodea und Leo Jacob belegten im A-Junioren-Doppelzweier den achten Gesamtrang und erreichten mit ihrer Renngemeinschaft im Doppelvierer das Halbfinale. Paula Schöpp verpasste als Vierte ihres Halbfinales nur knapp den Finaleinzug und belegte am Ende den zehnten Rang in der Gesamtwertung. Soniia Popovych erreichte im A-Juniorinnen-Einer das Halbfinale und einen sechsten Platz, während Fiona Motullo im B-Juniorinnen-Einer der Sprung in die nächste Runde leider nicht gelang. Ihr wurden die geänderten Wettkampfbedingungen zum Verhängnis.
Wegen der großen Hitze hatte der Deutsche Ruderverband im Vorfeld und im Verlauf der Regatta den Wettkampfmodus verändert. Hoffnungsläufe und Bahnverteilungsrennen entfielen, am Schlusstag wurden zudem sämtliche B-Finals gestrichen. Dadurch erhielt jedes Vor- und Halbfinale zusätzliches Gewicht.
Zufriedener Landestrainer
Landestrainer Thomas Schulz zeigte sich mit dem Abschneiden der Schweriner Athletinnen und Athleten sehr zufrieden: „Unsere Sportlerinnen und Sportler haben hart gekämpft und starke Leistungen gezeigt. Die Konkurrenz bei dieser Regatta war sehr groß. Dennoch haben sich alle behaupten können und trotz der hohen Temperaturen sehr gut performt.“
Text: Henning Lipski (SRG)