GSC 09 Abteilung Faustball

Das Faustballspiel z├Ąhlt zu den ├Ąltesten Sportarten der Welt. Erste Darstellungen reichen bis 1900 v. Chr. zur├╝ck. Doch ein konkretes Bildzeugnis liefert erst die Gedenkm├╝nze des r├Âmischen Kaisers Gordianus aus dem Jahr 242 n. Chr. Antonio Scaino schrieb 1555 die ersten Regeln f├╝r den italienischen Volkssport „giuoco del pallone“. Schlie├člich verfasste 1894 DR. H. Schnell in Zusammenarbeit mit G.H. Weber ein Regelwerk f├╝r das Faustballspiel, durch das es vom Gesellschaftsspiel wieder zum Wettkampf- und Parteien-spiel ver├Ąndert wurde. Seine gr├Â├čte Verbreitung fand das Spiel in Deutschland, wo es seit 1893 gespielt wird.

Seit 1895 wird in G├╝strow Faustball gespielt. Wenn auch fr├╝her das Ger├Ąteturnen im Verein f├╝hrend war, so wurde doch auch volkst├╝mlich Turnen sowie Leichtathletik betrieben und das Turnspiel gepflegt. Zun├Ąchst geschah dies im M├Ąnnerturnverein von 1861, sp├Ąter auch im SV 06, einem 1926 gegr├╝ndeten Fu├čball-Club. Nach dem 2. Weltkrieg hie├č die Heimat der Faustballer ├╝ber viele Jahre BSG Lokomotive G├╝strow bzw. ETSV. Ab 1993 spielten die Faustballer dann lange Jahre aktiv beim VfL Gr├╝n- Gold G├╝strow und beim Post SV G├╝strow. Ab dem 01.11.2000 wechselte die Abteilung Faustball des Post SV G├╝strow zum VfL Gr├╝n Gold G├╝strow e.V.

Seit Beginn der Hallensaison 2010/2011 treten die G├╝strower Faustballer nun f├╝r den neu gegr├╝ndeten G├╝strower Sportclub 09 an, der aus der Fusion von PSV 90 G├╝strow und VfL Gr├╝n-Gold G├╝strow hervorging.

Spielidee

Faustball ist ein R├╝ckschlagspiel, bei dem sich zwei Mannschaften auf zwei Halbfeldern gegen├╝berstehen, ├Ąhnlich wie beim Volleyball. Sie sind durch eine Mittellinie und ein Band (fr├╝her war auch eine Leine erlaubt) getrennt, das zwischen zwei Pfosten in ÔÇô  je nach Altersklasse ÔÇô bis zu zwei Meter H├Âhe gespannt ist. Band und Pfosten d├╝rfen weder von einem Spieler noch vom Ball ber├╝hrt werden; dies gilt als Fehler.

Jede Mannschaft besteht aus f├╝nf Spielern, die versuchen, einen Ball mit dem Arm oder mit der Faust f├╝r den Gegner unerreichbar in das andere Halbfeld zu spielen.

Ballber├╝hrung

Der Ball darf vor jeder Ber├╝hrung durch einen Spieler einmal auf dem Boden aufspringen, jedoch nur innerhalb des Spielfeldes. Pro Spielzug darf er von drei unterschiedlichen Spielern ber├╝hrt werden, muss dann aber sp├Ątestens durch den dritten Spieler ├╝ber das Band zum Gegner zur├╝ckgespielt werden.

Der Ball wird bei der Abwehr und beim Zuspiel mit der Innenseite des ausgestreckten Unterarms gespielt, beim Angriff mit der Faust geschlagen. Ber├╝hrt er die offene Handfl├Ąche oder andere K├Ârperteile als den Arm, wird es als Fehler gewertet.

Z├Ąhlweise

Gespielt wird nach Punkten und S├Ątzen. Wenn eine Mannschaft einen Fehler macht, bekommt die andere einen Punkt, auch wenn sie keinen Aufschlag hatte. Die Mannschaft, die den letzten Fehler begangen hat, macht den n├Ąchsten Aufschlag. Ein Satz endet, sobald eines der Teams elf Punkte erzielt hat und mit mindestens zwei Punkten in F├╝hrung liegt (also mindestens 11:9). Beim Stande von 10:10 wird der Satz automatisch verl├Ąngert, bis eines der Teams mit zwei Punkten in F├╝hrung geht oder zuerst den 15. Punkt erzielt (S├Ątze k├Ânnen demnach mit 15:14 enden). Die Anzahl der Gewinns├Ątze variiert je nach Spielklasse. In der 1. Bundesliga der Herren wird nach dem Prinzip Best of Nine gespielt, also auf f├╝nf Gewinns├Ątze. In der zweiten Bundesliga der Herren und in den Damen-Bundesligen wird auf drei Gewinns├Ątze gespielt (Best of Five).

Bis ins Jahr 2006 wurden in den h├Âheren Ligen S├Ątze bis 20 gespielt. Die Anzahl der Gewinns├Ątze war daf├╝r dementsprechend geringer. Vor der Einf├╝hrung der sogenannten 11er-S├Ątze war in den unteren Ligen das Spiel auf Zeit weit verbreitet, so dass zwei Halbzeiten von 15 bzw. 10 Minuten mit zwischenzeitlichem Seitenwechsel durchgef├╝hrt wurden. Da diese Spielform die Organisation von gr├Â├čeren Veranstaltungen deutlich vereinfacht, ist sie vor allem bei Turnieren nach wie vor ├╝blich.

Fehler

Als wichtigste Fehler (und damit Punkt f├╝r die gegnerische Mannschaft) werden gewertet:

  • Der Ball oder ein Spieler ber├╝hrt das Band oder die Pfosten.
  • Der Ball ber├╝hrt au├čerhalb des Spielfelds den Boden.
  • Der Ball ber├╝hrt zweimal hintereinander den Boden, ohne dass eine regelgerechte Ber├╝hrung durch einen Spieler dazwischen war.
  • Der Ball wird seitlich an den Pfosten vorbei oder unterhalb des Bandes ins gegnerische Feld gespielt. Er darf nur oberhalb des Bandes und zwischen den gedanklich nach oben verl├Ąngerten Pfosten ins gegnerische Halbfeld gespielt werden.
  • Mehr als drei Spieler einer Mannschaft ber├╝hren den Ball w├Ąhrend eines Spielzuges (sp├Ątestens der dritte Spieler muss den Ball ins gegnerische Halbfeld bef├Ârdern, diese Regel gilt ab der Altersklasse U14).
  • Ein Spieler ber├╝hrt zum zweiten Mal innerhalb eines Spielzuges den Ball. Wenn mehrere Ballber├╝hrungen stattfinden, m├╝ssen es jeweils unterschiedliche Spieler sein.
  • Der aufschlagende Spieler ber├╝hrt oder ├╝bertritt beim Aufschlag die 3-m-Linie (Aufschlaglinie).
  • Der Ball ber├╝hrt einen anderen K├Ârperteil als den Ober- oder Unterarm oder die Faust. Ebenso wenig darf der Ball mit der offenen Handfl├Ąche ber├╝hrt werden.
  • Der Ball ber├╝hrt beim ├ťberspielen zum Gegner die Hallendecke.

Feld- und Hallensaison

Faustball ist kein saisonbedingter Sport. Im Sommer (Feldsaison) spielt man es im Freien auf dem Sportplatz (Feldgr├Â├če 50 x 20 m). Im Winter (Hallensaison) wird in der Halle gespielt, wobei dann das eingezeichnete Handballfeld als Spielfl├Ąche benutzt wird (Feldgr├Â├če 40 x 20 m). In der Halle springt der Ball kontrollierter als auf Rasen, was sich auf die Spieltaktik auswirkt. Au├čerdem ist in der Halle jede Wandber├╝hrung durch den Ball ein Fehler. Die Decke darf ber├╝hrt werden, au├čer beim ├ťberspielen des Bandes ins gegnerische Feld (Fehler).

Sportst├Ątten

Noch keine Sportst├Ątten eingetragen.

Standort des Vereins

Hinweis: Wenn keine Stra├če angegeben ist, dann ist der Marker auf der Karte nicht der Standort des Vereins, sondern das Zentrum des Ortes ­čśë


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