Die Wahl-Mecklenburgerin Trixi Worrack über die goldene Straßen-Radsport-WM 2018 in Innsbruck

In Innsbruck fanden im September die Strassen-Radsport-WM statt. Am Start waren auch der gebürtige Rostocker Paul Martens und die Wahl-Mecklenburgerin Trixi Worrack. Wie es für die 37-jährige, nunmehr fünfmalige Team-Weltmeisterin lief, erzählt sie im Gespräch.

Radsport

Radsport – Symbolfoto

Interview

„Blicke nur von Jahr zu Jahr…“

Frage: Die Radsport-WM in Innsbruck sind bereits wieder Historie. Wie lautet Ihr Resümee zu Ihren Wettkämpfen?

Trixi Worrack: Für unser Team war es natürlich eine tolle WM mit dem Titel im Team-Zeitfahren, mit dem wir einige doch sehr überraschten. Der 15. Platz am 25. September im Einzelzeitfahren, zwei Tage nach dem WM-Erfolg mit dem Team, war auch in Ordnung. Ich hatte mich einfach noch nicht vollständig von der Team-Konkurrenz erholt.

Frage: Wie war ansonsten das ganze „Drumherum“?

Trixi Worrack: Die Organisation der Welttitelkämpfe war hervorragend. Ich war  nun schon bei vielen Weltmeisterschaften, da kann ich gute Vergleiche ziehen. Auch die Stimmung an der Strecke begeisterte.

Frage: Wie sieht Ihre sportliche Planung für 2019 aus? Was steht 2018 noch an?

Trixi Worrack: Im Jahr 2018 stehen erst einmal keine Wettkämpfe mehr an. Mitte Oktober steht ein Treffen in den USA für einige Tage mit dem neuen Team geben. Ansonsten steht im Januar 2019 ein Trainingslager auf der „To-do-Liste“, um gut in das Frühjahr zu starten. Einen Renn-Plan für 2019 habe ich indes noch nicht.

Frage: Sind die Olympischen Spiele in Tokyo auch noch einmal das große Ziel? Sie waren ja schon bei den letzten vier Auflagen dabei. Wissen Sie schon, wie der Streckenverlauf 2020 sein wird?

Trixi Worrack: Im Moment blicke ich nur von Jahr zu Jahr. 2020 ist noch zu weit weg.

Letzte Frage: Wie sieht Ihr Leben neben dem Rad aus?

Trixi Worrack: Ich bin sehr gern zu Hause und treffe Freunde – vor allem jetzt, wo die Saison vorbei ist. Da ich das ganze Jahr so viel unterwegs bin, bleibt das oft „auf der Strecke“.

Vielen Dank und weiterhin maximale Erfolge!


 

Die Straßen-Radsport-WM 2018 in Innsbruck in Fakten

Mit den Weltmeisterschaften im Straßen-Radsport vom 22. bis 30. September 2018 in Innsbruck können die deutschen Teilnehmerinnen, Teilnehmer und Teams durchaus zufrieden sein. Der Höhepunkt war dabei der Weltmeister-Titel für das deutsche Team „Canyon-SRAM“ im Frauen-Mannschaftszeitfahren. Neben den beiden deutschen Fahrerinnen Trixi Worrack und Lisa Klein gehörten dem auch die Weißrussin Alena Amialiusik, die britischen Schwestern Alice und Hannah Barnes sowie die Italienerin Elena Cecchini an.

WM-Gold auch für Maximilian Schachmann

WM-Gold gab es auch für den Berliner Maximilian Schachmann im Herren-Mannschaftszeitfahren. Dieser gewann seine Goldene mit dem belgischen Team „Quick-Step Floors“ – zusammen mit dem Dänen Kasper Asgreen, den Belgiern Laurens De Plus und Yves Lampaert, dem Luxemburger Bob Jungels und dem Niederländer Niki Terpstra.

Das deutsche Team „Team Sunweb“ wurde im Mannschaftszeitfahren der Herren Zweiter – mit drei Niederländern und je einem Amerikaner, Dänen und Australier. Bei den Damen kamen die Titelverteidigerinnen von „Sunweb“ im Mannschaftszeitfahren auf Rang. Zusammen mit zwei Niederländerinnen, einer Kanadierin, einer Dänin und einer Amerikanerin radelte im Team auch Liane Lippert aus Friedrichshafen.

Einzel-Silber für Marius Mayrhofer

In den Einzel-Entscheidungen waren die deutschen Starterinnen und Starter nicht ganz so erfolgreich. Hier konnte der Rheinland-Pfälzer Marius Mayrhofer bei den Junioren WM-Silber erkämpfen.

In den 12 Entscheidungen in den Bereichen Elite, Junioren und U 23 sicherten sich insgesamt 17 Länder Medaillen, wobei die Niederlande und Belgien am erfolgreichsten waren. Die WM-Titel in den Einzeln im Elite-Bereich, die auch im olympischen Programm sind, gingen an Anne van der Breggen (Niederlande, Frauen-Straßen-Einzel), Annemiek van Vleuten (Niederlande, Frauen-Zeitfahren), Alejandro Valverde (Spanien, Herren-Straßen-Einzel) und Rohan Dennis (Australien, Herren-Zeitfahren). Mit zweimal Gold (Straßen-Einzel, Zeitfahren) war der Junior-Radsportler Remco Evenepoel aus Belgien der erfolgreichste WM-Teilnehmer 2018.

 

Von Innsbruck nach Schwerin und in die Lewitz

Das vierte Schweriner-Seen-Jedermann-Radrennen im Rückspiegel

Am 23. September, dem Tag, als die Wahl-Mecklenburgerin Trixi Worrack mit ihrer Mannschaft „Canyon SRAM Racing“ das Team-Zeitfahren in Innsbruck gewann, fand auch das vierte Schweriner-Seen-Jedermann-Radrennen durch die Lewitz statt. Über 500 Radsportler waren bei der vierten Auflage dieser Radsport-Veranstaltung aktiv.

Über die Hauptstrecke, die 91 Kilometer, siegte Dennis Kruse. Björn Behm triumphierte hingegen auf der 55 Kilometer-Fitness-Runde und den ersten Platz im 55 Kilometer E-Bike-Rennen ließ sich Thomas Rehwald nicht nehmen. Die Teamwertungen gingen an „Dennis Kruse/Sportorthopädie Hofmann“ (91 Kilometer),  „Björn Behm/Leeze Biehler Cycling Team“ (55 Kilometer Team-Ranking) und „Jan Domeier/Stormarner Werkstätten Bad Oldesloe“ (55 Kilometer Firmen-Ranking).

 

M. Michels