Jörg Dombdera, Geschäftsführer des Handballverbandes M-V, im Gespräch

Impression vom „Wismar-Junior-Cup“ 2017. Foto: M.M.

Die Spielzeit 2017/18 ging am 12. Mai nun auch für die Handballer in der Ostsee-Spree-Liga zu Ende. Für die vier MV-Vertreter gab es am letzten Spieltag drei Siege und ein Remis. Die SG Uni Greifswald/Loitz gewann beim VfV Spandau mit 29:26. Der Stralsunder HV war mit 28:25 bei der SG OSF Berlin erfolgreich. Der HSV Insel Usedom erreichte zu Hause gegen den Ludwigsfelder HC ein 28:28. Und der Bad Doberander SV von 1990 brachte zu Hause dem bisherigen ungeschlagenen Liga-Primus in der Ostsee-Spree-Liga der Herren 2017/18, den Reinickendorfer Füchsen II, mit 34:33 die einzige Saison-Niederlage bei.

Stralsund wurde hinter den Füchsen II Zweiter. Usedom belegte Rang vier, Greifswald/Loitz Rang neun und Bad Doberan Rang zehn.

Interview

Jörg Dombdera, Geschäftsführer des Handballverbandes M-V, über die abgeschlossene Spielzeit, den Wismar-Junior-Cup, die kommenden Warnemünder Beachhandballtage und die aktiven Spielerinnen bzw. Spieler in M-V

„Erfreuliche Ergebnisse für die Teams aus M-V…“

Frage: Herr Dombdera, die Saison 2017/18 in der Oberliga Ostsee-Spree ist nun auch im Herren-Handball „abgehakt“. Wie lautet Ihr Resümee für die vier MV-Mannschaften? Wie beurteilen Sie deren Entwicklung?

Jörg Dombdera: Erfreulich ist, dass  mit Stralsund und Usedom zwei Teams aus unserem Bundesland in der Spitze der Oberliga-Ostsee-Spree angesiedelt sind und Stralsund das Ziel „Aufstieg in Liga drei“ nicht aus den Augen verloren hat. Die Leistung des Doberaner SV nötigt mir Jahr für Jahr Respekt ab und wurde erneut mit dem Klassenerhalt belohnt. Der Landesmeister der Vor-Saison, Greifswald/Loitz, konnte erfreulicherweise die Klasse halten, was für einen Aufsteiger nicht selbstverständlich ist. Mit SV Fortuna 50 Neubrandenburg werden wir in der neuen Saison, 2018/19, mit einen fünften Verein aus unserem Bundesland in der 4. Liga vertreten. Da es erfreulicherweise keine Absteiger aus der dritten Liga in die Oberliga Ostsee-Spree geben wird und mit den Füchsen II eine starke Mannschaft die Liga als Aufsteiger verlässt, ist anzunehmen, dass das Leistungsfeld noch enger zusammenrücken wird.

An dieser Stelle finde ich es wichtig darauf hinzuweisen, dass die TSG Wismar bei den Frauen wieder in die dritte Liga aufsteigen konnte, der SV Grün Weiß Schwerin (Frauen) und der HC Empor Rostock (Männer) die Drittliga-Zugehörigkeit knapp sicherten und mit den Mecklenburger Stieren ein Spitzen-Team der dritten Liga heranwächst.

Frage: Wie geht es handballsportlich weiter? Die Beach-Handball-Saison steht ja nun im Fokus… Welche wichtigen Turniere gibt es da in M-V?

Jörg Dombdera: Am 07./8. Juli finden in Rostock-Warnemünde die 24. Rostocker Beachhandballtage statt. Für diese Veranstaltung zeichnet seit vielen Jahren der Bezirkshandballverband Rostock-Nord verantwortlich.

Frage: Auch für den Nachwuchs sind noch keine handballsportlichen Ferien angesagt… Demnächst steht ja der „Wismar-Junior-Cup“ in Wismar und Dorf Mecklenburg auf dem Programm. Welche Bedeutung und welchen Stellenwert hat dieser Cup? Wie viele Teams sind 2018 dabei?

Jörg Dombdera: Bei diesem Turnier handelt es sich um die Bestenermittlung der neuen Bundesländer und Berlin in der weiblichen Jugend D, an der die Meister und Vizemeister der Verbände teilnahmeberechtigt sind, also 12 Teams. In diesem Jahr findet vom 9. bis 10. Juni die 20. Auflage statt.

Letzte Frage: MV ist ja ein Handball-Land… Wie viele Handball-Vereine und wie viele aktive Spielerinnen bzw. Spieler gibt es derzeit in M-V?

Jörg Dombdera: Aktuell gibt es 60 Mitgliedsvereine und rund 7.000 aktive Spielerinnen und Spieler.

Vielen Dank und weiterhin bestes Engagement für den Handballsport!

M.Michels