Global Disability Summit: DOSB gibt Versprechen ab

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) setzt sich mit einem sogenannten Pledge fĂŒr die nationale und internationale Förderung von Teilhabe und Inklusion im und durch Sport ein. Das Versprechen reichte der DOSB im Rahmen des Global Disability Summit (2./3. April in Berlin) ein. Das alle drei Jahre stattfindende internationale Gipfeltreffen dient dazu, die Umsetzung der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen⁠ weltweit voranzubringen. Ausrichter sind in diesem Jahr die deutsche Bundesregierung unter FederfĂŒhrung des Bundesministeriums fĂŒr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gemeinsam mit den Co-Gastgebern Jordanien und der International Disability Alliance.

DOSB-VorstĂ€ndin Michaela Röhrbein: „Mit diesem Versprechen zeigen wir deutlich, wie ernst wir unser Engagement und unsere Verantwortung nehmen. Sport bietet durch seine niedrigschwelligen ZugĂ€nge ein hervorragendes und vielseitiges Mittel zur Förderung von Inklusion. Doch als Gesellschaft sind wir leider noch weit davon entfernt, eine gleichberechtigte Teilhabe fĂŒr alle zu gewĂ€hrleisten. Auch im Sport gibt es noch viel zu tun, und wir möchten aktiv dazu beitragen, dass sich das Ă€ndert.“

Das Versprechen besteht aus fĂŒnf Kernanliegen: Dass sich der DOSB in der Politik fĂŒr inklusionsfördernde Maßnahmen stark macht; dass er die Schaffung verbesserter und barrierefreier ZugĂ€nge zum Sport fĂŒr Menschen mit Behinderungen vorantreibt; dass er gezielte Qualifizierungen fĂŒr Personal zur DurchfĂŒhrung inklusiver Sportangebote und -events anbietet; dass er Wissen und Best Practices weiterverbreitet; und dass er inklusive Sportangebote in der internationalen Sportförderung unterstĂŒtzt.

Deutschland hat bei der gleichberechtigten Teilhabe von Menschen mit Behinderungen immer noch Nachholbedarf. Laut dem dritten Teilhabebericht der Bundesregierung (2021) gab mehr als jeder zweite Mensch mit Behinderung an, keinen Sport zu treiben. Diese Ergebnisse sind sowohl aus gesundheits- als auch aus gesellschaftspolitischer Sicht besorgniserregend. Der Deutsche Behindertensportverband zÀhlt aktuell mehr als 500.000 Mitgliedschaften. In Deutschland leben jedoch allein rund acht Millionen Menschen mit Schwerbehinderung.

Der DOSB treibt Sport als Mittel zur Inklusionsförderung in seinem eigenen ZustÀndigkeitsbereich national und international voran und ermutigt seine 102 Mitgliedsorganisationen sowie die 86.000 Sportvereine in Deutschland, dies ebenfalls zu tun. Mit seiner breiten Verankerung in der Gesellschaft kann der organisierte Sport einen wertvollen Beitrag zur gleichberechtigten Teilhabe aller Menschen leisten und als Wegbereiter im Bereich der Inklusion dienen.

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