Wasserski Symbolfoto

Symbolfoto

Das Wasserski-Ass Bojan Schipner aus M-V über die kommenden „World Games“ in Wroclaw

Die zehnten „World Games“, die Weltspiele in den nicht-olympischen Sportarten, rücken immer näher. Zwischen dem 20.Juli und 30.Juli sind dann auch die Wasserski-Sportlerinnen und -Sportler in Wroclaw gefordert.

Seit den ersten „World Games“ 1981 in Santa Clara steht der Wasserskisport im Programm dieser Weltspiele in den nichtolympischen Sportarten. Aus deutscher Sicht gab es bislang einmal Gold, viermal Silber, zweimal Bronze, wobei Terry Gregory 2001 in Akita für die einzig „Goldene“ sorgte. Bei den vorerst letzten „World Games“ 2013 in Cali waren in den acht Entscheidungen im Wasserski/Wakeboarding die USA mit dreimal Gold, zweimal Silber die erfolgreichste Nation.

Für die „World Games“ 2017 in Wroclaw sind für Schwarz-Rot-Gold die beiden Wasserski-Sportlerinnen Giannina Bonnemann bzw. Geena Krueger (WSC Mastholte) und der Wasserskisportler Bojan Schipner (WWC Reitbahnsee Neubrandenburg) nominiert.

Für den gebürtigen Neustrelitzer Bojan Schipner, Jahrgang 1989, sind es nach Kaohsiung 2009 die zweiten „World Games“.

Welche Erwartungen hat Bojan Schipner nun an Wroclaw?!

MV-SPORT fragte nach

Bojan Schipner über die kommenden „World Games“ in Wroclaw und weitere berufliche und persönliche Perspektiven bzw. Ziele

„Mein Leben ist mit und ohne Wasserskier sehr intensiv…“

Frage: Bojan, Sie starten bei den „World Games“ 2017 in Wroclaw. Welche Ambitionen hegen Sie? Was erhoffen Sie sich von Wroclaw – nicht nur sportlich?

Bojan Schipner: Ich bin immer froh, auch einmal andere Sportarten kennen zu lernen oder mit anderen Sportlern in Kontakt zu kommen. Deswegen sind die „World Games“ für mich immer eine gute Abwechslung. Dazu kommt noch, dass ich natürlich ganz nach oben auf das Treppchen möchte. Das ist ganz klar.

Frage: Wie verliefen die Vorbereitungswettkämpfe auf die „World Games“? Gab es ein intensiveres Training?

Bojan Schipner: Eine gute Vorbereitung ist ganz wichtig. Neben den diesjährigen Wettkämpfen bereite ich mich schon seit langer Zeit auf dieses Event vor. Alles muss an diesem Tag stimmen. Wir haben auch in Deutschland alle Vorkehrungen getroffen, das bestmögliche Training zu bekommen. Unter anderem haben wir auch das entsprechende Boot, welches bei den Wettkämpfen fahren wird, erhalten, um uns schon einmal auf die Lage und den Unterschied einstellen zu können.

Frage: In welchen Disziplinen werden Sie starten? Wann genau müssen Sie in Wroclaw aktiv werden?

Bojan Schipner: Ich trete in meiner Disziplin Springen an. Dazu werde ich am Sonntag, 23.Juli, anreisen, da wir ein kurzes Training am Montag, 24.Juli, haben werden, um uns auf die Strecke einzustellen. Am Mittwoch, 26.Juli, wird dann bei den Vorläufen „Vollgas gegeben“ und ganz besonders am Donnerstag, 27.Juli. Dann ist nämlich Final-Tag!

Frage: Für Deutschland sind ja auch Giannina Bonnemann und Geena Krueger dabei… Kennen Sie sich? Wie beurteilen Sie die Chancen der beiden Mädels?

Bojan Schipner: Ich kenne beide Sportlerinnen. Derzeit trainiere ich sehr eng zusammen mit Giannina. Sie hatte eine kleine Verletzung, die sie sich Anfang des Jahres zugezogen hatte und die ich im Moment behandle, um ihr die bestmöglichen Trainingsmethoden bzw. -möglichkeiten zu geben, damit sie zu 100 Prozent fit antreten kann.

Wenn alles gut läuft, dann werden wir auch Giannina auf dem Treppchen sehen. Mit Geena habe ich leider nur E-Mail-Verkehr, weil sie gegenwärtig in der Schweiz lebt und trainiert. Ich denke aber, dass sie sich genauso intensiv wie wir auf die „World Games“ vorbereitet und bin daher überzeugt, dass sie auch sehr gute Chancen in Wroclaw haben wird.

Letzte Frage: Wie sieht Ihr Leben ohne Wasserskier aus?

Bojan Schipner: Mein Leben ohne Wasserskier ist sehr intensiv. Meine Frau ist schwanger und wir erwarten unseren Sohn Anfang September. Das ist natürlich sehr spannend, aber ansonsten ist natürlich mein eigener Trainingsaufwand sehr hoch.

Neben dem Training auf dem Wasser verbringe ich im Kraftraum viele Stunden – zudem auf dem Rennrad und mit der Theorie. Dazu kommt, dass ich gerade anfange, mein eigenes Unternehmen für funktionelles Fitness-/Krafttraining aufzubauen, um damit auch den Sportlerinnen und Sportlern „die Augen zu öffnen“, dass das altmodische „Gewichte stemmen“ die sportlichen Leistungen nicht nach vorne bringt.

Vielen Dank, dann maximale Erfolge für Giannina bzw. Geena und Sie bei den „World Games“ 2017 und alles erdenklich Gute weiterhin!

Marko Michels