In vielerlei Hinsicht war die 17. Auflage der hella marathon nacht rostock eine „schnelle“ Veranstaltung. Dies zeichnete sich bereits in den ersten Tagen der Anmeldung ab: Keine zehn Tage nach der 16. hella marathon nacht im vergangenen Jahr hatten sich bereits über 100 Teilnehmer für die 2019er-Veranstaltung angemeldet. „Das hat uns in der Tat überrascht, spricht aber für die Veranstaltung“, sagt Karsten Schölermann vom Veranstalter BMS – die Laufgesellschaft. Solche Zahlen konnten bislang erst zum Jahresende, wenn die erste Rabattstufe der Anmeldepyramide „zündete“, vermeldet werden.

Start der 17. hella marathon nacht rostock. Foto: BMS/ Olaf Jenjahn

Es war nicht der einzige Rekord der Rostocker Laufveranstaltung. Schnell wurde die 1000er-Schallmauer durchbrochen – am Ende stand die magische Zahl von 2269 Anmeldungen. Gerade auf den letzten Metern, also am Freitag und Samstag vor der hella marathon nacht rostock hatten die Helfer im Rostocker Rathaus alle Hände voll mit Nachmeldungen zu tun. „Das lag sicherlich auch an der stabilen Wettervorhersage für unsere Marathon-Nacht“, mutmaßte Schölermann, der sich am Ende über insgesamt 1948 Finisher freuen konnte. Die Zahl 2000 sollte dann im kommenden Jahr anvisiert werden.

An den Teilnehmerzahlen orientierten sich dann auch die Läuferinnen und Läufer mit ihren Leistungen. Auch wenn die Streckenrekorde nicht gebrochen wurden, landeten die Siegerinnen und Sieger des Marathons bzw. Halbmarathons in den vorderen Reihen der Annalen der Rostocker Lauf-Nacht. Der Sieger des Marathonlaufs, Raoul Jankwoski aus Hannover schaffte das Kunststück, vor der schnellsten Marathonstaffel im Ziel zu sein. Seine 2:32:04 Stunden bedeuteten Platz drei in der ewigen Bestenliste der Rostocker Marathon Nacht. Hatten Karsten Schölermann und seine BMS-Laufspezis den Namen Jankowski nicht auf dem Zettel, wusste der Hannoveraner genau was er tat: „Ich habe gut trainiert, die Zeit überrascht mich gar nicht“, meinte Jankowski trocken im Ziel. In Valencia soll im Herbst diesen Jahres noch etwas mehr drin sein…

Doch auch die Siegerin des Marathonlaufs der Frauen, Anja Fritsche aus Uster (3:14:41 Stunden) und die Gewinnerin des Halbmarathons, Angela Moesch von der SG Deiringsen aus der Schweiz (1:25:22 Stunden), legten gute Zeiten hin und finden sich künftig – zumindest für ein Jahr auf der vierten Position der Bestenliste wieder. Da fällt Lokalmatador Erik Schoob vom 1.LAV Rostock mit seiner Zeit von 1:13:22 Stunden etwas aus dem Rahmen. Der junge Mann aus dem Jahrgang 1999 kommt mit seiner Siegerzeit nur auf Platz sieben der „Charts“. Eine Wiederholung scheint ausgeschlossen, denn der Rostocker, der eher auf der 5000- bzw. 10000-Meter-Distanz zu Hause ist, sieht seinen Ausflug auf den halben Marathon als „Ausrutscher“ an, „das passiert so schnell nicht wieder“!

Kinderlauf während der 17. hella marathon nacht rostock. Foto: BMS/ Olaf Jenjahn

Etwas ganz besonderes legten Carsten Tautorat und Markus Riemer mit ihrer Zweier-Staffel, Team City-Sport Rostock, hin. „Ich hatte nicht das Gefühl, dass Markus einen halben Marathon laufen wollte. Hinzu kam, ich konnte keinen ganzen Marathon absolvieren “, lautete die etwas launige Antwort vom zweimaligen Rostock-Sieger Tautorat auf die Frage, warum dieses „eigentümliche“ Duo zum Staffelwettbewerb der hella marathon nacht rostock antrat. Dennoch haben sich die beiden gesucht und gefunden, gewannen ihr Rennen und rätseln wohl immer noch, warum Einzelsieger Raoul Jankwoski trotzdem vor ihnen im Ziel war.

Und dann war da noch die Wette: Rostocks Sozialsenator Steffen Bockhahn hatte sich im vergangenen Jahr von Moderator Arne Welenz zu einer Teilnahme am diesjährigen Marathonlauf überreden lassen. Bockhahn hielt sein Wort, nahm aber einige Geldgeber ins Boot. Die Spenden sollen dem 1. LAV Rostock und dem TC Fiko Rostock zu Gute kommen. Am Ende erlief Bockhahn so 2000 Euro für die beiden Vereine. Vier Stunden setzte sich der Senator zum Ziel, nach 3:59.54 Stunden überquerte er den Zielstrich. Punktlandung.

Quelle: BMS Sportveranstaltungs GbR