Die ROSTOCK SEAWOLVES haben den ersten Sieg in den Playoffs 2021 der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA eingefahren. Am Karls-Spieltag setzten sie sich mit 78:66 (36:32) in eigener Halle gegen die Artland Dragons durch. Beim Start-Ziel-Sieg punkteten drei SEAWOLVES-Spieler zweistellig. Trevor Lacey kam als Rostocker Topscorer auf 18 Zähler. Bei den Gästen markierte Gerel Simmons 25 Punkte.

ROSTOCK SEAWOLVES gegen Artland Dragons 78:66 (36:32)

Rostock Seawolves LogoMit hoher Intensität und viel Energie kamen die SEAWOLVES aus der Kabine und zeigten nach der 81:85-Niederlage gegen Jena zum Playoff-Auftakt die erwartete Reaktion. Im ersten Viertel ging der Ball nach Pick-and-Roll-Spielzügen immer wieder in die Zone. Dort empfing Center Keith Wright das Leder für Korbleger oder krachende Dunks. Allein zehn Zähler gingen im ersten Durchgang auf das Konto des US-Amerikaners. Die Gäste aus Quakenbrück wurden von den Wölfen buchstäblich überrannt und fanden keinen Zugriffs aufs Spiel. Der 19-jährige Aufbauspieler Zach Ensminger leistete sich in den ersten zehn Minuten drei Ballverluste durch Schrittfehler – ein Indiz für die aggressive Verteidigung der Hausherren. Nach erfolgreichen Dreipunktewürfen von Jarelle Reischel und Chris Carter zogen die SEAWOLVES auf 16:7 (7. Min) davon. Behnam Yakhchali stellte mit einem Korbleger die erste zweistellige Führung des Abends her (20:10, 10. Min).

Im zweiten Abschnitt fanden die Artland Dragons besser ins Spiel und konnten durch Freiwürfe und die Scoring-Qualitäten des US-Amerikaners Gerel Simmons den Rückstand verkürzen. Die SEAWOLVES blieben zwar in Führung, doch zur Pause trennten beide Teams nur vier Punkte (36:32).

Mit neuer Energie kamen die Wölfe in der zweiten Hälfte aus der Kabine und erarbeiteten sich nach einem Dreier von Sid-Marlon Theis erneut eine zweistellige Führung (45:35, 13. Min). Es folgten weitere Distanztreffer von Brad Loesing und Trevor Lacey. Nach einem Hakenwurf von Ronalds Zakis lagen die Rostocker mit 61:50 (30. Min) vorn.

Im Schlussviertel versenkte Zakis einen Dreipunktewurf zum 66:54 (32. Min). Die komfortable Führung schmolz jedoch blitzartig, nachdem Gäste-Flügel Gerel Simmons einen Dreier plus Foul verwandelte und einen 8:0-Lauf seines Teams initiierte. Plötzlich lagen die Rostocker nur noch mit vier Punkten vorn (68:64, 37. Min).

Konzentriert und treffsicher zeigten sich die Wölfe dann in der Schlussphase: Auf einen Dreier von Lacey folgte ein Dreier plus Foul von Yakhchali. Auf der Gegenseite lief die 24-sekündige Angriffsuhr der Dragons ab; die Defensive der Wölfe hatte Erfolg. Ein krachender beidhändiger Dunk von Theis wie auch ein Dreier mit Brett aus gut neun Metern mit abgelaufener Wurfuhr krönten den hart erkämpften 78:66-Playoff-Heimsieg der ROSTOCK SEAWOLVES.

Head Coach Dirk Bauermann nach dem Spiel: “Ich glaube, man hat der Mannschaft den Druck angesehen, das Spiel zu gewinnen. Sie hat ein bisschen verkrampft gespielt und offensiv nicht mit der Lockerheit und Sicherheit wie sonst geworfen. Aber so sind die Situationen und dann muss man über eine gute Verteidigung das Spiel kontrollieren. Das ist uns heute gelungen. Insofern ist es sehr wichtig, diesen ersten Sieg eingefahren zu haben.”

Am nächsten Freitag um 19:30 Uhr sind die SEAWOLVES auswärts bei den Bayer Giants Leverkusen gefordert. Die Farbenstädter konnten bisher beide Playoff-Spiele gewinnen. Am Dienstag setzten sie sich mit 99:84 gegen Science City Jena durch. Das Spiel am Freitag wird wie immer kostenlos im Livestream auf sportdeutschland.tv übertragen.

Viertelstände (HRO-ART): 20:10, 16:22, 25:20, 17:14

Punkteverteilung

Rostock: Buchholz (nicht eingesetzt), Carter (6), Gloger (2), Jost (4), Lacey (18), Loesing (10), Nelson (0), Reischel (3), Theis (9), Wright (11), Yakhchali (8), Zakis (7).

Artland: Breitlauch (0), Ensminger (18), Griffin (4), Knauf (13), Lavrinovicius (0), Möller (0), Oehle (4), Okpara (2), Simmons (25).

 

Playoff-Stand nach dem 2. Spieltagen

Bayer Giants Leverkusen gegen Science City Jena 99:84
ROSTOCK SEAWOLVES gegen Artland Dragons 78:66

Tabelle

1. Leverkusen (2 Siege, 0 Niederlagen, 4 Punkte)
2. Jena (1-1, 2)
3. Rostock (1-1, 2)
4. Quakenbrück (0-2, 0)