Wieder einmal kamen die Stiere in einem dramatischen Kampfspiel zu einem glücklichen Sieg.

Stiere Torwart Jan Kominek; Foto: P. Bohne

Schwerin(WG): Schwerin kann zu Hause wohl kein normales Handballspiel mehr vortragen. Wie schon gegen Rostock ging es drunter und drüber. Die 1.467 Zuschauer durchlebten ein Wechselbad der Gefühle.

Schwerin ging 2:0 in Führung und konnte sich auf 6:2 absetzen. Nur Sicherheit kam dadurch nicht auf. Im Gegenteil, beim 6:6 waren die Gäste wieder dran (10. Min). Im Angriff wurden wieder zu viele unnötige Fehler gemacht. Nur Torhüter Jan Kominek hielt nach mäßigem Beginn mit tollen Paraden die Stiere im Rennen. Es fehlt ein Regisseur, der die Fäden im Angriff zieht. Schliesslich wurden beim Stand von 17 :17 die Seiten gewechselt.

Die Stiere verschliefen den Beginn der 2. Halbzeit und lagen plötzlich 19:23 zurück (38. Min.). Jetzt zog auf beiden Seiten Hektik auf, die die Schiedsrichter noch mit merkwürdigen Entscheidungen gegen Schwerin anfeuerten. Zum Glück erwachte wieder der Kampfwillen der Stiere und sie kämpften sich auf 28:28 (46. Min.) heran. Die Schlussphase glich dannach mehr einem Ringkampf, als einem Handballspiel. Schwerin behielt die Nerven und konnte mit 34:33 wieder einen 1-Tore-Sieg feiern.

Schwerin spielte mit: Kominek (21 Paraden), Heinemann (zu 1 7-Meter); M.M. Pedersen (9/2), Grämke (1), Prothmann, Weßeling (3), Barten (2), Evangelidis (2), Zufelde (5), Aust (2), M.J. Pedersen (4), Passias (5), Pärt (1), Leu
Zuschauer: 1.467

Mark Mathias Pedersen (3); Foto: P. Bohne

Trainerstimmen:

Volker Mudrow, MTV Braunschweig: Wir haben das Spiel gemacht und unglücklich verloren, weil wir die entscheidenden Chancen nicht genutzt haben.

Stefan Riediger, Mecklenburger Stiere Schwerin: Wir haben mit viel Glück gewonnen und nicht das gezeigt, was wir uns vorgenommen haben.