Die Volleyballerin Lia Tabea Mertens über die volleyballsportliche Saison 2017/18

Mecklenburger Volleyball-Ass in Wiesbadener Diensten – Lia Tabea Mertens. Foto: M.M.

Die Frauen war auch 2017 wieder ballsportlich gefordert. Gerade setzten sich die Niederlande beim World League-Finale im Feldhockey in Neuseeland vor den Gastgeberinnen, Südkorea und England durch, nachdem die „Meisjes“ schon bei den EM in Amstelveen gewannen.

Europameisterlich ging es zudem im Basketball in Tschechien, bei den Volleyball-EM in Aserbaidschan bzw. in Georgien, bei den Fußball-EM in den Niederlanden bei den Frauen zu. Die Basketball-EM war eine Angelegenheit für die Spanierinnen, bei den Volleyball-EM triumphierten die Serbinnen und bei den Fußball-EM jubelten, wie beim Feldhockey, die Niederländerinnen.

Die Mannschafts-Goldmedaillen bei den europäischen Titelkämpfen im Tischtennis 2017 in Luxemburg erkämpften bei den Frauen Rumänien.

Wichtige WM in den Mannschaftssportarten standen für die sportiven Frauen auch auf der Agenda, so im Wasserball in Budapest mit den Siegerinnen aus den USA, im Rugby mit dem ersten Rang der Neuseeländerinnen und im Eishockey in den USA mit dem Erfolg der amerikanischen Gastgeberinnen. Im Dezember gibt es noch die 23.WM im Frauen-Hallen-Handball in Deutschland.

Im Wasserball gab es ebenfalls einen Weltcup für Frauen 2017 (Erster Platz: USA) und einen World Grand Prix für Frauen im Volleyball (Sieger: Brasilien). Den Fed Cup im Tennis holten die USA (Der Davis Cup im Tennis der Herren ging Ende November übrigens an Frankreich.).

Eine sportive Power-Frau aus Mecklenburg war und ist 2017 ebenfalls am Ball, genauer gesagt, am Volleyball – Lia Tabea Mertens, Jahrgang 1994, gebürtige Parchimerin, die bislang unter anderem für den 1.VC Stralsund, den Schweriner SC, de 1.VC Parchim agierte und nun für den VC Wiesbaden spielt.

Wie beurteilt Lia nun das sportive Geschehen im Frauen-Ballsport 2017? Wie lief es für sie?

MV-SPORT fragte nach

Lia über die bisherige Saison in der ersten Bundesliga im Frauen-Volleyball 2017/18 bzw. den DVV-Pokal, die bisherige Erfolgsserie des Schweriner SC, das Volleybal-Geschehen allgemein, ihre sportlichen Ziele und die kommende Frauen-Handball-WM

„Werden alles tun, um den Traum wahr werden zu lassen…“

Frage: Lia, das Sportjahr geht allmählich zu Ende. Der VC Wiesbaden, für den Du aktiv bist, ist derzeit Sechster in der ersten Bundesliga 2017/18. Wie bewertest Du die bisherige Volleyball-Saison aus Deiner Sicht?

Lia Tabea Mertens: Wir sind mit einem 3:0 Sieg erfolgreich in die Saison gestartet. Mittlerweile haben wir in der Liga vier Siege auf unserem Konto. Leider ließen wir in Erfurt einen Punkt liegen. Gegen Dresden und Münster konnten wir die Spiele nicht auf unserem höchsten Level zu Ende spielen, aber fanden danach wieder zu unserer Stärke zurück. Auch im Pokal haben wir es ins Halbfinale geschafft, freuen uns jetzt – ein Spiel vor dem Finale in Mannheim – auf die Partie in Stuttgart und werden alles geben.

Frage: Der SSC scheint ja zurzeit übermächtig zu sein. Sind Meisterschaft und DVV-Pokal 2017/18 bereits „gelaufen“?

Lia Tabea Mertens: Die Hinrunde ist noch nicht vorbei. Schwerin hat bisher alle Spiele gewonnen, aber auch noch nicht gegen vier der ersten sechs Teams der Liga gespielt. Da kann es natürlich noch zu ersten Punktverlusten kommen. Im Pokal ist alles möglich, da hängt es einzig und allein von der Tagesform ab und man hat  nur diese eine Chance. Es wird sich zeigen, ob sich im zweiten Halbfinale Dresden oder Schwerin durchsetzen werden.

Frage: Welche Ziele hast Du für Dich und mit dem VC Wiesbaden 2017/18?

Lia Tabea Mertens: Wir wollen ein gute Platzierung für die Playoffs erreichen und danach ist alles drin. Wir sind jedenfalls bestrebt, das Bestmögliche zu erreichen. Ebenso wie im Pokal. Da wir jetzt im Halbfinale stehen, ist der Traum von Mannheim zum Greifen nah und wir werden alles tun, um diesen Traum wahr werden zu lassen.

Frage: Wie bewertest Du ansonsten das Volley-Geschehen bei den Frauen international?

Lia Tabes Mertens: Die Frauen haben es bei der EM nach dem knappen Sieg gegen Bulgarien bis ins Viertelfinale geschafft. Dort war leider gegen die Aserbaidschanerinnen Schluss. Dennoch denke ich, ist es für dieses neuformierte, junge Team eine sehr gute Leistung gewesen.

Letzte Frage: Im Dezember wird noch die Hallen-Handball-WM der Frauen in Deutschland ausgetragen. Wirst Du diese WM auch verfolgen? Wenn ja, wie schätzt Du die WM-Chancen der deutschen Mannschaft ein?

Lia Tabea Mertens: Da ich zur Zeit durch mein begonnenes Studium und dem Training sehr eingespannt bin, werde ich nicht sonderlich viel Zeit haben, mich vor den Fernseher zu setzen. Nichtsdestotrotz werde ich natürlich die Ergebnisse verfolgen und rechne mit einer äußerst guten Platzierung am Ende.

Vielen Dank, weiterhin alles Gute und maximale Erfolge!

Die Fragen stellte: M.Michels.