Seit 2014 wurde mit nur wenigen Unterbrechungen in jedem Jahr eine Finalrunde der Speedway-Europameisterschaft in Güstrow ausgetragen. Man kann daher schon von einer Tradition sprechen, denn dieser Termin ist mittlerweile fest im Rennkalender verankert. Die Basis für diese Kontinuität ist die vertrauensvolle Zusammenarbeit der veranstaltenden polnischen Agentur One Sport mit dem ausrichtenden MC Güstrow.

Am Anfang war es sehr spannend, wie sich die Kompetenzen beider Partner zu ergänzen begannen. Nach so vielen Jahren ist daraus eine feste Kooperation geworden, die dazu führt, dass Jahr für Jahr viele der besten Fahrer Europas in die Barlachstadt kommen, um auf dieser besonderer Bahn um den kontinentalen Titel zu kämpfen.

Für das Finalfeld der Speedway Euro Championship sind stets die ersten fünf des letzten Jahres gesetzt. So steht schon seit der letzten Meisterschaft fest, dass Mikkel Michelsen und Leon Madsen (beide Dänemark) sowie Patryk Dudek und Piotr Pawlicki (beide Polen) als auch Dan Bewley (Großbritannien) dabei sind.

Für alle anderen Fahrer galt es, sich zunächst über eine Qualifikationsrunde, die in diesem Jahr in Stralsund, Debrecen und Nagyhalasz (beide Ungarn) stattfanden, in den Challenge, der am 18. Juni in Krsko (Slowenien) ausgetragen wurde, zu kämpfen. Diese Herausforderung bewältigte der Lette Andrzej Lebedevs am besten. Über die Plätze zwei bis vier musste ein Stechen entscheiden, welches der Franzose Dimitri Berge vor dem Dänen Rasmus Jensen und dem Polen Bartosz Smektala, der zwar Letzter wurde, aber natürlich auch qualifiziert ist, gewann. Den fünften Platz erkämpfte Adam Ellis aus Großbritannien.

Piotr Pawlicki gewann den SEC in Güstrow im letzten Jahr. (Bild: Klaus Goffelmeyer)

Kai Huckenbeck, der sich über die Qualifikation in Stralsund in den Challenge gekämpft hatte, fuhr ein gutes Rennen und lag zwischenzeitlich auch unter den besten Fünf. Am Ende fehlte mindestens ein Zähler, um die Finalrunde aus eigener Kraft zu erreichen. Dass er jedoch dorthin gehört, sahen auch die Verantwortlichen der FIM Europe so und vergaben eine der begehrten Wildcards an ihn.

Die anderen Plätze bekamen David Bellego (Frankreich), Vaclav Milik (Tschechien), Oliver Berntzon (Schweden) und Janusz Kolodziej (Polen). Der viermalige polnische Einzelmeister konnte wegen einer Verletzung zwar nicht am Challenge teilnehmen, ist aber in dieser Saison bärenstark und wie an der Platzierung im ersten Rennen zu sehen war, ganz sicher eine Bereicherung für den SEC, der in vier Runden ausgetragen wird.

Neben den 15 permanenten Teilnehmern der Europameisterschaft wird auch ein Fahrer mit der Veranstalter-Wildcard dabei sein. Diese hat Michael Härtel erhalten. Der 24-Jährige ist bestens in die Saison gestartet und hat mit dem zweiten Platz beim Osterpokal wieder einmal gezeigt, dass er mit dem besonderen Güstrower Oval bestens zurechtkommt.

Diese erste Finalrunde wurde bereits am 2. Juli im polnischen Rybnik veranstaltet und so kommt Mikkel Michelsen als Führender in der EM-Wertung nach Güstrow. Kai Huckenbeck erfuhr 7 Punkte und setzt nun voll auf die Unterstützung der Güstrower Fans. Diese ist sicherlich auch nötig, denn auch wenn Kai derzeit bärenstark unterwegs ist und über hervorragende Kenntnisse des Ovals an der Plauer Chaussee verfügt, so ist doch diese Konkurrenz eine große Herausforderung.

Tickets für das Event in Güstrow, welches am 6 . August mit Start um 19:00 Uhr startet, können bereits über die Homepage des Vereins gebucht werden.

Nach den Erfahrungen der letzten Jahre ist auf jeden Fall gewiss, dass auch die siebte Auflage des SEC in Güstrow wieder ein großes Speedway-Event wird.