Am 4. Juli 2021 feiert der Deutsche Behindertensportverband seinen 70. Geburtstag

Im August beginnen in Tokio die Paralympics, wenige Tage nach den Olympischen Spielen. Seit 1960 treten Para Sportler*innen zu ihren Spielen im selben Rhythmus an wie die Olympioniken. „Der schönste Erfolg ist manchmal, wenn etwas selbstverständlich wird, so wie der Para Sport“, erklärt Bundeskanzlerin Angela Merkel. Damit gratuliert sie dem Deutschen Behindertensportverband zu seinem Jubiläum: Am 4. Juli 2021 feiert der DBS seinen 70. Geburtstag.

„Der paralympische Leistungssport hat eine Gleichrangigkeit zum olympischen Sport erreicht, das war 1960 noch eine Vision“, sagt DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher: „Sehr viele Menschen haben mitgewirkt, um diese Vision Wirklichkeit werden zu lassen. In den 70 Jahren Deutscher Behindertensportverband, ist es all diesen Menschen gelungen, den Respekt unserer Gesellschaft vor der sportlichen Leistung wie auch der Lebensleistung unserer Athlet*innen zu gewinnen. Der Leistungssport ist der medial sichtbare Teil, mit nahezu 600.000 Mitgliedern in mehr als 6.500 Vereinen bringt der DBS darüber hinaus eine ausgesprochen große Inklusions-Expertise in die Gesamtgesellschaft ein.“

„Es gib heute kaum mehr einen Sportbereich, in dem nicht auch Menschen mit Behinderung aktiv sind. Daran hat der Deutsche Behindertensportverband wesentlichen Anteil. Auf das in 70 Jahren gemeinsam Erreichte, können Verband, die sportlich Aktiven und ihre Unterstützer sehr stolz sein“, stellt Bundeskanzlerin Angela Merkel fest: „Gemeinsam mit den Landes- und Fachverbänden macht der DBS überall im Land Inklusion durch Sport erlebbar.“

„Das Internationale Paralympische Komitee wurde in Deutschland gegründet und hat seinen Sitz in Deutschland. Wir sind sehr eng mit dem DBS verbunden. Deutschland ist eine der Top-Nationen im paralympischen Sport, ein Vorbild, aber nicht nur, wenn es um Medaillen geht, sondern insbesondere dann, wenn es um die Inklusion von Menschen mit Behinderung in den Sport geht“, sagt Andrew Parsons, Präsident des Internationalen Paralympischen Komitees.

Gegründet in Bad Godesberg als „Arbeitsgemeinschaft Deutscher Versehrtensport“ ADV, wurde aus dem zwischenzeitlich in Deutscher Versehrtensportverband e.V. umbenannten Verein dann am 5. Juli 1975 der Deutsche Behindertensportverband. Heute ist der DBS der größte gemeinwohlorientierte Verband in Deutschland für den Sport von Menschen mit Behinderung und für den Rehabilitationssport.

„Die Mitarbeitenden im DBS und all die vielen freiwilligen Helfer*innen haben in den vergangenen Jahrzehnten enorm gute Arbeit geleistet. Ihnen gilt unser aller Dank, wenn wir jetzt zu unserem Jubiläum so viele Glückwünsche bekommen“, sagt DBS-Generalsekretär Torsten Burmester: „Und der Applaus spornt uns alle an, mit vollem Elan weiterzuarbeiten. Der neue Teilhabebericht der Bundesregierung hat gezeigt, dass deutlich weniger Menschen mit Behinderung Sport treiben. Dies nachhaltig zu ändern und die gravierenden Folgen der Pandemie abzumildern, ist jetzt eine dringliche Aufgabe für den DBS. Für unsere Erfolge aus den vergangenen sieben Jahrzehnten haben wir großen Zuspruch erhalten, für die nächsten 5 Jahre bis zum nächsten Jubiläum wollen wir sportlich und gesellschaftlich noch viel erreichen!“

Sieben Meilensteine der erfolgreichen Entwicklung vom Versehrtensport hin zum Deutschen Behindertensportverband dokumentiert der DBS durch sieben Podcasts anhand verschiedener Sportarten und Sportgegenständen. Zu finden sind die die Folgen ab heute auf der Jubiläums-Unterseite der Verbandswebsite. Zum Auftakt spricht der DBS mit Monoskifahrerin Anna Schaffelhuber, die restlichen sechs Folgen werden im monatlichen Rhythmus online gestellt.

Quelle: Deutscher Behindertensportverband