Im Gespräch mit Organisationsleiterin Anke Radlof

2018 gab es wieder einen Anklamer Sporttag mit zahlreichen Angeboten zum Aktivsein. So stand unter anderem das Peeneschwimmen, der Hanselauf, Walken und Skaten auf dem Programm. Genaueres zum Verlauf verriet Anke Radlof, Kreisleiterin der Wasserwacht Greifswald und Leiterin der Organisation „Anklamer Sporttag“, im Gespräch.

In diesem Jahr gab es vor dem Schwimmen und dem Laufen erstmals eine Massenerwärmung. Mit Zumba brachten sich die Sportler in Stimmung. Foto: DRK OVP-HGW

Interview

Frage: Am 7. Juli gab es zum zweiten Mal den „Anklamer Sporttag“. Wie war der Zuspruch? Was stand auf dem Programm?

Anke Radlof: Im Angebot hatten wir das 21. Peeneschwimmen „Quer durch Anklam“ mit drei Strecken (400, 800 und 3000 Meter), den Hanselauf (600, 1500, 4000 und 10.000 Meter), Walken (7 Kilometer) und den Halbstundenlauf der Inlineskater. Zusätzlich haben wir das sportlichste Team gesucht.

Der Zuspruch war sehr gut. Da man ja im Sommer immer mit mehreren Konkurrenz-Veranstaltungen rechnen muss, hatten wir eine enorm gute Teilnehmerzahl. Sowohl beim Laufen als auch bei Schwimmen hatten wir mehr Teilnehmerinnen bzw. Teilnehmer als im Vorjahr, im Schwimmen 62, im Laufen 222, Skaten: 33 und beim Walken, die Strecke gab es zum ersten Mal, 20. Bei der Suche nach dem sportlichsten Team konnten wir 15 Mannschaften zählen.

Wie im Vorjahr wurde insbesondere die familiäre Atmosphäre,  die gute Organisation und das freundliche Miteinander der Sportler gelobt. Gute Resonanz fand in diesem Jahr zudem die Massenerwärmung – auch eine Neuerung. Zu zwei Zumba-Songs konnten sich die Schwimmer und die Läufer vor ihren jeweiligen Starts erwärmen. Daneben gab es eine Vorführung mit den Wasserretter-Hunden der Wasserwacht Grevesmühlen. Man konnte Büchsenwerfen, Seilspringen, Torwandschießen sowie vieles andere mehr und nicht zuletzt viele Kontakte knüpfen.

Toll fand ich auch, dass sich die Laufmützen Usedom beteiligten, der Eggesiner Sportverein, wir hatten Teilnehmer aus der Schweiz, aus Polen und aus vielen Teilen Deutschlands…

Ganz wichtig ist es uns aber, nach diesem Sporttag DANKE zu sagen – den Organisatoren und Ideengebern, aber vor allem der Stadt Anklam, die uns mit all ihren Fachämtern bei der Gesamtorganisation mit Rat und Tat zur Seite stand. Uns Organisatoren hat der Tag super gut gefallen. Eine dritte Auflage des Anklamer Sporttages ist schon geplant.

62 Schwimmer gingen beim Peeneschwimmen an den Start. Foto: DRK OVP-HGW

Frage: Wer hatte einst die Idee zu dem Event? Wie verlief die Premieren-Veranstaltung?

Anke Radlof: Die Idee zum Anklamer Sporttag entstand während des 19. Peeneschwimmens. Ein Läufer ist da mit geschwommen – Bastian Schröder aus Anklam – und er schlug vor, den Hanselauf und das Peeneschwimmen zusammenzulegen. Dazu gesellten sich dann noch die Inlineskater und die Volleyballer (Leider mussten die Volleyballer in diesem Jahr kurzfristig abspringen, weil wir das Beachvolleyballfeld aus finanziellen Gründen nicht hinbekommen haben…).

Inzwischen interessieren sich aber noch andere Vereine. Vielleicht schaffen wir es, noch das eine oder andere Mannschaftsturnier „ins Boot zu holen“. Ideen sind schon da.

Frage: Welche Neuerungen sind mit Blick auf 2019 geplant?

Anke Radlof: Eventuell wieder ein Beachvolleyballturnier, möglicherweise auch ein anderes Mannschaftsturnier wie Zwei-Felder-Ball. Und ich würde mich freuen, wenn wir noch mehr Anklamer Sportvereine mit einbinden können.

Neu wird im nächsten Jahr auf jeden Fall sein, dass wir die Starts zum Schwimmen und zum Laufen tauschen, also die Läufer sollen gegen 10 oder 11 Uhr starten, die Schwimmer erst gegen 13/14 Uhr.

Frage: Wie beurteilen Sie die Entwicklung des Sportes in der Region Vorpommern?

Anke Radlof: Ich habe schon den Eindruck, dass es viele aktive Menschen, viele sportlich engagierte Kinder bzw. Jugendliche und viele entsprechende Vereine gibt. Aber wirklich beantworten kann ich die Frage nur in Bezug auf die DRK-Wasserwacht im Kreisverband Ostvorpommern-Greifswald e.V. Wir haben eine stabile Mitgliederzahl, zahlreiche Schwimmerinnen und Schwimmer, die auf dem Weg zur Rettungsschwimmerausbildung oder bereits ausgebildet sind. In Anklam, Greifswald und auf der Insel Usedom haben wir hervorragende Bedingungen, wie gute Trainingszeiten in vorhandenen Schwimmhallen.

Wir bekommen immer und jederzeit Unterstützung von Städten und Gemeinden bei der Organisation von Ausbildungen usw. Sportlich kann ich sagen, dass unsere Kinder bzw. Jugendlichen viel Potenzial haben, gut im Team wirken sowie mit viel Lust und Spaß dabei sind.

Vielen Dank und einen erfolgreichen Anklamer Sporttag auch 2019!

Marko Michels

Die Skater schlossen mit ihrem Halbstundenlauf den 2. Anklamer Sporttag ab. Foto: DRK OVP-HGW