Angelique Kerber mit ausgezeichneten Leistungen in Melbourne/Interessante Turniere in Stralsund

Symbolbild Tennis

In einem an Dramatik, Spannung und Klasse kaum mehr zu toppenden Halbfinal-Match im Damen-Einzel der 106.“Australian Open“ unterlag die gebürtige Bremerin Angelique Kerber der Weltranglisten-Ersten Simona Halep aus Rumänien am 25.Januar 2018 in Melbourne nach zwei Stunden und 22 Minuten mit 3:6, 6:4, 7:9 und verpasste damit den erhofften Finaleinzug.

Vor zwei Jahren, 2016, hatte die begnadete Tennisspielerin bei den „Australian Open“ die Top-Favoritin Serena Williams aus den USA im Endspiel mit 6:4, 3:6 und 6:4 bezwungen und damit ihren ersten Grand Slam-Titel überhaupt erkämpft. Im August 2016 folgte dann Olympia-Silber im Damen-Einzel, im September 2016 der Gewinn der „US Open“ und bei den WTA Championships im Oktober 2016, den Weltmeisterschaften im Damen-Tennis, holte Angelique Kerber zudem Silber.

Ein ausgezeichnetes Turnier für Angie

Bei den „Australian Open“ 2017 zeigte sie teilweise überragendes Tennis und bezwang Anna-Lena Friedsam (Neuwied) in der ersten Runde mit 6:0, 6:4, Donna Vekic (Kroatien) in der zweiten Runde mit 6:4, 6:1, Maria Scharapowa (Russland) in der dritten Runde mit 6:1, 6:3, Hsieh Su-wei (Taiwan) im Achtelfinale mit 6:4, 5:7, 6:2 bzw. Madison Keys (USA) im Viertelfinale mit 6:1, 6:2 und verlor unglücklich im Halbfinale, wie angesprochen, gegen Simona Halep.

Nach dem suboptimalen 2017 meldete sich Angelique Kerber mit ihrem Halbfinal-Einzug bei den „Australian Open“ 2018, dem ersten Grand Slam-Turnier des Jahres, endgültig eindrucksvoll in der absoluten Weltspitze zurück.

Im Finale des Damen-Einzels der „Australian Open“ 2018 wartet auf Simona Halep die Dänin Caroline Wozniacki, die in ihrem Halbfinale Elise Mertens aus Belgien 6:3, 7:6 distanzieren konnte.

Zur Info: Das australische Tennis-Turnier hat übrigens eine große Tradition, insbesondere auch im Damen-Einzel. Zwischen 1922 und 1926 gab es die „Australasian Championships“ (Erste Siegerin 1922: Margaret Molesworth aus Australien), dann folgten die „Australian Championships“ von 1927 bis 1968 (für „Amateure“ vorbehalten, Erste Siegerin 1927: Esna Boyd Robertson aus Australien) und ab 1969 begann die Ära der „Australian Open“ (Erste Siegerin 1969: Margaret Court aus Australien).

Die Rekordsiegerin (bei Berücksichtigung der „Australian Championships“ und „Australian Open“) ist Margaret Court aus Australien mit 11 Erfolgen im Damen-Einzel zwischen 1961 und 1973. Bei den „Australian Open“ allein führt Serena Williams (USA) mit sieben  Erfolgen im Damen-Einzel das „Ranking“ an.

Aus deutscher Sicht triumphierte bei den „Australian Open“ im Damen-Einzel bislang Steffi Graf viermal (1988, 1989, 1990, 1994) und eben Angelique Kerber (2016).

Die erfolgreichsten Nationen beim traditionsreichen  australischen Tennis-Turnier  im Damen-Einzel seit 1922 sind Australien (43 Erfolge), die USA (24 Erfolge), Deutschland (5 Erfolge), Serbien, Großbritannien  bzw. die Schweiz (jeweils 3 Erfolge), Tschechien/CSSR, Frankreich, Belgien sowie Weissrussland (jeweils 2 Erfolge) bzw. Russland und China (jeweils ein Erfolg).

Von den „Australian Open“ nach M-V

Für den Tennis-Nachwuchs in M-V begann das Tennis-Jahr auch schon. So gab es am dritten Januar-Wochenende den Auftakt zur Talente-Tour in Stralsund, wobei im Altersbereich unter neun Jahren 17 Tennis-Asse aus 6 Vereinen teilnahmen und im Altersbereich unter 11 Jahren 24 Tennis-Asse aus 10 Vereinen starteten.

Vom 27.Januar 2018 bis 28.Januar 2018 wird folgend der 7.HanseDom-Cup in Stralsund ausgetragen (Altersklassen U 18, U 14, U 12 männlich und Altersklassen U 18, U 12 weiblich, alles Einzel).

Nicht mehr fern sind auch die Hallen-Landesmeisterschaften im Tennis im Bereich Jugend vom 16.März 2018 bis 18.März 2018 ebenfalls in Stralsund.

Marko Michels