Die Nummer 1 der Welt setzte sich im Tiebreak gegen den Weltranglistenzweiten Fabiano Caruana durch | Im Gespräch mit Felix Schreiber vom SC Mecklenburger Springer e.V. – über die Schach-WM und kommende Turniere seines Vereines

Symbolbild: Schach

Nun ist auch die Schach-WM in London entschieden (9. bis 28. November). Titelverteidiger Magnus Carlsen aus Norwegen hatte gegen seinen amerikanischen Herausforderer Fabiano Caruana mächtig zu kämpfen. Die regulären 12 Partien endeten sämtlich unentschieden. Das hat es in der Geschichte der Schachweltmeisterschaften bislang noch nicht gegeben. Der Norweger setzte sich letztendlich in den Schnell-Schach-Partien mit 3:0 durch.

Schach macht Spaß – Das königliche Spiel beim SC Mecklenburger Springer

Seit zehn Jahren ist der einst als Wonderboy titulierte Norweger nun schon in der Weltspitze. 2008 gelang es dem damals 18-Jährigen auch an Position 1 der Weltrangliste zu rücken (zumindest für fünf Tage und nur nach inoffiziellen Berechnungen). 2008 war auch das Jahr als sich in der kleinen Gemeinde Dorf Mecklenburg der SC Mecklenburger Springer gründete. Unter den Mitgliedern sind heute Schachfreunde aller Spielstärken (Anfänger bis Meister) und jeden Alters (Schüler bis Senior) vertreten.

Nachgefragt beim 2. Vorsitzenden Felix Schreiber…

Der Nachwuchstrainer und Landesliga-Spieler über die Schach-WM und den SC Mecklenburger Springer

„Beide sind herausragende Spieler…“

Frage: Der Norweger Magnus Carlsen verteidigte erneut seinen Schach-WM-Titel, musste allerdings sehr hart um diesen kämpfen. Ihr Urteil?

Felix Schreiber: Beide sind herausragende Spieler, Carlsen ist im Schnell- und Blitzschach bekanntermaßen sogar einer der Besten und so überraschte es nicht, dass er im Schnell-Schach seinen Titel verteidigte. Bereits beim letzten Titelkampf gegen Sergei Karjakin aus Russland hat man gesehen, dass es auf diesem Niveau immer schwieriger wird, einen Sieger im Normal-Schach zu ermitteln.

Frage: Was halten Sie vom Modus der Schach-WM? Dass der Titel letztendlich im Schnell-Schach entschieden wird, halten einige ehemalige Schach-Weltmeister für sportlich nicht sachgerecht…

Felix Schreiber: In der Vergangenheit gab es viele unterschiedliche Modi, außergewöhnlich war 1984: Zum Sieg benötigte man 6 Siege, nach 48 Partien brach der Präsident der FIDE den Wettkampf zur Schonung der Gesundheit der Spieler ab. Ich persönlich würde einen Modus von 20 Partien begrüßen. Und wenn es am Ende keinen Sieger gibt, behält der amtierende Weltmeister den Titel.

Frage: Was zeichnete die beiden Schach-Genies Magnus Carlsen und Fabiano Caruana aus Ihrer Sicht aus?

Felix Schreiber: Beide haben ein sehr hohes Niveau und eine sehr gute Technik. Was den einzelnen letztendlich auszeichnet, möchte ich jedoch nicht beurteilen, dafür reicht meine vergleichsweise geringe Spielstärke von 2000 ELO nicht aus. Carlsen bzw. Caruana führen die Liste mit über 2800 ELO Punkten an.

Letzte Jahre: Wie sieht der Jahresabschluß 2018 bzw. der Jahresauftakt 2019 für Ihren Schach-Verein aus?

Felix Schreiber: Zum Jahresende stehen für unsere Jugendspieler noch zwei wichtige Punktspiele an. Wir wollen in der Jugendliga West mindestens den zweiten Platz verteidigen und uns für die Finalrunden in M-V qualifizieren. Weiterhin steht das wichtige Qualifikationsturnier für die Landeseinzelmeisterschaft der Jugend bevor.

Der Veranstaltungskalender für 2019 ist bereits geplant, wir werden wieder die Kreismeisterschaft Nordwestmecklenburg (Aufgeteilt in NWM-Open und Mecklenburger Jugendturnier, beide Turniere vom 31. Mai bis 2. Juni!) durchführen. Mit dem erstmals am 16. Februar stattfindenden DWZ-Cup organisieren wir ein weiteres Turnier.

Vielen Dank und weiterhin maximale Erfolge mit dem SC Mecklenburger Springer!

M. Michels