Der London Marathon – Ehepaar aus Teschow mittendrin

Der London Marathon war fĂŒr dieses Jahr unser Ziel und die 3. Etappe auf dem Weg „The Abbott Six World Majors“ zu bestreiten.

Der London Marathon fand im Jahr 1981 das erste Mal statt und wurde nach dem Vorbild des New York Marathon gestaltet. Die  Idee dafĂŒr entstand in einem englischen Pub. Im ersten Jahr starteten  7.000 Teilnehmer  und im Jahr darauf waren es schon 16.000. Am letzten Sonntag im April fand der 39. Londoner Marathon mit ĂŒber 40.000 LĂ€ufern statt und diesmal waren wir mit dabei. Bei typischem englischem Wetter, 8-10 Grad, einem kalten Wind, ein paar Sonnenstrahlen, die hĂ€ufig von Wolken verdeckt waren und vereinzelt ein paar Regentropfen, wurde die Veranstaltung pĂŒnktlich gestartet.

Die Strecke des Marathons ist seit Beginn der Veranstaltung ziemlich gleich geblieben. Gestartet wurde im Greenwich Park und es ging zuerst durch die Vororte von London, entlang von geschmĂŒckten Einfamilien- und ReihenhĂ€usern. Die Stimmung war von Anfang an fantastisch, rechts und links der Straße standen Tausende von Menschen und haben uns zugejubelt. Wir liefen immer in der NĂ€he der Themse, ohne den Fluss wirklich zu sehen. Getragen von der Stimmung an der Straße, wo die Zuschauer dreireihig standen und uns mit LĂ€rmutensilien anfeuerten, absolvierten wir ein Kilometer nach dem anderen.

Kurz bevor die HĂ€lfe der Strecke geschafft war, erreichten wir den absoluten Höhepunkt dieses Marathons – die Tower Bridge.  Die kombinierte HĂ€nge- und KlappbrĂŒcke wurde 1894 fertiggestellt, ist 244m lang und hat zwei 65 m hohe TĂŒrme. Was beim Marathon in Berlin das Brandenburger Tor ist, ist beim London Marathon die Tower Bridge – es ist einfach ein unbeschreibliches GefĂŒhl diese historischen Bauwerke wĂ€hrend eines Marathons zu erleben. Danach war die HĂ€lfte der Strecke geschafft. Es ging weiter in einer Schleife durch die Docklands und das Eastend und dann zurĂŒck in die Stadt.

Die Fotos zeigen Petra und Stefan. Fotos: Grobbecker

WĂ€hrend des letzten Streckenabschnitts fĂŒhrte die Route an den meisten SehenswĂŒrdigkeiten Londons vorbei. Das waren:  Der Tower of London, wo die Kronjuwelen ausgestellt sind, der Palace of Westminster, der Sitz des britischen Parlaments und der Buckingham-Palast, dem Wohnsitz der englischen Königin.  Und dann war das Ziel „The Mall“ nach nur 200 Meter erreicht. Der amtierende Marathon-Weltrekordhalter Eliud Kipchoge siegte  zum 4. Mal in London mit einer Zeit von 2:02:37 Stunden, der zweitschnellsten Marathonzeit der Geschichte und mit einem neuen Streckenrekord fĂŒr London. Bei den Damen siegte Brigid Kosgei mit einer Zeit von 2:18:20 Stunden. Nur sieben Frauen weltweit sind je ein Marathon schneller gelaufen.

Der London-Marathon ist eine riesige Benefiz-Veranstaltung. GemeinnĂŒtzige Organisationen bekommen eine grĂ¶ĂŸere Zahl von Startnummer, die diese an LĂ€ufer vergeben können, die mit Ihren Lauf Spenden sammeln. Diese LĂ€ufer werden immer ganz besonders von den Zuschauern angefeuert und gefeiert. Jedes Jahr werden immer viele Millionen Pfund gesammelt.  Die Erfolge dieses Charity-Lauf sind einmalig in Europa und in der Welt.

Stefan erreichte das Ziel nach 3: 34:32 Stunden und ich nach 4:27:22 Stunden. GlĂŒcklich ĂŒber die geschaffte Leistung, schlossen wir uns im Zielbereich in die Arme.
Ein besonderes Highlight fĂŒr Stefan war, dass ihm persönlich im Ziel von Richard Branson zum Lauf gratuliert wurde. Richard Branson ist ein englischer Unternehmer (Virgin Atlantic und Virgin Records), Buchautor und MilliardĂ€r. Er verbringt 90% seiner Zeit, um gemeinnĂŒtzige Organisationen aufzubauen und ist mit VirginMoney der Hauptsponsor vom London Marathon.

P. Grobbecker

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