Der Sport: Zwischen M-V und Winter-Olympia

Traditionsreiche Sport-WettkÀmpfe in M-V und baldige Winterspiele in Pyeongchang

Der Sport pulsiert auch im Herbst in M-V. Auch in den Monaten Oktober und November spielt der Sport zwischen Schwerin ĂŒber Rostock bis Usedom eine Hauptrolle, was nicht nur an den verschiedenen Ballsportarten liegt.

Von der Senatoren-Regatta in Rostock…

Am 3.Oktober sind die Rostocker Senatoren bei der 23.Senatoren-Regatta im Rostocker Stadthafen segelsportlich in Aktion. Die nÀchste Station im Laufcup M-V ist der 16.Sebastian-Fredrich-Gedenklauf am 8.Oktober in Lubmin.

ĂŒber den Seesternpokal im Tanzsport

So feiert ein ĂŒber die Grenzen von Mecklenburg-Vorpommern hinaus bekanntes Tanzturnier in den lateinamerikanischen TĂ€nzen bzw. in den StandardtĂ€nzen, der Seesternpokal in Rostock, das 25.JubilĂ€um. In der Stadthalle Rostock wird am 14.Oktober wieder einmal bester Tanzsport prĂ€sentiert.

Ringen sowie Judo

Am gleichen Wochenende, ebenfalls am 14.Oktober, stehen der Ostseepokal im Freistil-Ringen, das 9.Reinhold „Otto“ SteingrĂ€ber-Gedenkturnier, in WarnemĂŒnde, und der zweite Matthias-Hermann-Cup im Judo zur Erinnerung an den einstigen Schweriner Erfolgs-Trainer auf dem Programm, wobei der Matthias-Hermann-Cup auch noch am 15.Oktober ausgetragen wird.

Bereits bei den Judo-Turnieren zuvor, ob beim Vier-Tore-Turnier in Neubrandenburg oder beim Neptun-Cup in Rostock Ende September, gab es regen Zuspruch. Ähnliches dĂŒrfte beim Matthias-Hermann-Turnier der Fall sein.

Gesegelt wird folgend bei der 28.Internationalen Herbstregatta auf dem Schweriner See am 21.Oktober.

Hallen-Hockey, Schwimmen, Lauf sport bzw. Tischtennis

Ende Oktober gibt es dann das 60.Wilhelm-Höcker-Turnier im Hallen-Hockey in GĂŒstrow. Am letzten Oktober-Wochenende, vom 27.Oktober bis 29.Oktober , wetteifern die Schwimmerinnen und Schwimmer beim 62.Internationalen Neptunschwimmfest in Rostock um Medaillen und gute Zeiten. Einen „langen Atem“ und beste Kondition haben hoffentlich die LĂ€uferinnen und LĂ€ufer beim 24.Stralsunder Fachhochschul-Lauf am 28.Oktober.

Vom 14.Oktober bis 12.November „rufen“ zudem die 40.Schweriner Tischtennis-Tage. Im Schloßparkcenter der Landeshauptstadt M-V wird nicht zuletzt Schach gespielt…

…bis hin zum Flossenschwimmen, Drachenbootsport, Boxen und Turnen

Im November wird es in M-V nicht minder interessant, so beim 51.Internationalen Pokal der Hansestadt Rostock im Finswimming und Streckentauchen in Rostock, bei den 5.SchĂŒlermeisterschaften des BC Traktor Schwerin am 11.November, bei den 12.Hot Water Games im Drachenboot-Tauziehen in Schwerin am 25.November, beim 7.Schloßpokal im Badminton in Schwerin am 25.November oder beim 5.Sven-Lange-Gedenkturnier im Boxen in Schwerin am 29./30.November.

Am 2.Dezember „steigt“ dann bereits die Landesturnschau M-V in Rostock.

Ja, der Sport in M-V bietet beste Abwechslung, aber ein Sportereignis „unweit“ von Schwerin ist ebenfalls nicht mehr fern: Winter-Olympia in Pyeongchang.

Die Olympischen Winterspiele im Blick

In rund vier Monaten werden die 23.Olympischen Winterspiele in Pyeongchang ausgetragen: vom 9.Februar 2018 bis 25.Februar 2018.

In Pyeongchang werden 102 Goldmedaillen vergeben, dabei rund 3000 Athletinnen bzw. Athleten aus mehr als 90 Staaten erwartet.

Sowohl Olympische Winterspiele als auch Winter-Universiaden werden immer gigantischer, kostspieliger und kommerzieller.

Das war vor mehr als 60 Jahren noch entspannter, gemĂŒtlicher und ĂŒbersichtlicher.

Cortina`56 – ein wintersportliches „La Dolce Vita“

Bei den siebenten Olympischen Winterspielen 1956 in Cortina de Ampezzo wurden gerade einmal 25 Goldmedaillen verteilt. Rund 820 Athletinnen und Athleten aus 32 Nationen waren aktiv dabei und die Italienerinnen bzw. Italiener boten trotz mancher Wetter-Kapriolen gelungene, sympathische Spiele. Die Sportfans blieben von penetranten Marketing-Gags verschont und die sportlichen Stars waren weitestgehend noch natĂŒrlich bzw. bodenstĂ€ndig.

Niemand war ĂŒbermĂ€chtig

Es gab keine erdrĂŒckende Überlegenheit einer Mannschaft. Nach Abschluss der 1956er Winterspiele war die Sowjetunion zwar mit 7 x Gold, 3 x Silber, 6 x Bronze zwar die Nummer eins, aber lĂ€ngst nicht dominierend. Dahinter folgte Österreich mit 4 x Gold, 3 x Silber, 4 x Bronze. Olympiasiege sicherten sich in Cortina ebenfalls Finnland (drei), die Schweiz (drei), Schweden (zwei), die USA (zwei), Norwegen (zwei), Italien (einer) und Deutschland (einer). Auch Kanada, Japan, Ungarn und Polen schafften 1956 Medaillen.

Der europÀische Kontinent sammelte damals die meisten Medaillen, 61 von 72 und 23 olympische Goldmedaillen von 25. Die restlichen Medaillen gingen an die USA, Kanada und Japan, wobei die USA, wie erwÀhnt, zweimal Olympia-Gold errangen.

Nordischer Vierkampf

Im Nordischen Skisport lieferten sich Finnland, die Sowjetunion, Norwegen und Schweden einen Vierkampf. Der Schwede Sixten Jernberg gewann den langen Kanten, die 50 Kilometer. Die Russin Ljubow Kosyrewa konnte die einzige Einzel-Strecke im Skilanglauf der Damen, die 10 Kilometer, fĂŒr sich entscheiden.

Harry Glass mit Bronze

In der Nordischen Kombination triumphierte Sverre Stenersen (Norwegen) und im Spezialsprunglauf Antti HyvĂ€rinen vor Aulis Kallakorpi und Harry Glass, der mit Bronze die erste Olympia-Medaille fĂŒr die DDR erkĂ€mpfte.

Sogar eine Ossi holte Gold

Im Alpinen Skisport gab es bei den Herren durch Toni Sailer aus Österreich einen dreifachen Olympiasieger, der alle angebotenen Disziplinen (Abfahrt, Spezialslalom und Riesenslalom) siegreich gestaltete. Ossi Reichert aus Bayern jubelte hingegen im Riesenslalom bei den Damen.

USA mit klasse Eiskunstlauf-Team

Im Eiskunstlaufen belegten die USA in den Einzel-Entscheidungen jeweils den ersten Platz – durch Tenley Albright bei den Frauen und Alan Jenkins bei den Herren. Das österreichische Duo Elisabeth Schwarz/Kurt Oppelt avancierte zur Nummer eins im Paarlaufen.

Italiener und Schweizer mit dem Bob vorn

Im Bobsport hatten die eidgenössischen und italienischen Bobs viel Grund zur Freude, aber der berĂŒhmteste Bobsportler aus Italien, Eugenio Monti, musste sich jeweils mit Silber begnĂŒgen. Im Zweier waren seine Landsleute Lamberto dalla Costa/Giacomo Conti vorn, im Vierer der von Franz Kapus gesteuerte Schweizer Bob.

Eishockey-Gold fĂŒr SU

Erstmals nahm die Sowjetunion 1956 an Olympischen Winterspielen teil und nicht nur, dass diese gleich den Medaillenspiegel auf Platz eins anfĂŒhrte, nein, die „Sbornaja“ gewann auch das olympische Eishockey-Turnier vor den USA, Kanada und Schweden.

Erste Winter-Universiade 1960 in Chamonix

In Chamonix 1960, bei der ersten Winter-Universiade, den Weltspielen im winterlichen Studentensport, ĂŒberhaupt, war es noch ĂŒbersichtlicher als bei den Olympischen Winterspielen in Cortina 1956. Nur um 13 Goldmedaillen wurde gewetteifert. Frankreich stellte mit 4 x Gold, 2 x Silber, 1 x Bronze die erfolgreichste Mannschaft vor der Sowjetunion mit 3 x Gold, 1 x Silber, 1 x Bronze.

Die Tschechoslowakei, Österreich und Schweiz kamen auf jeweils zwei Erfolge. Universiade-Medaillen`60 errangen zudem Italien, Japan, Jugoslawien, Polen und Ungarn.

Eine Französin mit zwei alpinen Goldmedaillen

Die Goldmedaillen bei den Alpinen holten fĂŒr Frankreich Marie-Jose Dusonchet (Abfahrt bzw. Kombination) bzw. Cecile Prince (Slalom), fĂŒr die Schweiz Walther Herwig (Slalom) bzw. Philippe Stern (Riesenslalom) und fĂŒr Österreich Manfred Köstinger (Abfahrt) bzw. Heinz Gallob (Kombination).

Zwischen Skilanglauf und Eiskunstlaufen

Im Skilanglauf standen nur die Staffeln bei den MĂ€nnern bzw. Frauen auf dem Programm, die jeweils die Sowjetunion gewann.

Jaromir Nevlud aus der Tschechoslowakei war der beste Nordische Kombinierte und Albert Larinow der beste Skispringer.

Im Eiskunstlaufen durften sich Jitka Hlavackova aus der Tschechoslowakei bei den Frauen und Alain Calmat aus Frankreich, der spĂ€tere dreifache Europameister 1962, 1963 bzw. 1964, Weltmeister 1965 und Olympia-Zweiter 1964, ĂŒber Gold freuen.

Einfach familiÀrer

Tja, vor mehr als 60 Jahren waren auch die wintersportlichen Grossereignisse noch familiĂ€rer, entspannter und freudvoller. Vieles hat sich seitdem geĂ€ndert, kaum etwas zum Vorteil des echten Sportes…

Marko Michels

Archiv-Foto (Michels): Rostocker EiskunstlÀuferinnen in Aktion.

 

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