Lars Petersen vom HSV Insel Usedom zum Handballsport auf Usedom und in ganz M-V

Auch M-V ist eine handballbegeisterte Region. Blick in die Handball-Halle an der Wismarer Bürgermeister-Haupt-Straße. Foto: M.M.

Neun Handball-Teams aus M-V waren bzw. sind noch in der Spielzeit 2017/18 überregional aktiv. In der dritten Liga der Frauen sind es die Mädels von Grün-Weiß-Schwerin. In der dritten Liga der Herren die Mannschaften der Mecklenburger Stiere Schwerin und des HC Empor Rostock. Zwei MV-Frauen-Teams sind derweil in der Ostsee-Spree-Liga „am Ball“: die TSG Wismar und der Rostocker HC. In der OS-Liga der Herren ist es ein Quartett: der Stralsunder HV, der HSV Insel Usedom, die SG Uni Greifswald/Loitz und der Bad Doberaner SV von 1990.

Wie es um das sportliche Auftreten des HSV Insel Usedom steht, verrät Vereinsvorstand Lars Petersen im Gespräch.

Interview

Lars Petersen zur Saison 2017/18, die Stärken bzw. Schwächen des Teams, das sportliche Niveau der Ostsee-Spree-Liga der Herren, der Zuspruch der jungen Sport-Talente auf Usedom zum Handball und den Herren-Handball-Sport in M-V allgemein

Frage: Der HSV Insel Usedom gehörte in der Saison 2017/18 in der OS-Liga der Herren zu den besten Teams. Wie beurteilen Sie die Saison?

Lars Petersen: Wir haben eine – aus meiner Sicht – gute Saison gespielt. Die Mannschaft und Trainer Nico Heidenreich mussten sich erst finden. Zudem musste der Ausfall von Patrick Glende einem unserer Spielmacher kompensiert werden.

Frage: Was zeichnete das Usedomer Team 2017/18 aus? Wo waren die Stärken, wo gab es noch Schwächen?

Lars Petersen: Die Stärken liegen ganz klar in der Geschlossenheit dieser Mannschaft und man hat mit Lech Krynski einen der stärksten Torhüter der Liga. Aber wir haben auch Schwächen gezeigt. Gegen die untere Tabellenhälfte haben wir einfach zu viele Punkte liegen gelassen, da müssen wir konstanter werden.

Frage: Wie war nach Ihrer Ansicht das sportliche Niveau in der OS-Liga 2017/18?

Lars Petersen: Einmal vom Liga-Primus Füchse Berlin II abgesehen, war die Liga ausgeglichener als die Jahre zuvor. Es ist ein gutes Niveau, was man an den Zuschauerzahlen auch in anderen Hallen merkt. Die Menschen mögen die Mischung zwischen attraktivem Sport und den Sportlern zum „Anfassen“.

Frage: Wie ist eigentlich der Zuspruch der jungen Usedomer Sporttalente zum Handball?

Lars Petersen: Wir genießen großen Zuspruch auf der Insel. Wir fangen ja schon ganz früh, im Alter von drei bis sechs Jahren, mit dem Kinder-/Kitasport an. Wir möchten den Kindern so früh wie nur irgend möglich eine sportliche Perspektive bieten, um dem Trend der Digitalisierung in den Kinderzimmern vorzubeugen. Wir sind in allen Altersklassen von der F- bis A-Jugend gut aufgestellt und können den drei Sportschulen im Land Konkurrenz bieten.

Letzte Frage: Aus Ihrer Sicht und mit Blick auf das Geschehen in den Ligen drei und vier: Ist M-V noch eine Handball-Hochburg?

Lars Petersen: Ich glaube, dass wir uns wieder in die richtige Richtung entwickeln. Schwerin hat sich in der dritten Liga in der Spitzen-Gruppe etabliert. Ich denke, dass sie zeitnah den Aufstieg in die zweite Liga schaffen werden. Ähnlich ist es mit dem Stralsunder HV in der vierten Liga. Rostock wird sich hoffentlich schnell in der dritten Liga stabilisieren. Bei uns, beim HSV Insel Usedom, wird man über die nächsten Jahre versuchen, eine Etablierung in der dritten Liga zu erreichen – wenn der finanzielle Rahmen stimmt…

Vielen Dank und weiterhin maximale Erfolge mit dem HSV Insel Usedom und bestes Engagement für den Handballsport!


 

Blick zu den anderen Teams aus Liga drei und vier:

In der dritten Handball-Liga der Frauen 2017/18 geht es am 22. April in das große Saison-Finale. Für das Team von Grün-Weiß Schwerin, Neunter der Tabelle, geht es im Auswärtsspiel beim Frankfurter HC um den Klassenerhalt. Die Handball-Herren in der dritten Liga haben hingegen erst am 5. Mai ihren Liga-„Showdown“. Bis dato sind 25 von 28 Spielen absolviert – die Mecklenburger Stiere Schwerin sind Dritter und der HC Empor Rostock ist Zwölfter. Am 28. April gibt es dabei noch das Landes-Derby zwischen dem HC Empor Rostock und den Schweriner Stieren in Rostock.

In der Ostsee-Spree-Liga 2017/18 der Frauen sind nach 20 von 22 Spieltagen die TSG Wismar Zweiter (und damit Aufsteiger in Liga drei) und der Rostocker HC Dritter. Am 5. Mai ist dort die Spielzeit 2017/18 zu Ende.

Bei den Herren, in der Ostsee-Spree-Liga, „ertönt der Schlußpfiff“ zur Saison 2017/18 am 12. Mai – insgesamt sind bis dato 23 von 26 Begegnungen „abgehakt“. Der Stralsunder HV ist Zweiter, der HSV Insel Usedom Vierter, die SG Uni Greifswald/Loitz Neunter und der Bad Doberaner SV von 1990 Zehnter.

M.Michels