Die deutschen Rennrodlerinnen „praktizierten“ diese Triumphe besonders oft

Symbolbild – Skilanglauf

72 von 102 Entscheidungen der 23.Olympischen Winterspiele sind gefallen. Erwartungsgemäß gibt es den Dreikampf Norwegen-Deutschland-Kanada, in dem bestenfalls noch die Niederlande (vorausgesetzt diese „räumen“ noch alle Goldmedaillen im Eisschnelllaufen und Short Track „ab“) und die USA (auch beim US-Team müßte nun alles „optimal“ laufen, was bisher nicht der Fall war) eingreifen könnten.

Deutsches Team läßt die Schmach von 2014 vergessen

Das deutsche Winter-Olympia-Team von 2018 läßt die Schmach von Sotschi 2014 vergessen, als es „nur“ 19 Medaillen, darunter achtmal Gold, und Rang sechs im Medaillenspiegel noch hinter den Niederlanden gab.

Zweiter „Dreier“ der deutschen Nordischen Kombinierer

Einen besonderen glanzvollen Moment, mit einem Dreifach-Erfolg,  erlebten die deutschen Nordischen Kombinierer am 20.Februar 2018 im Einzel-Wettkampf  (Großschanze, 10 Kilometer Langlauf), bei dem sich Johannes Rydzek vor Fabian Rießle und Eric Frenzel durchsetzte. Das gelang bis dahin in der Nordischen Kombination aus deutscher Sicht nur 1976 bei den Winterspielen in Innsbruck und Umgebung, als die Deutsch-Deutschen in der Einzel-Konkurrenz (Normalschanze, 15 Kilometer Langlauf) Ulrich Wehling, Urban Hettich und Konrad Winkler Gold, Silber bzw. Bronze unter sich ausmachten.

Deutsche Rennrodler und Rennrodlerinnen mit neun Dreifach-Siegen

Das war in der Geschichte der Olympischen Winterspiele der fünfzehnte Dreifach-Erfolg aus deutschem Blickwinkel.  Den ersten „Dreier“ hatte es bei den Winterspielen 1964 in Innsbruck im Herren-Einsitzer/Rennrodeln gegeben, als Thomas Köhler vor Klaus-Michael Bonsack und Hans Plenk triumphierte.

Im olympischen Rennrodeln gab es dabei für Deutschland bzw. die Deutschländer nach 1964 acht weitere Dreifach-Siege.  In Sapporo 1972 holten im Herren-Einsitzer Wolfgang Scheidel, Harald Ehrig bzw. Wolfram Fiedler im Herren-Einsitzer und Anna-Maria Müller, Ute Rührold bzw. Margit Schumann die kompletten Medaillen-Sätze. 1976 folgten wiederum im Herren-Einsitzer Dettlef Günther, Josef Fendt bzw. Hans Rinn und im Damen-Einsitzer Margit Schumann, Ute Rührold bzw. Elisabeth Demleitner.

Im Damen-Einsitzer schafften die Deutschländer/Deutschland bis 2018 vier weitere Dreifach-Erfolge: 1984 durch Steffi Martin, Bettina Schmidt bzw. Ute Weiß, 1988 durch Steffi Walter-Martin, Ute Oberhoffner-Weiß bzw. Cerstin Schmidt, 2002 durch Sylke Otto, Barbara Niedernhuber bzw. Silke Kraushaar und 2006 durch Sylke Otto, Silke Kraushaar bzw. Tatjana Hüfner.

Deutsche Eisschnellläuferinnen mit dreimal drei kompletten Podesten

Dreifach durften aus deutscher Sicht auch Eisschnellläuferinnen bei Winter-OLympia jubeln: 1984 über 3000 Meter Andrea Schöne vor Karin Enke bzw. Gabi Schönbrunn, 1992 über 5000 Meter Gunda Niemann vor Heike Warnicke bzw. Claudia Pechstein und 1998 über 3000 Meter Gunda Niemann-Stirnemann, Claudia Pechstein bzw. Anni Friesinger.

Bei den alpinen Damen einmal Gold, Silber und Bronze in einem Wettkampf

Und im Alpinen Skisport errangen 1998 Katja Seizinger, Martina Ertl und Hilde Gerg Gold, Silber und Bronze in der Alpinen Kombination.

Dass es 2018 einen weiteren deutschen Dreifach-Erfolg – mit Blickrichtung Vierer-Bob – geben wird, erscheint aber eher unwahrscheinlich.

Marko Michels