Sportbetrieb ausgesetzt – humanitär aktiv

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Mit voller Breitseite trafen die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus auch die 80 Cheerleader vom Ostseetanz Greifswald, wie den gesamten Sportbetrieb im Land.

Am 6.3.2020 zeigten die Teams aller Altersgruppe noch voller Enthusiasmus ihre einstudierten Choreografien in der vollbesetzten Mehrzweckhalle Schönwalde Center in Greifswald für die inzwischen abgesagten Landesmeisterschaften in Lübeck. Cheftrainerin  Anne Knuth: “ „Ich bin zwar traurig, dass wir unsere Leistung nicht zeigen können, aber andererseits haben wir eine hohe Verantwortung unseren anvertrauten Sportlern gegenüber und das hat Priorität.“

Dass man sich auch außerhalb des inzwischen ruhenden Sportbetriebes für das Wohl der Gesellschaft einbringen kann, zeigen beispielhaft Martin Feig und Svenja Vogt von den Ocean Stars der Cheerleader, die sich sofort im Klinikum Greifswald zur Blutspende eingefunden haben. Martin Feig: „Mir ist es ein Bedürfnis, als junger gesunder Mensch, auf diese Weise helfen zu können.“ Und er weiß, wovon er spricht. Als Anästhesist in der Intensivmedizin des Klinikums tätig, erfährt er jeden Tag, wie es ist, schwerkranken Patienten zu helfen und vor welch großen Aufgaben der gesamte Klinikbetrieb steht, die Patientenversorgung abzusichern.

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Svenja Vogt, Psychologiestudierende und Physiotherapeutin pflichtet bei: „Auch ich spüre die Ruhe vor dem Sturm. Wir müssen die Zeit jetzt intensiv nutzen, mitzuhelfen, dass im Ernstfall alle notwendigen Intensivmaßnahmen abgesichert werden können. Ich kann nur den Appell an alle gesunden Menschen, besonders meiner Generation, richten: Spendet Blut oder bringt Euch nach Kräften anderweitig für die Gesellschaft ein.“

Günter Göhrl