49erFX-Crew Tina Lutz und Susann Beucke auf dem Weg nach Tokio

Hamburg/Kiel. Tina Lutz und Susann Beucke (Chiemsee Yacht-Club/Norddeutscher Regatta Verein) haben bereits am dritten Tag der olympischen Halbzeit der 126. Kieler Woche die Qualifikationskriterien für die Olympischen Spiele in Tokio erreicht. Das Duo aus Holzhausen und Strande überzeugte gestern mit eindrucksvoller Bootsgeschwindigkeit und erfolgreicher Taktik. Mit ihrer Ergebnisgala (3, 5, 3, 1) eroberten sie die Spitzenposition in der hochkarätig besetzten 49erFX-Flotte und kämpfen am Sonntag um ihren dritten Kieler-Woche-Titel nach 2013 und 2016. Ihre Berliner Rivalinnen Victoria Jurczok und Anika Lorenz (Verein Seglerhaus am Wannsee) starten als Zwölfte in die letzten beiden Rennen.

49erFX – GER 29 Tina Lutz und Susann Beucke © www.segel-bilder.de

Auch Laser-Weltmeister Philipp Buhl (Norddeutscher Regatta Verein) erzielte im Starkwind einen Tagessieg, und die Bronzemedaillengewinner der Olympischen Spiele 2016, Erik Heil und Thomas Plößel (Norddeutscher Regatta Verein) konnten im 49er sogar zwei Rennen in den fordernden Bedingungen gewinnen. Ohne ihren ungewöhnlichen Ein-Minuten-Frühstart am Vortag stünden auch sie ganz weit oben im Klassement der Skiffsegler. Die WM-Zweiten von 2019 und WM-Dritten von 2018 arbeiteten sich einen Tag vor Ende der weltgrößten Regattaserie mit zwei Tagessiegen auf Platz fünf vor. Damit wahrten die Berliner ihre Podiumschancen und werden im Finale angreifen. Tim Fischer und Fabian Graf (Norddeutscher Regatta Verein/Verein Seglerhaus am Wannsee) beendeten den gestrigen Tag auf Rang sieben.

Philipp Buhl kämpft im Laser am Sonntag als Gesamt-Zweiter um seinen sechsten Kieler-Woche-Titel. Der Sonthofener, der seinen Sport einst im Segelclub Alpsee-Immenstadt vom Vater erlernte, zündete am Samstag mit den Rängen drei, fünf und eins den Turbo und rückte bis auf vier Punkte an den führenden Briten Michael Beckett heran. Dabei blieb er selbstkritisch: „Nicht alles lief perfekt, aber das Ergebnis heute stellt mich erst einmal sehr zufrieden.“ Angesichts der für Sonntag vorhergesagten noch stärkeren Winde, freut sich nicht nur Buhl auf ein furioses Finale im Heimatrevier der Segelnationalmannschaft.

Auch die Nacra17-Crew Paul Kohlhoff und Alica Stuhlemmer (Kieler Yacht-Club) will ihre Podiumsplatzierung verteidigen. Die Lokalmatadoren liegen vor den kommenden Wettfahrten der foilenden Katamarane für Mixed-Crews auf Platz drei hinter den mehrfachen italienischen Weltmeistern Ruggero Tita und Caterina Banti und den Briten John Gimson und Anna Burnett. Den österreichischen Olympia-Bronzemedaillengewinner Thomas Zajac und Barbara Matz sowie die argentinischen Olympiasieger Santi Lange/Cecilia Carranza haben Kohlhoff/Stuhlemmer auch am Vorschlusstag in Schach halten können.

Laser-Radial-Steuerfrau Svenja Weger vom Potsdamer Yacht-Club kämpft am Sonntag als Dreizehnte nach neun Wettfahrten um eine Top Ten-Platzierung für das German Sailing Team.

Quelle: Deutscher Segler-Verband e. V.