Vorsitzende Marlies Rüchel freut sich über 6.670 Euro

Golfpark Strelasund übergibt Spende an Kinder- und Jugendhospizdienst Leuchtturm e.V.

Jörg Remer, Geschäftsführer des Golfparks Strelasund, übergibt den symbolischen Spendenscheck an Marlies Rüchel. Foto: GP Strelasund

Am 24. November 2020 hatte Jörg Remer, Geschäftsführer des Golfparks Strelasund, die freudige Aufgabe einen symbolischen Spendenscheck an den Förderverein des Kinder- und Jugendhospizdienstes Leuchtturm e.V. zu übergeben. 6.670 Euro spendet das Golfresort in der Nähe von Grimmen der Einrichtung zur Fortführung ihrer tragischen, aber doch so wichtigen Arbeit. Eine Summe, die bei dem Turnier „Preis des Präsidenten“ im Oktober gesammelt wurde. Sponsoren, Partner und Golfmitglieder waren zu dem sportlichen Event eingeladen. Das Startgeld für das Turnier, die Einnahmen aus kleinen Gewinnspielen während der Golfrunde und der Erlös aus einer Tombola während der Abendveranstaltung, ließen dieses wunderbare Spendenergebnis zustande kommen.

Die 6.670 Euro sorgten für leuchtende Augen bei der Fördervereinsvorsitzenden Marlies Rüchel. Und selbst für den Golfpark Strelasund ist die Höhe des Betrags überraschend. „Wir sammeln oft bei unseren Turnieren Geld für den guten Zweck, aber mit solch einem Ergebnis haben wir nicht gerechnet. Vielleicht mit einem Drittel davon, aber unsere Golfer haben sich besonders engagiert, als sie von der Arbeit des Spendenempfängers hörten.“ Berichtete Jörg Remer erfreut von dem Golfturnier. Denn bei dem Wort Hospiz geht es nicht nur um Sterbebegleitung.

Der Leuchtturm e.V. organisiert ein Elternfrühstück, bei welchem sich Betroffene austauschen können. Es gibt Aktivitäten für Geschwisterkinder, die oftmals als sogenannte Schattenkinder unter der geringen Aufmerksamkeit der Eltern leiden. Sogar kleine Reisen für ganze Familien wurden schon angeboten, sodass die Eltern sich kleine Auszeiten erlauben dürfen, weil sie ihre Kinder gut betreut wissen konnten. Mit einem schwerkranken Kind in der Familie dreht sich der Alltag, ja das ganze Leben, nur noch um dieses eine Thema. Ein Unfall, eine Krebserkrankung oder die Diagnose einer Stoffwechsel- oder Muskelerkrankung verändern mit einem Schlag einfach alles und dies teilweise über viele Jahre hinweg.

Die Familienbegleiter des Kinder- und Jugendhospizdienstes unterstützen die betroffenen Familien in ganz Vorpommern. Sie gehen den schweren Weg bis zum Unvermeidlichen mit, in wenigen Fällen sogar mehr als 10 Jahre lang. Auch danach sind sie für die Eltern und Geschwister als Trauerbegleiter eine wichtige Stütze. Dieser ambulante Dienst wird durch 32 speziell ausgebildete Ehrenamtler von Rügen bis Ueckermünde realisiert. Viele der ehrenamtlichen Helfer sind besonders auf Kindertrauer spezialisiert, weshalb der Verein seit 2015 auch erkrankte Eltern begleitet und Kinder unterstützt, die ein Elternteil verloren haben. Geldspenden, wie die vom Golfpark Strelasund, werden benötigt, um Trauer- und Familienbegleiter ausbilden zu können. Aber auch in die Öffentlichkeitsarbeit muss investiert werden, damit Interessierte überhaupt erfahren, dass sie sich in solch einem Ehrenamt engagieren können, denn dies kann jeder, der in den vergangenen zwei Jahren keinen eigenen größeren Trauerfall verarbeiten musste.

Ein Teil der eingehenden Geldspenden wird aber auch zur Seite gelegt, denn ein großes Ziel des Leuchtturm e.V. ist die Errichtung des ersten stationären Kinder- und Jugendhospizes in Mecklenburg-Vorpommern. Ein freundliches, barrierefreies und behindertengerechtes Gebäude mit all der notwendigen medizinischen Ausstattung, sodass betroffene Familien sich bis zu 7 Wochen im Jahr hier eine Auszeit nehmen können.

In diesen Tagen wird auf das Ergebnis einer Studie gewartet, die den Bedarf an einer solcher Einrichtung in M-V offiziell geprüft hat und hoffentlich den Startschuss für die Umsetzung dieses Projektes darstellt. Sollte dem so sein, hofft Marlies Rüchel auf die Fertigstellung des Stationären Hospizes in vier bis fünf Jahren. Bis dahin wird weiter fleißig Geld gesammelt, hoffentlich viele Ehrenamtler ausgebildet, die helfen wollen und natürlich auch Sachspenden eingeworben.

Katy Lorenschat, eine der beiden Angestellten des Vereins, hat immer einen Überblick darüber, was gerade benötigt wird. Das kann auch mal ein Boxsack oder Bastelmaterial sein. Wer sich für eine Sachspende interessiert, sollte daher bitte zuerst Frau Lorenschat kontaktieren. Jörg Remer ist sich sicher, dass auch sein Golfpark weiterhin den Leuchtturm e.V. unterstützen wird. Er denkt dabei an Sachspenden oder weitere Geldspenden, die natürlich nur durch den unermüdlichen Einsatz großartiger Sponsoren zusammenkommen. Im Fall des Turniers „Preis des Präsidenten“ sei dabei besonders den Tombolasponsoren Global Gold, Wilson Staff und Handelshof Grimmen gedankt.

PM Golfpark Strelasund