Lea Sophie Friedrich (Dassow) und Carl Hinze (Schwerin) jeweils mit Silber im Teamsprint

Bahnradsport Symbolfoto

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Zum August-Finale wird nun auch noch einmal weltmeisterlich – auf der Bahn – in die Pedale getreten. Vom 23.August 2017 bis 27.August 2017 stehen nämlich die 43.Junioren-Weltmeisterschaften in Montichiari auf dem Programm, wobei mit Lea-Sophie Friedrich (RST Dassow) und mit Carl Hinze (Schweriner SC) auch ein Duo aus M-V vor Ort aktiv ist.

Silberner Auftakt für M-V

Und gleich der erste WM-Tag war für das M-V-Duo sehr erfolgreich… Denn: Lea Sophie Friedrich belegte zusammen mit Emma Götz Rang zwei im Teamsprint der Mädels hinter den Russinnen Yana Tyshenko/Polina Vashenko. Carl Hinze kam, zusammen mit Timo Bichler und Elias Edbauer, im Teamsprint der Jungen ebenfalls zu Silber, hinter dem russischen Trio Daniil Komkov, Dmitry Nesterov und Pavel Rostov.

Zuvor, im Juli 2017 bei den Junioren-EM in Anadia, hatte Lea Sophie Friedrich bereits dreimal Silber im Sprint, Teamsprint bzw. Zeitfahren erkämpft und Carl Hinze einmal Silber im Zeitfahren bzw. einmal Bronze im Teamsprint.

Blick in die JWM-Historie des Teamsprints

Im Teamsprint bei den Mädels gab es bei Junioren-WM im Bahn-Radsport bislang dreimal Gold für deutsche Mannschaften, so 2007 durch Kristina Vogel/Sabine Brettschneider, 2014 durch Doreen Heinze/Emma Hinze und 2015 durch Pauline Grabosch/Emma Hinze.

Die deutschen Jungen konnten bis 2016 viermal Junioren-WM-Gold im Teamsprint erkämpfen, so 2003 durch Sebastian Döhrer/Dominik Harzheim/Daniel Giese, 2004 durch Benjamin Wittmann/Robert Förstemann/Maximilian Levy, 2005 durch Maximilian Levy/Benjamin Wittmann/Rene Enders und 2011 durch Max Niederlag/Benjamin König/Pascal Ackermann.

Bis einschließlich 2017 schafften deutsche Mädels bei JWM im Bahnradsport im Teamsprint dreimal Gold, zweimal Silber. Besser waren nur die Russinnen mit viermal Gold, zweimal Silber, dreimal Bronze. Die JWM-Bilanz der deutschen Teamsprint-Jungen bis nunmehr 2017 lautet viermal Gold, dreimal Silber, sechsmal Bronze. Vor den Deutschen rangieren in dieser Disziplin nur Russland mit fünfmal Gold, dreimal Silber, einmal Bronze, Australien mit viermal Gold, siebenmal Silber, dreimal Bronze und Frankreich mit viermal Gold, viermal Silber.

Vor 42 Jahren fing „alles“ an

Seit 1975, erster Austragungsort war Lausanne, finden Junioren-WM im Bahn-Radsport statt. Junge deutsche Bahn-Radsport-Asse, ob aus der DDR, aus Westdeutschland bzw. wieder vereint, konnten dabei bis 2016 insgesamt 81 Titel feiern.

Bei der Premieren-Junioren-WM errangen die deutsch-deutschen Teilnehmer in den damaligen vier Entscheidungen einmal Gold, zweimal Silber, einmal Bronze, wobei Henry Rinklin das Punktefahren für sich entschied. Der Schweizer Robert Dill-Bundi war seinerzeit Erster in der Einzelverfolgung und holte drei Jahre später, bei den Spielen 1980 in Moskau, auch Olympia-Gold in dieser Disziplin.

Aigle 2016 im Rückblick

In Aigle, bei den letzten Junioren-WM im Bahnradsport 2016, schafften deutsche Athletinnen und Athleten zweimal Gold, zweimal Bronze, was hinter Neuseeland (4 x Gold, 4 x Silber, 1 x Bronze), Italien (3 x Gold, 2 x Silber, 1 x Bronze), Australien (2 x Gold, 3 x Silber, 3 x Bronze) Rang vier im Medaillenspiegel bedeutete.

Übrigens: Die gebürtige Wismarerin Katrin Meinke, die für den RSC Cottbus startete, wurde vor zwanzig Jahren, bei den JWM im Bahnradsport 1997 in Kapstadt Junioren-Weltmeisterin im Sprint und Junioren-Vize-Weltmeisterin im Zeitfahren, nachdem sie bereits 1996 bei den JWM in Nove Mesto Silber im Sprint errungen hatte.

Marko Michels