In einer zweiten Videokonferenz hat der Landesfußballverband Mecklenburg-Vorpommern (LFV) gemeinsam mit den 16 noch im Wettbewerb befindlichen Vereinen am Mittwochabend das weitere Vorgehen im Lübzer Pils Cup der Saison 2020/2021 festgelegt. Der Wettbewerb soll nach einheitlichem Votum aller verbliebenen Teilnehmer aufgrund der aktuellen pandemischen Sachlage vorzeitig beendet werden. Der Verteilungsschlüssel der TV-Gelder soll nach mehrheitlicher Meinung angepasst werden. Die zugehörigen Entscheidungen zur nichtsportlichen Beendigung des Wettbewerbes müssen abschließend noch vom erweiterten LFV-Vorstand am Freitag (21. Mai) bestätigt werden.

Meldung des MV-Teilnehmers anhand bestehender Beschlüsse, Verteilung der TV-Gelder soll angepasst werden

Auf Basis der Entscheidung des erweiterten LFV-Vorstandes zum vorzeitigen Saisonende vom 6. April wird demnach der Greifswalder FC als MV-Teilnehmer für den DFB-Pokal gemeldet. Der F.C. Hansa Rostock hatte die Teilnahme schon über die sportliche Platzierung in der 3. Liga erreicht.

Hinsichtlich der Verteilung der TV-Gelder für die 1. Hauptrunde im DFB-Pokal wurde – vorbehaltlich der Zustimmung durch den erweiterten LFV-Vorstand – eine Neuregelung verabredet. Die Gesamthöhe der TV-Gelder wird seitens des DFB voraussichtlich erst im Juli konkret beziffert. In der Saison 2020/2021 lag der Betrag abschließend bei 171.250 Euro, in den Jahren zuvor waren es 175.500 Euro (2019) bzw. 166.000 (2018). Nach einer vorab gemeinsam erfolgten Absprache innerhalb der Vereine sollen die restlichen Klubs innerhalb dieses Sonderfalles der nichtsportlichen Beendigung des Wettbewerbes dieses Mal nicht prozentual beteiligt werden, wobei der F.C. Hansa Rostock freiwillig auf seinen Anteil verzichtet. Geplant ist nunmehr, einen Pauschalbetrag von je 5.800 Euro an die verbliebenen 14 Vereine auszuschütten. Der restliche Teil der TV-Gelder sowie etwaig nachfolgende Sonder- oder Bonuszahlungen sollen demnach beim gemeldeten MV-Teilnehmer für den DFB-Pokal verbleiben.

Dank an die Vereine

LFV-Präsident Joachim Masuch

LFV-Präsident Joachim Masuch. © LFV MV

LFV-Präsident Joachim Masuch sagt: „Nach sehr intensiven Gesprächen in den vergangenen Wochen nach der ersten Videokonferenz haben sich die noch im Pokalwettbewerb befindlichen Vereine untereinander auf eine gemeinsame Lösung verständigt, die in der heutigen virtuellen Beratung mit dem LFV endabgestimmt werden konnte. So konnte am Ende von zielgerichteten Beratungen und Gesprächen nun eine von allen Beteiligten mitgetragene Lösung für den Lübzer Pils Cup erarbeitet werden. Unser Dank geht hierbei an die Vereine, die in einer für alle Seiten ungewissen und schwierigen Zeit Geduld und Verständnis bewiesen haben und fortlaufend zur sachlichen Diskussion beigetragen haben. Ausdrücklich hervorheben möchte ich das Engagement des F.C. Hansa Rostock in Person des Vorstandsvorsitzenden Robert Marien, unter dessen Federführung ein wesentlicher Beitrag für diese noch abschließend zu bestätigende Regelung durch die Vereine beigesteuert wurde.“

Ulf Kuchel, Vorsitzender im LFV-Spielausschuss, sagt: „Wir bedanken uns bei den Vereinen für das konstruktive Mitwirken im Rahmen dieser aufgrund höherer Gewalt notwendig gewordenen Absprachen. Die sportliche Beendigung des Landespokalwettbewerbes stand bei allen stets im Vordergrund. Aber es musste auch eine solidarische Lösung für den jetzt eingetretenen Fall der nichtsportlichen Entscheidung gefunden werden. Dies ist nunmehr gelungen.“

Quelle: LFV MV