Norick Blödorn gewinnt die Pfingstchallenge in Güstrow

Mit einem beeindruckenden Maximum gewann Norick Blödorn die Pfingstchallenge, die schon traditionell den Auftakt zum großen Motorsportwochenende im Herzen Mecklenburgs bildet. Nicht nur seine perfekten Starts sondern auch sein kämpferischer Fahrstil und die jeweilige Wahl der besten Fahrlinie sicherten dem gerade 18 Jahre alt gewordenen Youngster diesen Erfolg, über den er sich auch sichtlich freute.

„Heute hat es richtig Spaß gemacht, ich hatte keine Stress und habe das Rennen auch zwischen den Läufen einfach genießen können“, sagte der amtierende deutsche Juniorenvizemeister nach der Siegerehrung. „Bei meinen letzten Rennen in Güstrow kam ich mit der Abstimmung des Set-Ups nicht so zurecht und habe mich nicht gut gefühlt, aber heute war es perfekt. Jeder Start hat geklappt und ich konnte mich voll auf das Fahren konzentrieren. Dann kommt auch so ein Maximum heraus.“

Viele der erstmals in Güstrow startenden Junioren mussten sich zunächst mit der Bahn vertraut machen. So lief Marius Nielsen, als er sah, wie Norick außen Griff fand, sofort zu seinem Team und ließ die Übersetzung ändern. Am Ende reichte es für den zweiten Platz in der Tageswertung. Den heißesten Kampf lieferte er sich mit Norick, als dieser die äußere Linie wählte und der Däne immer wieder innen dagegen halten konnte. Aber Norick bemerkte diesen Angriff rechtzeitig und blockte den Fahrer aus Holsted geschickt ab. Dritter wurde in der Endabrechnung Antoni Mencel aus Polen. Der 16-jährige Junior von Unia Leszno startete das erste Mal in Deutschland und zeigte sich sehr verwundert über die kurze und besondere Bahn in Güstrow. Mit guten Starts, die zu zwei Laufsiegen führten, sicherte er sich die unterste Podeststufe noch vor dem Australier Fraser Bowes.

Für den größten Jubel der 1500 Besucher sorgte aber zweifelsohne die einzige Dame im Feld. Celina Liebmann, die eine Woche zuvor die Wildcard für das erste Rennen des SGP 2, der Juniorenweltmeisterschaft, erhalten hatte, tat sich in allen ihren Läufen mit großem Kampfgeist hervor. Bei ihrem vierten Auftritt lieferte sie sich ein rundenlanges Duell mit dem Briten Drew Kemp. Immer wieder konnte sie auf der äußeren Linie einen Angriff setzen und stets konterte der Junior von der Insel auf der Innenbahn. Als es schon entschieden schien, holte Celina noch einmal richtig Schwung und in der letzten Runde setzte sie sich dann vor ihren Kontrahenten. Auf der Ehrenrunde hielt es dann wohl keinen mehr auf seinem Platz, weil sie sich so ehrlich über diesen Erfolg freute.

Groß war die Freude der Fans auch bei der Siegerehrung und viele Besucher blieben bis weit nach der Nationalhymne. Norick Blödorn musste noch sehr viele Selfies machen, nahm sich aber gern die Zeit, denn die Begeisterung der Zuschauer zu entfachen ist doch die beste Belohnung für einen Rennfahrer.

Gunnar Mörke

 

Ergebnis:

1.Norick Blödorn (D) 15 Punkte, 2. Marius Nielsen (DK) 13, 3. Antoni Mencel (PL) 12, 4. Fraser Bowes (AUS) 11, 5. Drew Kemp (GB) 10, 6. Bastian Borke (DK) 10, 7. Erik Bachhuber (D) 10, 8. James Pearson (AUS) 8, 9. Celina Liebmann (D) 6, 10. Mika Meijer (NL) 6, 11. Rasmus Pedersen (DK) 6, 12. Mario Niedermeier (D) 5, 13. Keynan Rew (AUS) 3, 14. Hugo Lundahl (SWE) 3, 15. Ben Trigger (GB) 2, 16. Lucas Rath (D) 0; 17. Lukas Wegner (D) 0.

 

 

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