Die Para Schwimmer des Paralympischen Trainingszentrum Rostock bereiten sich derzeit intensiv auf die anstehenden Wettkampfhöhepunkte vor. Auch mit der Ungewissheit, wie die Internationale Deutsche Meisterschaft im Juni, die Europameisterschaft im Mai oder die Paralympics Ende August stattfinden werden, trainiert die Trainingsgruppe um Landestrainer Andre Wilde im notwendigen Umfang.

Para-Schwimmerin Neele Labudda | Foto: Jette Mundt

Eine Abwechslung in den Trainingsalltag brachte ein Testwettkampf am 14. Februar 2021 in Potsdam. Die Bundesstützpunkte Berlin und Potsdam sowie das Paralympische Trainingszentrum Rostock trafen sich mit ca. 30 Sportler*innen zu einem Vergleich. Trotz der intensiven Trainingswochen und ohne spezielle Vorbereitung konnten die Para Schwimmer vom Hanse SV Rostock mit sehr guten Leistungen aufwarten. Unter den Augen der Chefbundestrainerin Ute Schinkitz erreichte Neele Labudda bereits zum dritten Mal in dieser Saison über 100m Brust mit 1:28,32 Minuten die geforderte Norm für die Paralympischen Spiele in Tokio. Katherina Rösler, die die Qualifikation für die Europameisterschaften bereits im Dezember geschwommen ist, konnte an ihre sehr guten Vorleistungen anknüpfen. Die gebürtigen Schweriner Sammy Tröh, Nils Hutschreuther und Leon Bennardt rechtfertigten mit ihren neuen Bestleistungen, die zum Jahresbeginn erfolgte Berufung in den Nachwuchskader der Abteilung Schwimmen des Deutschen Behindertensportfachverbandes.

Direkt im Anschluss an diesen Testwettkampf fuhr Neele Labudda auf Einladung der Nationalmannschaft zur komplexen Leistungsdiagnostik nach Leipzig. Dort werden in drei Tagen mit unterschiedlichen Tests die aktuellen Leistungsvoraussetzungen untersucht. Aus den Ergebnissen lassen sich nützliche Rückschlüsse auf das bevorstehende Training ziehen, um die Vorbereitung auf die Europameisterschaften und die Paralympischen Spiele zu optimieren.

Text: Andre Wilde (Landestrainer Para Schwimmen MV)