Die Gäste glichen beim Herforder EV im letzten Drittel einen 0:2-Rückstand aus und holten sich am Ende noch zwei Punkte.

Eishockey: Puck und Hockeyschläger liegen auf der Eisfläche

Symbolfoto

Mit einem 3:2 nach Verlängerung (0:0, 0:0, 2:2, 1:0) beim Herforder EV in dessen Eishalle Im Kleinen Felde sind die Piranhas des Rostocker Eishockey-Clubs in der Nacht von Freitag zu Sonnabend erfolgreich in die neue Saison der Oberliga Nord gestartet.

Die praktisch runderneuerte Mannschaft von der Ostsee trat wie angekündigt ohne Verteidiger Sean Morgan an, der nach einer leichten Verletzung noch geschont wurde. Von den Förderlizenz-Spielern aus Weißwasser waren Verteidiger Moritz Raab und Stürmer Luis Müller mit von der Partie.

In einem verteilten ersten Drittel hatten die Gäste kleine Vorteile (10:6 Torschüsse), scheiterten aber am guten Herforder Keeper, so dass es zunächst keine Treffer gab.

REC-Mannschaftsleiter Dirk Weiemann in der ersten Pause: „Ein leichtes Chancenübergewicht haben wir zwar, doch insgesamt ist es ein eher zerfahrenes Spiel. Wie erwartet ist die erste Reihe des Gegners mit Björn Bombis und einigen anderen ehemaligen Akteuren der Hannover Scorpions sehr stark.“

Im Mitteldurchgang gab es die ersten beiden Zeitstrafen, beide gegen die Gäste und dann noch kurz hintereinander – Fabio Frick für Stock-Check und Jonas Gerstung wegen Beinstellens mussten auf die „Abkühlbank“ –, so dass sie sich eine gute Viertelminute lang sogar in 3:5-Unterzahl wehren mussten. Sie überstanden diese brenzlige Situation aber unbeschadet. Schrecksekunde zudem in der 26. Spielminute: Nach einem schweren Zusammenstoß mit einem Herforder Akteur musste Keeper Leon Meder verletzt raus und wurde durch Jascha Strobel ersetzt.

Eingangs des dritten Drittels gab es für die Piranhas gleich zwei kalte Duschen in Gestalt des 0:1 (42.) und 0:2 (45.) jeweils durch Kovács. Doch die Gäste blieben bissig, zeigten Moral und schlugen durch Neuzugang Matthew Pistilli (47.) und Thomas Voronov (49.) sofort zurück. Schade, dass sie ihr einziges Powerplay in der 57. Minute nicht nutzen konnten. So ging es in die Verlängerung.

Es lief bereits die letzte Minute der Overtime, als die Rostocker das 3:2 erzielten und damit noch zwei Punkte statt nur eines Zählers mitnahmen. Zur Stelle, um den Puck zum GWG – Game winning goal – ins Netz der Ostwestfalen zu befördern, war 50 Sekunden, bevor es ein Penaltyschießen gegeben hätte, Kapitän Jonas Gerstung nach Vorarbeit von Tom Pauker und Filip Stopinski.

„Es war ein zähes Spiel für uns. Herford hat alles getan, um uns beim Spielen zu stören. Damit haben wir uns die meiste Zeit schwer getan. Am Ende nehmen wir aber immerhin und verdient zwei Punkte mit nach Hause. Das Team hat das Ding für sich und natürlich auch für Leon Meder gewonnen“, so Dirk Weiemann.

Sein erstes Heimspiel bestreitet der REC am Freitag dem 13. um 20 Uhr in der Eishalle Schillingallee gegen die Hannover Scorpions (starteten mit einem 4:3-Sieg nach Penaltyschießen bei den Crocodiles Hamburg).

Zu den Corona-Maßnahmen im Lockdown-Monat November gehört, dass die Spiele leider alle ohne Zuschauer stattfinden.

REC Piranhas: Meder, Strobel – Becker, Gerstung, Frick, Seckel, Noack, Raab – Voronov, von Ungern-Sternberg, Stopinski, Pistilli, Pauker, Brockelt, Stanley, Dunbar, Müller, Schubert

Tore: 1:0 Kovács (42.), 2:0 Kovács (45.), 2:1 Pistilli (47./Vorlage: Gerstung), 2:2 Voronov (49.), 2:3 Gerstung (65./Pauker, Stopinski)

Strafminuten: Herford 2, Rostock 4

Autor: Arne Taron / Rostocker Eishockey Club