Ein super drittes Drittel bei den Hannover Scorpions führt zur kompletten Wende im Spiel und zum 7:5-Sieg.

Die Piranhas des Rostocker Eishockey-Clubs ließen am Wochenende in der Oberliga Nord aufhorchen. Foto: REC

Die Piranhas des Rostocker Eishockey-Clubs ließen am Wochenende in der Oberliga Nord aufhorchen. Foto: REC

Mit einem 4:3 nach 0:2-Rückstand gegen Spitzenreiter Tilburg Trappers ließen die Piranhas des Rostocker Eishockey-Clubs am Freitag in der Oberliga Nord aufhorchen. „Diesen Sieg muss man richtig einordnen können. Wir haben gegen eine Mannschaft gespielt, die nicht in Top-Besetzung war“, trat Trainer Christian Behncke auf die Euphorie-Bremse. Er sei „aber natürlich trotzdem froh über die drei Punkte, und die Jungs haben ein gutes Gefühl dadurch bekommen. Jetzt müssen wir dieses Gefühl mit in den Sonntag nehmen und noch eine Schippe drauflegen!“ Das gelang bei den Hannover Scorpions mit einem fulminanten Schlussdrittel: Mit 7:5 (0:2, 2:2, 5:1) siegte der REC und machte dabei aus einem 1:4 ein 7:4!

Chancen gab es im ersten Durchgang für beide Teams, die Scorpions zeigten sich jedoch effektiver und abgezockter und brachten die Scheibe zweimal im Gehäuse der Gäste unter. „Bei unserer ersten Reihe sieht es ganz gut aus, bei der zweiten läuft noch nicht alles rund. Insgesamt spielen die Gastgeber flüssiger und agieren vor dem Tor gefährlicher. Wir müssen unsere Chancen einfach besser nutzen“, so REC-Mannschaftsleiter Dirk Weiemann in der ersten Pause.

Der Mittelabschnitt verlief ausgeglichen. Sowohl nach dem 0:3 als auch dem 1:4 hatten die Piranhas die richtige Antwort parat. Weiemann: „Wir konnten die Szenerie offen gestalten und wehren uns. Fürs letzte Drittel ist noch alles drin.“  Wie Recht er doch hatte! Die Gäste kamen mit Volldampf aus der Kabine und drehten durch vier Treffer in Serie in nur fünf Minuten zum 6:4 komplett das Spiel.
Dirk Weiemann: „Das waren direkt nach Beginn einige sauber herausgespielte Tore. Danach waren die Scorpions wirklich konsterniert und durch den Wind. Im Kopf schien für sie das Spiel nach dem zweiten Drittel schon durch zu sein. Eine starke Leistung von uns im letzten Drittel, die belohnt wurde. Wir freuen uns sehr über dieses Sechs-Punkte-Wochenende.“

REC Piranhas: Urbisch (Schneider) – Gerstung, Hartmann, Weist, Baumgardt, Becker, Miethling, Junge – Rabbani, Richter, Pauker, Voronov, Brockelt, Stanley, Kurka, Koopmann, Tomanek
Neben den Langzeitverletzten Krüger und Beck fehlten auch Kohl (Knie) und Lukacevic (dritter Kontingentspieler).

Tore: 1:0 Trabucco (8.), 2:0 Airich (16.), 3:0 Bombis (26), 3:1 Miethling (31./Vorlage: Kurka – in Überzahl), 4:1 Strakhov (33. – in ÜZ), 4:2 Kurka (39./Tomanek, Hartmann), 4:3 Pauker (44./Rabbani, Stanley), 4:4 Pauker (46./Rabbani, Stanley), 4:5 Gerstung (48./Rabbani, Stanley), 4:6 Koopmann (49./Hartmann, Tomanek), 4:7 Kurka (58./Tomanek, Becker), 5:7 Schmid (60. – in ÜZ)

Strafminuten: jeweils 8

Zuschauer: 701

Autor: Arne Taron, REC