Goalballer laufen künftig mit Kempa auf und planen weiter ihre Zukunft

Rostock – Der Rostocker Goalballclub Hansa e.V. wird zukünftig mit dem deutschen Sportartikelhersteller Kempa auflaufen. Dazu unterzeichnete Clubchef Reno Tiede im Profimarkt Bentwisch, die ebenfalls Bestandteil des Deals sind, einen Vierjahresvertrag. Für den RGC ist es der erste Ausrüstervertrag. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit Kempa einen Spezialisten für Indoorsport an Land ziehen konnten.“ freut sich Tiede. Nachdem Goalino, das Maskottchen der Goalballer, schon Einzug im Profimarkt erhalten hat, soll ab Sommer auch das Spieltrikot des Vereins im Store erhältlich sein.

Christopher Stien (Inhaber Profimarkt Bentwisch; links) und Reno Tiede (Vorstandsvorsitzender des RGC Hansa; rechts) halten das neue RGC Spielertrikot. Foto: RGC Hansa

Christopher Stien (Inhaber Profimarkt Bentwisch; links) und Reno Tiede (Vorstandsvorsitzender des RGC Hansa; rechts) halten das neue RGC Spielertrikot. Foto: RGC Hansa

Goalballer basteln weiter an der Zukunft

Während das Corona-Virus den gesamten Sport lahm gelegt hat, arbeiten der RGC Hansa und der VBRS M-V gemeinsam unter Hochdruck an der konzeptionellen Ausrichtung und Weiterentwicklung der Sportart in Mecklenburg-Vorpommern. „In unserer Ausrichtung setzen wir auf Wachstum.“ so RGC Cheftrainer und Leiter des paralympischen Trainingsstützpunktes in Rostock Mario Turloff. „In Rostock wollen wir zukünftig mehr Angebote für die Menschen in der Stadt schaffen. Aber gemeinsam mit dem VBRS wird überlegt, wie wir neue Vereine im gesamten Bundesland für den Sport begeistern und erschließen können.“ so Turloff weiter. „Kernaufgabe des Vereins wird aber weiterhin der Leistungssport und die Heranführung junger Talente an den Spitzensport sein.“ sind sich Tiede und Turloff wie so oft einig. Ein zweiter Eckpfeiler, der dem Verein eine positive Zukunft sichern soll, ist der Ausbau des Kinder- und Jugendsports. Dazu arbeitet der RGC Co-Trainer und Hauptverantwortlicher für die Rostock Goalinis (Bambini-Mannschaft des RGC) Heiko Prinz an der konzeptionellen Ausrichtung. „Wir wollen besonders Kindern mit Seheinschränkungen unsere Unterstützung in der Entwicklung und Förderung ihrer individuellen motorischen Fähigkeiten und ihrer Persönlichkeitsentwicklung geben. Dieses Angebot ist aber natürlich auch für alle anderen Kinder offen. Wir streben Kooperationen mit KiTas und Regelgrundschulen an, um dort mit Sportangeboten wie unserem Goalini-Konzept ein inklusives Training anzubieten. Diese Zusammenarbeit zwischen Verein und den Institutionen der Kinderbetreuung soll für uns die Grundlage für unsere Nachwuchsgewinnung sein.“ Berichtet Heiko Prinz.

Zur erfolgreichen Umsetzung will der Verein die notwendigen Rahmenbedingungen schaffen. „Wir wollen unter anderem unser Finanzierungsmodell überarbeiten und eine leistungssportgerechte Personalstruktur schaffen.“ erklärt Tiede. So schickt der Verein beispielsweise im Juni gleich drei aktive Spieler in die Trainerausbildung. Sie sollen im Nachwuchsbereich eingesetzt werden und als aktive Spieler den Leistungssport greifbar machen. Gelichzeitig können sie erste Erfahrungen als Trainer sammeln.

„Natürlich blicken auch wir in eine ungewisse Zukunft. Aber wir hatten vor Corona große Visionen und daran konnte auch ein Virus nichts ändern. Wir haben derzeit einige Projekte auf dem Schreibtisch, die wir austüfteln und auf den Weg bringen. Wie viele andere Vereine aus dem Leistungssport trifft uns die Krise finanziell sehr hart. Aber wir wollen strukturell und konzeptionell gestärkt daraus hervorgehen und hoffen möglichst viele Partner für unseren Weg begeistern und mitnehmen zu können.“ zeigt sich Tiede kämpferisch.

Quelle: RGC Hansa e.V.