Die ROSTOCK SEAWOLVES haben erstmals in dieser Saison zwei Spiele hintereinander verloren. Der Tabellenführer der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA unterlag bei den Bayer Giants Leverkusen mit 82:95 (35:42). Foulprobleme und eine schwache Dreipunktequote von 31 Prozent (10/32 3FG) waren ausschlaggebend für die Niederlage. Brad Loesing kam auf 18 Punkte, neun Rebounds und fünf Assists für die Rostocker. JJ Mann kam auf Leverkusener Seite auf 24 Zähler und acht Rebounds.

Bayer Giants Leverkusen gegen ROSTOCK SEAWOLVES 95:82 (42:35)

Rostock Seawolves BasketballIn der Anfangsformation der SEAWOLVES standen Brad Loesing, Chris Carter, Rain Veideman, Mitch Jost und Sid-Marlon Theis. Die Rostocker Starter übten früh Druck auf den Leverkusener Aufbauspieler aus und machten es dem Gegner dadurch schwer, sein eigenes Spielsystem zu entwickeln. Die Rostocker forcierten im ersten Viertel sieben Ballverluste. Nach einem guten Start der SEAWOLVES (11:3, 3. Min) fanden die Giants aber besser ins Spiel: Ein 8:2-Lauf brachte den Ausgleich; die Hausherren hatten das Spiel am Ende des ersten Abschnitts gedreht (18:19).

Zwei Giants-Dreier brachten die Wölfe mit 20:25 (13. Min) in Rückstand. Coach Dirk Bauermann nutzte eine Auszeit, konnte den Spielfluss der Leverkusener jedoch nicht bremsen. Die Giants fanden Lücken in der Rostocker Verteidigung und kam so zu einfachen Punkten. Hinzu kamen Foulprobleme von vier Leistungsträgern: Tyler Nelson, Rain Veideman, Sid-Marlon Theis und Keith Wright hatten bereits zur Halbzeit jeweils drei persönliche Fouls.
In der zweiten Hälfte zogen die Leverkusener zweistellig davon. Die Rostocker trafen zwar besser von außen – Loesing und Jost erzielten Dreipunktewürfe -, mussten aber auch mit den Fouls haushalten. Wright, Theis und Veideman kassierten im dritten Durchgang jeweils ihr viertes Foul. So konnten die Rostocker nicht mehr so viel Druck in der Verteidigung ausüben. Leverkusen spielte cleveren Teambasketball und baute seine Führung auf 16 Zähler (53:69) bis zum Viertelende aus.

Zu Beginn des Schlussviertels beging Veideman sein fünftes Foul. In der Folge bekam auch Coach Bauermann ein zweites technisches Foul und wurde der Halle verwiesen. Die SEAWOLVES zeigten eine Reaktion: Innerhalb von 70 Sekunden verkürzten die Wölfe von 53:71 auf 62:73 (32. Min). Vier Minuten später trennten beide Teams nur noch neun Punkte (72:81, 36. Min). Danach zogen die Giants erneut davon. Der ehemalige Rostocker Haris Hujic erzielte in der Schlussphase sechs seiner insgesamt elf Zähler. Die Rostocker mussten sich somit zum fünften Mal in dieser Saison geschlagen geben.

SEAWOLVES-Coach Dirk Bauermann nach dem Spiel: „Auch wenn die Punkte, die Leverkusen erzielt hat, einen anderen Eindruck vermitteln: Unsere Mannschaft hat heute mit viel Herz gespielt, viel Einsatz gezeigt und viel investiert. Am Ende war die mangelnde Tiefe entscheidend aufgrund der Verletzungsmisere wie auch der Tatsache, dass Chris Carter erst seit kurzem wieder fit ist und Tyler Nelson noch keinen Rhythmus hat. Insofern bin ich sehr zufrieden, mit dem, was die Mannschaft investiert hat und wie sie sich verkauft hat. Es ist überhaupt kein Grund, den Kopf hängen zu lassen. Solche schwierigen Phasen während der Saison aufgrund von Verletzungen sind vollkommen normal und gehören zum Teil des Weges.“

Am nächsten Sonntag, den 7. Februar, empfangen die ROSTOCK SEAWOLVES um 16:00 Uhr die Kirchheim Knights in der StadtHalle Rostock. Das Hinspiel hatten die Wölfe mit 76:82 verloren. Die Partie wird kostenfrei auf sportdeutschland.tv übertragen.

Viertelstände (LEV-HRO): 19:18, 23:17, 27:18, 26:29

Punkteverteilung

Rostock: Buchholz (0), Carter (12), Gloger (6), Ilzhöfer (0), Jost (5), Loesing (18), Nelson (9), Theis (12), Veideman (10), Wright (10).

Leverkusen: Bacak (9), Blass (2), Dressler (5), Eberhardt (9), Edigin Jr. (4), Fankhauser (nicht eingesetzt), Heinzmann (13), Hujic (11), Kahl (4), Kuczmann (2), Lohaus (12), Mann (24).

Quelle: EBC Rostock / Seawolves