SEAWOLVES machtlos gegen Offensivpower der Eisbären

Die ROSTOCK SEAWOLVES haben gegen die Eisbären Bremerhaven mit 98:112 (54:61) verloren. Es war die erste Heimniederlage der Wölfe nach zuletzt acht Heimerfolgen in Serie. Die Gäste von der Nordsee waren nicht zu stoppen und beeindruckten mit überragenden Wurfquoten. In der zweiten Hälfte zogen die Eisbären zweistellig davon, Rostock fand kein Mittel gegen die Offensivpower der Bremerhavener, die insgesamt 16 von 21 Dreier verwandelten. Trotz der vierten Saisonniederlage bleiben die SEAWOLVES Tabellenführer der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA.

ROSTOCK SEAWOLVES gegen Eisbären Bremerhaven 98:112 (54:61)

Rostock Seawolves LogoEs gibt Basketballspiele, die lange in Erinnerung bleiben. Gerade dann, wenn nicht nur ein Spieler einen Sahnetag erwischt, sondern gleich ein ganzes Team. Die Eisbären Bremerhaven waren mit dem Selbstvertrauen eines 107:91-Siegs gegen Jena nach Rostock gereist und wollten – wie auch die SEAWOLVES, die am Freitag mit 88:80 in Trier siegreich waren – den Doppelspieltag mit einem weiteren Erfolg krönen.

Das Spiel begann temporeich und mit hoher Intensität. Beide Teams waren offensiv gut aufgelegt und erwischten einen guten Start (5:5, 2. Min). Till Gloger tänzelte in der Zone und punktete gegen Robert Oehle, Rostock setzte sich auf fünf Zähler ab (13:8, 5. Min), doch Bremerhaven antwortete postwendend und ging nach einem 7:0-Lauf in Führung. Im ersten Viertel ging es Hin und Her. In der ersten Hälfte wechselte die Führung 21 Mal.

Rostock suchte verschiedene Wege, den Offensivdrang der Gäste zu stoppen, doch die Eisbären blieben cool und hatten immer eine Antwort parat. Bremerhaven traf aus fast jeder Lage und hatte zur Pause 80 Prozent aus dem Zweipunktebereich (16/20 2FG), 88 Prozent von der Dreierlinie (7/8 3FG) und 89 Prozent von der Freiwurflinie (8/9) versenkte. Die SEAWOLVES lagen dennoch zur Halbzeit mit nur sieben Zählern zurück, obwohl die eigenen Werfer aus der Distanz heute kein Wurfglück hatten (19/24 2FG, 5/14 3FG, 1/3 FT).

Nach dem Seitenwechsel blieben die Gäste weiter heiß und brandgefährlich. Jeder Fehler der Rostocker wurde direkt bestraft; Bremerhaven war weiterhin im offensiven Rausch. Der ehemalige Rostocker Jarelle Reischel traf aus der Distanz zum 56:69 (32. Min) aus Rostocker Sicht. Nach dem dritten Viertel lagen die Eisbären mit 18 Punkten (71:89) vorn.

Die SEAWOLVES starteten mit einem 7:0-Lauf ins Schlussviertel und konnten durch ihre intensive Pressverteidigung bis auf elf Punkte verkürzen (78:89, 32. Min). Als dann aber Reischel nach gutem Passspiel Tyler Nelson per Wurffinte aussteigen ließ und einen offenen Dreier zum 78:94 (33. Min) traf, übernahmen die Gäste wieder die Spielkontrolle und setzten sich durch einen 12:0-Lauf entscheidend ab. Die SEAWOLVES kämpften bis zur letzten Sekunde, um zumindest den direkten Vergleich zu behalten – Rostock gewann das Hinspiel mit 95:84. Am Ende war vor allem die unglaublich starke Dreierquote der Gäste, die noch lange in Erinnerung bleiben wird, ausschlaggebend für die vierte Saisonniederlage der SEAWOLVES.

Head Coach Christian Held nach dem Spiel: “Wir waren heute machtlos gegen die Dreierquote der Bremerhavener, die 76 Prozent bei 21 Versuchen getroffen haben. Das war extremst beeindruckend. Wir haben verschiedene Mittel und Verteidigungsarten gegen sie versucht, aber immer wenn sie es brauchten, haben sie zwei Dreier getroffen und so ist es natürlich schwer, das Spiel zu gewinnen. Ich fand gut, dass wir bis zum Ende zusammengeblieben sind und dass die Mannschaft nie aufgegeben hat. Wir haben bis zum Ende gekämpft, verteidigt und sind eine hohe Intensität gegangen.“

Am kommenden Spieltag sind die ROSTOCK SEAWOLVES wieder auswärts gefordert. Am Samstag treffen sie um 19:00 Uhr auf die Tigers Tübingen, wie immer kostenfrei und live auf sportdeutschland.tv.

Viertelstände (HRO-BHV): 27:26, 27:35, 17:28, 27:23

Punkteverteilung

Rostock: Carter (7), de Oliveira (11), Gloger (10), Ilzhöfer (2), Jost (nicht eingesetzt), Montgomery Jr. (2), Nelson (12), Pearson (23), Roland (18), Schmundt (nicht eingesetzt), Theis (8).

Bremerhaven: Baggette (13), Heiken (0), Klesper (0), Laster (13), Love (17), Moore (23), Oehle (6), Reischel (12), Richards (8), Yebo (20).

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