Die ROSTOCK SEAWOLVES sind nach einem hart erkämpften 86:82-Sieg gegen Phoenix Hagen wieder Tabellenführer der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. Ein 18:0-Lauf brachte die Wölfe in der ersten Hälfte zweistellig in Führung. Hagen kam zurück und hätte den Rostockern beinahe die zweite Heimniederlage der Saison zugefügt. Chris Carter entschied das Spiel mit einem Dreier und einem Ballgewinn in der Schlussphase. Tyler Nelson und Brad Loesing waren mit je 15 Punkten die Topscorer der SEAWOLVES. Bei den Gästen kam Karrington Ward auf 17 Zähler.

ROSTOCK SEAWOLVES gegen Phoenix Hagen 86:82 (52:46)

Rostock Seawolves BasketballAlle guten Dinge sind drei: Im dritten Anlauf gelang den ROSTOCK SEAWOLVES erstmals überhaupt ein Heimsieg gegen Phoenix Hagen. Was in den vergangenen beiden Spielzeiten nicht gelang, war im Nachholspiel der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA ein hartes Stück Arbeit.
Schon zu Beginn suchten die Gäste aus Hagen ihr Glück im Angriff. Mit schnellem Passspiel fanden sie die offenen Schützen und versenkten im ersten Durchgang acht ihrer zwölf Dreipunktewürfe. Die SEAWOLVES blieben auf Tuchfühlung, wenngleich sie in der Verteidigung gegen die nur mit acht Spielern angereisten Hagener ihre Schwierigkeiten hatten.

Im zweiten Abschnitt wendete sich das Blatt: Tyler Nelson lief heiß und versenkte innerhalb von fünf Minuten fünf Dreier bei fünf Versuchen. So drehten die SEAWOLVES während eines 18:0-Laufs das Spiel und lagen in der 14. Minute zweistellig vorn (42:30). Bis zur Halbzeit behaupteten die Hausherren ihre Führung, Hagen arbeitete sich aber Punkt um Punkt heran. So auch im dritten Durchgang, als Phoenix-Flügel Karrington Ward elf seiner insgesamt 17 Zähler auflegte und sein Team dadurch im Spiel hielt. Vor dem Start ins Schlussviertel führten die Wölfe nur noch mit zwei Punkten (68:66).

Das Schlussviertel entwickelte sich zur Nervenschlacht. Hagen holte sich nach Freiwürfen von Joel Aminu die Führung kurzzeitig zurück, ehe es Hin und Her ging. Chris Carter und Brad Loesing nahmen ihr Herz in die Hand und kompensierten dadurch den schwächeren Auftritt von Trevor Lacey, der im gesamten Spiel nur vier seiner 14 Würfe traf. Diese Treffer kamen aber in einer wichtigen Phase, als das Spiel auf des Messers Schneide stand. Mit sechs Punkten in Folge hielt er die Rostocker im Rennen (81:80, 38. Min). 55 Sekunden vor dem Ende versenkte Carter einen weiten Dreier zur 84:80-Führung. Nach einer Hagener Auszeit punkteten die Gäste. Laceys Distanzwurf verfehlte 24 Sekunden vor Schluss das Ziel und nach einer weiteren Auszeit hatten die Feuervögel die Chance auf den potenziellen Ausgleich oder sogar die Führung. Aminu beging jedoch sieben Sekunden vor Schluss einen Schrittfehler. Der Ballbesitz wechselte; die Rostocker konnten allerdings den Einwurf nicht an den Mann bringen, weil eine Hagener Hand dazwischen war. Carter stibitzte sich jedoch den Ball zurück und passte ihn auf Jarelle Reischel, der nach einem Foul ohne Restspielzeit an der Freiwurflinie den Endstand herstellte.

Head Coach Dirk Bauermann nach dem Spiel: “Es war ein typisches Spiel gegen eine Mannschaft, die eigentlich nichts mehr zu verlieren hat und locker drauf los spielt. Wir haben es in der ersten Halbzeit nach dem schlechten defensiven ersten Viertel deutlich besser gemacht. Wir haben es aber mehrfach verpasst, den zweistelligen Vorsprung richtig auszubauen und Hagen den Zahn zu ziehen. Das lag an individuellen Fehlern, die uns bei unserer Klasse nicht passieren dürfen. Am Ende – wie in so vielen Spielen zuvor – haben wir offensiv wie defensiv die Big Plays gemacht und dann dieses Spiel gewonnen. Insofern ist es gut, auch solche Spiele zu gewinnen und jetzt wieder sechs Spiele hintereinander gewonnen zu haben. Die Tabelle sieht gut aus. Nun heißt es: volle Konzentration auf Schwenningen.”

Am nächsten Sonntag (28.3.) um 16:00 Uhr sind die SEAWOLVES erneut im eigenen Revier gefordert. Dann empfangen sie die wiha Panthers Schwenningen mit den ehemaligen Rostocker Profis Chris Frazier und Kevin Bryant. Das Spiel findet ohne Zuschauer statt und wird kostenlos im Livestream auf sportdeutschland.tv übertragen.

Viertelstände (HRO-HAG): 26:30, 26:16, 16:20, 18:16

Punkteverteilung

Rostock: Carter (10), Gloger (5), Ilzhöfer (0), Jost (2), Lacey (9), Loesing (15), Nelson (15), Reischel (12), Skobalj (nicht eingesetzt), Theis (9), Wright (7), Zakis (2).

Hagen: Bishop (13), Cartwright (8), Giese (7), Lodders (12), Aminu (16), Keßen (7), Ward (17), Baumann (2).

Quelle: EBC Rostock / Seawolves