Von der Gegenwart in die Historie und zurück…

Blick in die Skihalle in Wittenburg. Foto: M.M.

Weihnachten 2017 ist „gegessen“. Jetzt warten die Silvester-Raketen und der Neujahrskater. Und natürlich jede Menge Sport. Die Volleyball-Mädels des SSC durften sogar schon am Abend des zweiten Weihnachtsfeiertages wieder in der ersten Bundesliga ran und gewannen zu Hause gegen MTV Allianz Stuttgart mit 3:0. Mit 24 Punkten nach 10 Spielen ist der SSC derzeit Zweiter. Gelaufen wurde und wird natürlich zu Weihnachten, Silvester und Neujahr allerorten in M-V natürlich ebenfalls.

Wintersport-Asse gefordert

Besonders gefordert sind jedoch die Wintersportasse, so im Eishockey, im Skilanglauf und im alpinen Skisport. Am Neujahrstag steigt ein alpiner City-Event im Parallelslalom für die Damen und die Herren in Oslo.

Dazu gibt es um den Jahreswechsel als besondere Highlights die 12.Tour de Ski im Skilanglauf, die 66.Vierschanzen-Tournee im Skispringen und den 91.Spengler-Cup im Eishockey.

Für viele Winter-Sportlerinnen bzw. -Sportler sind diese Wettkämpfe wichtige Vorbereitungen auf die Olympischen Winterspiele im Februar 2018 in Pyeongchang.

Der alpine Team-Wettbewerb im Fokus

Eine Disziplin jedoch, die 2018 bei den olympischen Wettkämpfen im Alpinen Skisport 2018 in Pyeongchang erstmals auf dem Programm stehen wird, ist dabei übrigens der Team-Wettbewerb, der leider medial betrachtet eher „stiefmütterlich“ behandelt wird.

Dieser ist noch sehr jung. WM-Medaillen wurden dort erstmals 2005 bei den WM in Bormio vergeben, innerhalb des Weltcup-Wettkampf-Kalenders wird dieser seit 2006 (damals in Are) fast stets während des jährlichen alpinen Weltcup-Finales ausgetragen.

WM-Gold 2005 für das deutsche Team

Weltmeisterliches Premieren-Gold 2005 erkämpfte das deutsche Team mit Monika Bergmann-Schmuderer, Andreas Ertl, Martina Ertl, Florian Eckert, Hilde Gerg sowie Felix Neureuther vor Österreich und der Schweiz. Die anderen fünf WM-Goldmedaillen in der Folgezeit gingen dann an Österreich (2007 in Are, 2013 in Schladming, 2015 in Vail) und Frankreich (2011 in Garmisch-Partenkirchen und 2017 in Sankt Moritz).

Für ein deutsches Alpin-Team gab es mit Bronze 2013 in der Besetzung Fritz Dopfer, Lena Dürr, Maria Höfl-Riesch, Felix Neureuther, Veronique Hronek und Stefan Luitz noch eine weitere WM-Medaille – Bronze.

Schweizer mit mageren Resultaten bei Team-WM, aber mit viel Plaketten bei den Team-Weltcups

Erstaunlich ist das bislang magere Abschneiden der Schweiz und der Nordamerikaner bei den WM in den Team-Wettbewerben. Die Schweiz holte erst einmal Bronze (2007) und die Nordamerikaner errangen erst eine Medaille (Silber durch Kanada 2015). Bei der WM 2017 in Sankt Moritz gewann Frankreich vor der Slowakei.

Bis dato sicherten sich nur sieben Länder Medaillen bei WM-Entscheidungen im Team: Österreich mit 3 x Gold, 2 x Silber, Frankreich mit 2 x Gold, 1 x Bronze, Deutschland mit 1 x Gold, 1 x Bronze, Schweden mit 2 x Silber, 3 x Bronze, Kanada und die Slowakei mit jeweils 1 x Silber und die Schweiz mit 1 x Bronze.

Je dreimal Gold für die Schweiz und Österreich im Team-Weltcup

So mager das Abschneiden der Schweizerinnen und Schweizer bei den WM-Team-Wettkämpfen auch sein mag, so erstaunlicher sind die Erfolge der Eidgenossinnen und Eidgenossen bei den Weltcup-Entscheidungen. In Lenzerheide 2014, in Meribel 2015 und in Sankt Moritz 2016 holte „Team Suisse“ jeweils Gold, führt im Hinblick auf die Team-Wettbewerbe im Weltcup mit 3 x Gold, 2 x Silber, 2 x Bronze den Medaillenspiegel an.

Den ersten Triumph im Team-Contest während eines alpinen Weltcup-Finales holten indes die Österreicherinnen und Österreicher 2006. Deutsche Teams gewannen jeweils 2011 und 2013 in Lenzerheide: 2011 in der Besetzung Viktoria Rebensburg, Maria Höfl-Riesch, Susanne Riesch, Fritz Dopfer, Stephan Keppler sowie Felix Neureuther bzw. 2013 in der Besetzung Lena Dürr, Veronique Hronek, Fritz Dopfer und Felix Neureuther. Wenn ein deutsches Team also gewinnt – WM 2005, Weltcup-Finals 2011 bzw. 2013 – ist also ein Felix Neureuther, der zum Sommer-Training auch schon in der Skihalle im mecklenburgischen Wittenburg weilte, immer darunter.

Silber 2016 in St. Moritz und auch Silber 2017 in Aspen

Beim alpinen Weltcup-Finale 2016 in Sankt Moritz belegte das deutsche Team – ohne Felix Neureuther, aber mit Lena Dürr, Christina Geiger, Katrin Hirtl-Stanggassinger, Fritz Dopfer, Stefan Luitz und Dominik Stehle – den Silber-Platz hinter der Schweiz. In der Saison 2016/17 gab es beim Weltcup-Finale in Aspen, hinter Schweden und vor Frankreich, zudem Silber: in der Besetzung Lena Dürr, Christina Geiger, Marina Wallner Stefan Luitz, Felix Neureuther und Linus Straßer.

Die nächsten Herausforderungen warten schon jedoch auf die alpinen Teams, unter anderem bei Winter-Olympia in Pyeongchang am 24.Febriuar 2018 und beim alpinen Weltcup-Finale in Are am 16.März 2018.

Exkurs: Skisportliches Kalenderblatt vor rund fünf Jahren – aus „M-V-Blickwinkel“

vom 6.März 2013

Die ausgefallenen Landesmeisterschaften von MV im Skilanglauf 2013…

Der Nordische Skisport – das war vor einigen Tagen (Februar/März 2013)  einerseits die Nordische Ski-WM in Val die Fiemme. Jedoch: Andererseits sollten auch die vierten offenen Landesmeisterschaften MV im Skilanglauf in Mühlleithen stattfinden…

Nun, im März 2013,  wurde bei Peter Handschak, Pressewart beim Landesskiverband M-V, nachgehakt, was nun (Ski-)Sache war und ist.

„Die Landesmeisterschaften, die gab es leider nicht …“

Frage: Herr Handschak, im Februar sollten die Landesmeisterschaften MV im Skilanglauf stattfinden. Elektrisiert, voller Spannung und größtem Interesse warteten wir auf Wettkampfberichte und Ergebnisse… Was war denn los?

Peter Handschak: Leider mussten wir die Landesmeisterschaft eine halbe Woche vor dem Start absagen, da sich nicht genügend Teilnehmer angemeldet haben. Nächstes Jahr muss deshalb einiges anders laufen, vor allem in der Organisation und in der Öffentlichkeitsarbeit. So wird es zum Beispiel als Novum eine Mix-Staffel geben. Der Termin für die nächste Landesmeisterschaft ist, noch unbestätigt, der 22./23.2.2014.

Frage: Wie waren die Bedingungen in Mühlleithen?

Peter Handschak: Ich war trotz der Umstände vor Ort. Es hat tagelang bei Temperaturen um minus zehn Grad Celsius geschneit, so dass der trockene Schnee auch maschinell nur schwer zu komprimieren war. Dadurch und durch Schneeverwehungen war gerade der Skating-Wettkampf schwer zu laufen, während die Bedingungen für den klassischen Wettkampf – für alle zumindest, die einen Vordermann hatten – recht gut waren (lacht).

Frage: Schwierige Bedingungen in Mühlleithen, fehlende MVler vor Ort, dafür gab es Masse und Klasse bei den Nordischen Ski-WM in Italien. Wie bewerten Sie die dortigen Ergebnisse? Wer beeindruckte Sie dort?

Peter Handschak: Da ich die letzten Tage selbst viel auf den Brettern und leider auch auf den Straßen unterwegs war, konnte ich die WM nur eingeschränkt verfolgen. Begeistert hat mich das Ergebnis des 50 Kilometer-Wettkampfes der Herren, sowohl aus deutscher als auch aus schwedischer Sicht (Der Schwede Johan Olsson gewann, für die Deutschen Hannes Dotzler, Jens Filbrich, Tobias Angerer und Andy Kühne gab es die Plätze sieben, neun, dreizehn und vierundvierzig.). Außerdem waren die 50 Kilometer ein Wettkampf, in dem die Norweger vor Beginn als Favoriten zu betrachten waren, aber dann ausnahmsweise keine Medaille holten…

Na dann, vielen Dank, frohes Schaffen und danke für die Infos!

Marko Michels