Nachgefragt bei Helmut Hilsenbeck, Sportdirektor des DRIV

Rollsport ist ungemein „im Trend“ und einige Disziplinen gehren sogar zum Programm der WORLD GAMES. Auch in M-V begeistern die „Roll-Sportler“ und Inline-Hockeyspieler – in Rostock insbesondere die Rostocker Nasenbären.

Marina Kielmann, die sehr erfolgreiche Eiskunstläuferin und mit „Holiday on Ice“ auch schon zu Gast in M-V, war ebenfalls eine großartige Rollkunstläuferin.

… Aber wie verlief das 2011er Jahr aus Sicht der Rollsportler und Inliner?!

Nachgefragt bei Helmut Hilsenbeck, Sportdirektor des Deutschen Rollsport- und Inline-Verbandes

„Auf europäischer Ebene konnten wir unsere Position in der Spitze der Nationen durchweg behaupten …“

Frage: Herr Hilsenbeck, das rollsportliche Jahr geht allmählich ins Finale – nur noch 18 Tage bis zum Jahresende. Wie bewerten Sie das Jahr 2011 aus deutscher rollsportlicher Sicht?

Helmut Hilsenbeck: Der Deutsche Rollsport- und Inline-Verband ist ja mit seinen sechs eigenständigen Sportkommissionen ziemlich breit strukturiert. Vom Rollkunstlauf über die verschiedensten Inlinedisziplinen bis zu den Hockeysportarten.

Auf europäischer Ebene konnten wir unsere Position in de Spitze der Nationen durchweg behaupten. Weltweit wird die finanziell stark ausgestattete Konkurrenz aus Asien und Südamerika allerdings immer stärker, vor allem im Bereich Speedskating, wo es inzwischen sehr schwer wird, bei den Weltmeisterschaften noch Medaillen zu gewinnen.

Frage: Wie sieht das internationale und nationale Kräfteverhältnis im Rollsport-Sport 2011 aus? Was waren für Sie die Höhepunkte?

Helmut Hilsenbeck: Die Höhepunkte waren die Weltmeisterschaften im Rollhockey in Argentinien, der Speedskater in Korea und der Rollkunstläufer in Brasilien.

Gerade, was die Teilnahme an den einzelnen WM betrifft, wird aber auch schon das Problem in unserem Verband sichtbar. Bei diesen drei Veranstaltungen hätten bereits unsere gesamten öffentlichen Fördermittel aus dem Topf „Nichtolympische Verbände des BMI“ allein für die Reisekosten zum Einsatz gebracht werden können.

Der Eigenmittel-Einsatz von Verbänden, Vereinen und Sportler selbst ist daher inzwischen sehr groß geworden. Unter diesem Gesichtspunkt betrachtet sind die Ergebnisse im Vergleich zur Konkurrenz nicht hoch genug einzuschätzen.

Frage: Wie beurteilen Sie die Entwicklung im Rollsport/Inline-Hockey in M-V?

Helmut Hilsenbeck: Sportlich läßt sich sagen, dass die sportliche Entwicklung im Speedskating und Inlineskater-Hockey als gut einzuschätzen ist. Unbefriedigend ist allerdings die Arbeit in der Führung des Landesrollsportverbandes.

Frage: Welche bedeutenden Großereignisse im Rollsport/Inline-Hockey stehen 2012 auf dem Programm?

Helmut Hilsenbeck: Hier möchte ich vor allem die Weltmeisterschaft im Inline-Alpin-Slalom im Bayrischen Wald, die Rollkunstlauf-WM in Neuseeland und die Rollhockey-WM der Damen in Brasilien nennen.

Dann auch 2012 weiterhin beste rollsportliche Erfolge!

M.Michels