Am ersten September-Wochenende begeisterte in Rostock zum sechsten Mal das Sportevent beneFIT hunderte Kinder. Das Motto hieß in diesem Jahr „beneFIT meets 800“. Wie nun das Resümee des Veranstalters, der Wirtschaftsjunioren Rostock, ausfällt, das eklären die Kreissprecherin Linda de Artiagoitia und der Arbeitskreisleiter Maik Otto im Gespräch.

beneFIT meets 800: Gruppenbild. FOTO: WJ Rostock

Interview

Linda de Artiagoitia und Maik Otto über das beneFIT 2018, den Zuspruch der Vereine und Kinder, notwendige Kooperation und die Bedeutung des Sportes

„Sport hilft Kindern, ihre Freude an Bewegung zu entdecken…“

Frage: Die sechste Auflage von „beneFIT“ in Rostock ist schon wieder Geschichte. Wie lautet Ihr Resümee zur Veranstaltung?

Maik Otto: Wie im jeden Jahr hatten wir die Sorge, dass wir nicht ausreichend Kinder erreichen und die Vorbereitung durch uns bzw. die Vereine nicht genug Anklang finden könnte. Aber nachdem wir in den ersten 40 Minuten 375 Kinder begrüßen konnten, hat sich die Sorge ganz schnell gelegt. Da fällt einem schon ein Stein vom Herzen.

Frage: Was waren für Sie persönlich die Highlights?

Andreas vom Stadtsportbund, die Moderatorin, Linda von den WJ Rostock und Wolfi Seewolf… FOTO: WJ Rostock

Linda de Artiagoitia: Die Herausforderung mit den diesjährigen Kooperationen. Seit Beginn ist beneFIT nur dank der Kooperation mit dem Stadtsportbundes möglich. Das ist der beste Draht zu den Vereinen und zu den Schulen. In diesem Jahr haben wir ja „alte“ Gewohnheiten abgelegt und dank der Unterstützung der Hanse- und Universitätsstadt Rostock „größer, weiter, schneller“ gedacht.

Ein solches Vorhaben in die Stadthalle zu verlegen, hätten wir uns ohne den „Kindergeburtstag Rostocks“ nicht gewagt und auch finanziell nie leisten können. Wir haben alle viel dazugelernt. Es ist doch ein großer Unterschied, wenn etwas nur durch Ehrenamtliche organisiert werden muss oder ein Profi mitwirkt.

Frage: Wie viele interessierte Kinder und Jugendliche waren vor Ort? Wie viele Vereine präsentierten sich?

Maik Otto: Am Ende der Veranstaltung konnten wir 863 „externe“ Kinder begrüßen. Wenn man noch die Kinder der Vereine dazuzählt, die sich auch jedes Jahr aufs Neue ausprobieren, dann waren über 1.000 Kinder auf unserer Veranstaltung.

Auch von der Anzahl der Vereine konnten wir dieses Jahr eine höhere Anzahl begrüßen. 30 Vereine, darunter auch viele „Frischlinge“, wie Goalball oder Judo waren dabei. „Alte Hasen“, wie der Rollstuhl-Basketball Verein, SV Fortuna oder die Mädels vom Cheerleading bzw. Karneval waren natürlich auch wieder da.

Frage: Gibt es auch 2019 beneFIT in Rostock?

Linda de Artiagoitia: Da traut man sich ein paar Tage nach der letzten Veranstaltung nicht drüber nachzudenken. Natürlich wäre es schön, wenn 2019 wieder beneFIT stattfinden könnte. Aber das liegt leider hauptsächlich an den finanziellen Möglichkeiten. Der Stadtsportbund und wir können 2019 nicht einfach die Stadthalle anmieten – mit all den Nebenkosten und einfach drauf los planen… Vielleicht hat die Stadt ja Gefallen an der Veranstaltung gefunden und nimmt sie in ihr jährliches Sport-Förder-Programm auf. Es gibt sicherlich Möglichkeiten, aber das müssen wir erst prüfen. Ich bin mir sicher, dass der Stadtsportbund und dessen Vereine dieses Event mögen und gern weiterhin daran teilnehmen würden. Die Uni hat ja auch bald Geburtstag… Mal sehen.

Die Aktionsfläche während einer Aikido-Aufführung – FOTO: WJ Rostock

Frage: Welche Bedeutung hat nach Ihrer Ansicht Sport und Bewegung für die jüngere Generation?

Maik Otto: Kinder brauchen Bewegung, damit sie sich gesund entwickeln und wohlfühlen können. Sport hilft Kindern, ihre Freude an Bewegung zu entdecken. Da gehört einfach alles dazu: rennen, balancieren, klettern, hüpfen und toben. Es gilt ihre Umwelt zu entdecken. Weg vom Fernseher, vom PC oder vom Tablet – und raus in die analoge Welt. Alles hat seine Berechtigung und auch wenn der digitale Fortschritt wichtig und unerlässlich ist, so müssen Kinder ihrem natürlichen Bewegungsdrang gerecht werden und sollen diesen ausleben.

Dazu gehört natürlich ebenfalls eine gesunde Ernährung. Wir freuen uns jedes Jahr, wenn wir zusehen können, wie selbst die Kleinsten über sich hinauswachsen und sich Sachen trauen, die ihnen ihre Eltern nie zugetraut hätten. Das motiviert mich persönlich am meisten.

Vielen Dank! Und weiterhin beste Erfolge beruflich, persönlich und auch sportlich …

Marko Michels