Die Neubrandenburger Triathletin Lena Meißner zu ihrem Sportjahr 2018

Das Triathlon-Jahr 2018 ist auch schon wieder fünf Monate alt. Die WM-Serie auf der olympischen Distanz hat längst begonnen und auch in M-V „steigen“ demnächst wichtige Triathlon-Wettkämpfe, ob beispielsweise in Schwerin, in Rostock, in Güstrow, in Waren/Müritz, in Sternberg, in Neubrandenburg oder auf Rügen… Welche Ziele hat jedoch das Neubrandenburger Triathlon-Ass Lena Meißner?!

Lena Meißner vom Leistungsstest im März in Saarbrücken (Foto: DTU)

Interview

Frage: Lena, wie verliefen die ersten fünf Monate des Jahres 2018 sportlich für Sie? Wie war das Training? Welche Wettkämpfe bestritten Sie schon?

Lena Meißner: Die erste Jahreshälfte verlief sehr gut bei mir und stand eher im Zeichen der Trainingslager als im Zeichen der vielen Wettkämpfe. Ich war im Februar drei Wochen in Südafrika und im April noch einmal zwei Wochen auf Mallorca, um eine solide Grundlage für die kommende, intensive Zeit zu legen.

Bisher bestritt ich einen 10 Kilometer Lauf in Potsdam und zwei Triathlon-Wettbewerbe – einen kleinen lokalen Wettkampf in Berlin und den ersten Wettkampf der französischen Bundesliga, bei dem ich einen guten vierten Platz erzielen konnte.

Mit viel Zuspruch auch in M-V: Der Triathlon-Sport, wie hier beim Schloß-Triathlon in Schwerin. Foto: M.M.

Frage: Welche sportlichen Ziele haben Sie für die kommenden Wochen?

Lena Meißner: Ich werde Anfang Juni im Rahmen der Nationalmannschaft das erste Staffelrennen der Olympia-Qualifikation für 2020 in Nottingham bestreiten. Von dort aus fliege ich zum nächsten wichtigen Rennen, meiner ersten olympischen Distanz im Rahmen eines Europacups in den Niederlanden. Ende Juni steht die deutsche Meisterschaft der U23/Frauen an, bei der ich mich gut positionieren will. Wie und wann es danach für mich weiter geht, steht noch nicht fest.

Frage: Wie beurteilen Sie ansonsten die Trainingsbedingungen beim SC Neubrandenburg?

Lena Meißner: Ich denke, dass Neubrandenburg infrastrukturell sehr gut aufgestellt ist. Ich kenne sehr viele Stützpunkte und war an den verschiedensten Orten zum Trainieren, aber nirgends kann man besser laufen und Rad fahren als in Neubrandenburg. Die ruhige Lage und die Nähe zum See sind etwas Einmaliges. Sicher ist die Schwimmhalle nicht zu einhundert Prozent optimal, aber auch da ist entsprechendes Training gegeben. Der Stützpunkt hat gezeigt, dass es trotzdem möglich ist, unter diesen Bedingungen schnell und gut zu schwimmen. Im Sommer haben wir ergänzend den Tollensesee und die umliegenden, kleineren Seen.

Frage: Ist für Sie ein Start beim IRONMAN auf Hawaii – perspektivisch betrachtet – ein Fern-Ziel? Und… Liebäugeln Sie mit der Olympia-Teilnahme 2020…

Lena Meißner: Das Thema IRONMAN ist keines, was mich – auf kurze oder lange Sicht betrachtet – reizt. Für mich lebt Triathlon von Dynamik, Schnelligkeit und Spannung. Das findet man eher in der Kurzdistanz-Szene und weniger auf der Langdistanz. Aktuell kann ich es daher ausschließen, dort zu starten. Olympia ist für mich natürlich ein Fernziel und eine Motivation, täglich mein Bestes zu geben. Es sind noch zwei Jahre bis dahin, deswegen kann man damit nicht „planen“, aber ich weiß, dass ich eine kleine, aber realistische Chance besitze, wenn die nächsten zwei Jahre alles nach Plan laufen wird.

Letzte Frage: Welche besonderen Herausforderungen gibt es für Sie 2018 neben dem Triathlon?

Lena Meißner: 2018 ist für mich ein Jahr voller Veränderungen. Ich lege gerade mein Abitur ab, bin das erste Jahr im U23-/Frauen-Bereich unterwegs und werde ab Herbst nach Rostock ziehen. Es ist ziemlich viel, manchmal etwas zu viel für mich, was alles organisiert, gelernt oder abgesprochen werden muss. Ich bin froh, wenn in den nächsten Wochen ein wenig Ruhe einziehen kann, wenn das Abitur endgültig in der Tasche ist, die ersten Wettkämpfe auf der neuen Ebene gut verlaufen sind und ich einen Studienplatz bzw. eine Wohnung in Rostock sicher habe.

Vielen Dank und weiterhin maximale Erfolge – persönlich, sportlich und universitär!

M.Michels

 

Info: Lena Meißner, Jahrgang 1998, trainiert bei Frank Heimerdinger und kann schon einige Erfolge vorweisen. So wurde Lena unter anderem Junioren-Europameisterin im Mixed Team, jeweils Dritte bei den Junioren-EM 2015 bzw. 2016 und Deutsche Elite-Meisterin 2016.

Termine zu kommenden Triathlon-Wettkämpfen in M-V:

  • 13. Juni – DTU Schultour Triathlon in Neubrandenburg
  • 16. Juni – Empor-Triathlon in Zarrentin
  • 30. Juni – Papendorfer Triathlon
  • 01. Juli  – Schweriner Schloss-Triathlon
  • 28. Juli – Müritz-Triathlon in Waren/Müritz