Die Ostseestädter müssen nach einer 2:0-Führung in Herford noch die zwölfte Pleite im 18. Saisonspiel einstecken.

Bittere Pleite für die Piranhas in der Eishockey-Oberliga: Trotz einer 2:0-Führung verloren die Rostocker gestern mit 3:4 (0:0, 2:1, 1:2, 0:1) nach Verlängerung im Herford. Für den REC war es die zwölfte Pleite im 18. Spiel.

Bei den Gästen begann erneut Jascha Strobel im Tor und bekam im ersten Drittel mehr zu tun, als sein Gegenüber im Herforder Tor. Allerdings gelang beiden Mannschaften kein Treffer. „Jascha macht hinten im Tor bislang wieder einen guten Job. Wir haben auch unsere Chancen, aber Herford aktuell mit leichten Vorteilen. Man darf nicht vergessen, dass wir aus der Coronapause kommen und dann gleich lange Auswärtsfahrten in den Knochen haben. Wir sind noch nicht da, wo wir vor der Pause waren. Trotzdem machen wir es bislang gut und konnten auch die Unterzahlsituationen gut überstehen“, sagte REC-Mannschaftsleiter Dirk Weiemann.

Die Rostocker erwischten einen starken Start ins Mitteldrittel und können durch zwei Treffer durch August von Ungern Sternberg mit 2:0 in Führung gehen (22., 26.). Allerdings versäumte es der REC, weitere Tore nachzulegen und den Vorsprung auszubauen. Im Nachsetzen konnte Routinier Björn Bombis für Herford den Anschluss herstellen. „Unsere Führung ist nun verdient. Mit der Schnelligkeit von August kam Herford nicht zurecht. Wir haben im Mitteldrittel kaum etwas zugelassen. Das Manko war aber unsere Chancenverwertung, da hätte es schon gerne noch ein, zwei Tore mehr sein können“, so Weiemann.
Zu Beginn des dritten Drittels waren die Gastgeber griffiger, kommen zum schnellen Ausgleich und durch Bombis sogar zur Führung (49.). Danach versuchten die Piranhas, lange Zeit vergeblich auszugleichen. Es dauert bis in die Schlussminute hinein und Keeper Jascha Strobel das Eis zugunsten eines weiteten Feldspielers verließ, erneut August von Ungern Sternberg für den 3:3-Ausgleich sorgte.

In der Verlängerung hätte sich von Ungern-Sternberg endgültig zum „Mann des Abends“ machen können, scheiterte aber mit einem Penalty am Keeper der Herforder, die dann ihrerseits das 4:3 markierten. „Herford hat im letzten Drittel, im Gegensatz zu uns, seine Chancen genutzt. Wir haben dann mit viel Moral noch das 3:3 kurz vor Schluss gemacht. Am Ende schade für die Jungs, dass es nicht mehr als nur dieser eine Punkt geworden ist. Wir hätten heute mehr verdient gehabt“, sagte Dirk Weiemann.

REC Piranhas: Jascha Strobel, Dominik Gräubig – Jonas Gerstung, Maurice Becker, Jörg Noack, Philipp Seckel, Moritz Raab, Aaron Beally – Thomas Voronov, Matthew Pistilli, August von Ungern-Sternberg, Sean Morgan, John Dunbar, Lukas Koziol, Tom Pauker, Jayden Schubert, Luis Müller

Tore: 0:1 August von Ungern Sternberg (22./Maurice Becker, John Dunbar), 0:2 August von Ungern Sternberg (26./Jörg Noack), 1:2 Björn Bombis (32.), 2:2 Garten (43.), 3:2 Bombis (49.), August von Ungern-Sternberg (60.), 4:3 Rinke (62.)

Autor: Arne Taron, REC